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Die Autorin

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Anita Edenhofner (22)
studiert Publizistik- und Kommunikations-wissenschaften


Austauschprogramm
Bye Bye, Deutschland!

15.06.2015 |

Abschieds-Tournee für mehr als 360 junge Amerikaner: Neben Highlights wie den Besuch der US-Botschaft und des Bundestages trafen die Teilnehmer des Parlamentarischen Patenschafts-Programms zum Abschluss Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bye Bye, Deutschland!

Fototermin im Bundeskanzleramt

Als besondere Erinnerung für die amerikanischen Stipendiaten gab es ein Foto mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Botschafter John B. Emerson im Bundeskanzleramt. – © Michael Kuchinke-Hofer

Fototermin CBYX

Jacob und Clara durften noch näher ran: Angela Merkel ist Paten-Abgeordnete für die beiden jungen Amerikaner. – © Michael Kuchinke-Hofer

Musical im Kanzleramt

James aus Florida gab im Bundeskanzleramt eine ganz persönliche Musical-Darbietung zum Besten. – © Michael Kuchinke-Hofer

Verabschiedung der Stipendiaten

Die Stipendiaten feierten die Bundeskanzlerin mit Standing Ovations... – © Michael Kuchinke-Hofer

Mädchen steht an einem Redner-Pult.

... und stellen am Rednerpult ihre bekannte Handhaltung, die Raute, nach. – © Michael Kuchinke-Hofer

Jugendliche sitzen und erzählen. Man sieht ein Handy, in das sie hineinsprechen.

Aufgeregt erzählen die Stipendiaten Anita von ihren Erfahrungen. – © Michael Kuchinke-Hofer

Ein Mann mit grauen Haaren steht vor einer sitzenden Menge von jungen Menschen.

US-Botschafter John B. Emerson und Bundestagspräsident Norbert Lammert begrüßten die Stipendiaten im Bundestag. Beide betonten die Wichtigkeit des Programms. Es sei zu wünschen, so Lammert, dass das Programm auch weitere 30 Jahre bestehen bleibe. – © DBT/Melde

Botschafter

Am Tag zuvor war Emerson Hausherr bei dem Empfang in der amerikanischen Botschaft. – © Anna Rakhmanko

amerikanikanische Stipendiaten

Die Gelegenheit in der US-Botschaft nutzen: Viele amerikanische Stipendiaten machten ein Erinnerungsfoto mit ihren Landsmännern und -frauen aus ihren US-Heimat-Staaten. – © Anna Rakhmanko

Stipendiatinen aus Experiment e.V

Ein Jahr in Deutschland verbindet: Die amerikanischen Stipendiaten Vanessa Simpson und Elle Cox haben sich bei der gemeinnützigen Austauschorganisation Experiment e.V. kennen gelernt. – © Anna Rakhmanko

Das Bundeskanzleramt ist gefüllt mit jungen Menschen, ordentlich aufgereiht auf der ausladenden Treppe im Foyer. Kichern, Getuschel und aufgeregtes Lachen schallt durch die Räume. Mehr als 360 amerikanische Stipendiaten, die durch das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ein Austauschjahr in Deutschland verbracht haben, sind zu Besuch. Gleich empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU/CSU) sie zum Abschluss ihres Aufenthaltes. Als die Kanzlerin den Raum betritt, gibt es tosenden Applaus. Angela Merkel (CDU/CSU) wird begrüßt wie ein Popstar, mit Klatschen, Pfiffen und Gejohle.

Mama und Papa Nummer zwei

"Ich weiß, dass Sie, die aus Amerika kommen, genauso wie die, die nach Amerika gehen, wunderbare Erfahrungen sammeln in einer Zeit des Lebens, die so nie wieder kommt. Daraus wachsen Freundschaften, daraus entstehen Brücken", sagt die Bundeskanzlerin zu den jungen Gästen aus den USA. Phillip aus Texas kann dies nur bestätigen. Er hat für ein Jahr in Berlin gelebt. Der Abschied von seiner Gastfamilie fällt ihm schwer. "Ich habe nun in Deutschland eine zweite Familie. Seit November sage ich Mama und Papa zu meinen Gasteltern. Meine Gastfamilie und ich planen schon, uns in Zukunft wiederzusehen, vielleicht in New York."

Auf den Spuren der Vorfahren

Außerdem habe er hier viele neue Freunde gefunden, nicht nur Deutsche, auch Amerikaner, die er durch gemeinsame Aktivitäten im Zuge des Stipendiatenprogramms kennengelernt hat. Eine von ihnen ist Lydia, ebenfalls aus Texas. Zu Deutschland hat sie eine besondere Beziehung, denn ihre Vorfahren kommen von hier. Sie wollte das Land kennenlernen, aus dem ihre Familie stammt. "Deutschland ist mein kultureller Hintergrund. Deshalb war es interessant, die kulturellen Einflüsse zu sehen, die Deutschland auf die USA hat und umgekehrt."

Jeder ist ein Patenkind

Der Besuch im Bundeskanzleramt bildet den Abschluss des einjährigen Aufenthalts der Amerikaner in Deutschland. Sie haben hier die Schule besucht und in Gastfamilien gelebt. Jeder Bundestagsabgeordnete hat ein "Patenkind" aus den USA, genauso viele Deutsche haben gleichzeitig in den USA die Möglichkeit, mit Hilfe des Stipendiums eine High School zu besuchen oder als junge Berufstätige ein Praktikum in einem US-amerikanischen Betrieb zu absolvieren. Ihr "Pate" im Bundestag ist der Abgeordnete im jeweiligen Wahlkreis.

Patin Angela Merkel

Das Austauschprogramm, das es schon seit 1983 gibt, ist ein gemeinsames Projekt des Deutschen Bundestages und des US-Congress und wird von Deutschland und den USA gemeinsam finanziert. Während der Abschlussveranstaltung in Berlin hatten die Stipendiaten die Möglichkeit, "ihren" Bundestagsabgeordneten persönlich kennenzulernen und sich mit ihm auszutauschen. Durch ihre Eigenschaft als Bundestagsabgeordnete ist auch Angela Merkel (CDU/CSU) Patin für zwei Stipendiaten – Jacob und Clara. Beim gemeinsamen Foto stehen sie stolz neben der Bundeskanzlerin und haben noch Zeit für ein persönliches Gespräch. Dabei bekennt sich Angela Merkel als "großer Fan" des Austauschprogramms.

"Das coolste, was ich je erlebt habe"

Die Stipendiaten wurden auch vom Präsidenten des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert (CDU/CSU), Schirmherr des Programms, und dem Botschafter der Vereinigten Staaten, John B. Emerson, begrüßt und in ihre Heimat verabschiedet. Neben einer Führung durch das Bundeskanzleramt und dem Treffen mit Angela Merkel (CDU/CSU) standen eine Besichtigung des Reichstagsgebäudes sowie der Besuch einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages an. Im Anschluss durften die Stipendiaten mit Abgeordneten diskutieren.

"Es war ein sehr spannender Tag. Angela Merkel (CDU/CSU) zu treffen war das Coolste, was ich je erlebt habe. Das Jahr in Deutschland zu verbringen, war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte", sagt Teilnehmerin Helen aus Texas begeistert. Sie hat ihr Austauschjahr in der Nähe von Wuppertal verbracht. Katja aus Nevada, die in Lörrach gewohnt hat, pflichtet ihr bei: "Der Tag war super! Wir durften eine Bundestagsdebatte miterleben, das war sehr spannend und interessant. Und wir sahen Angela Merkel und waren wirklich nah dran. Das ist total aufregend."

Musical im Kanzleramt

Ganz besonders in Erinnerung bleiben wird der Tag James aus Florida. Er gab im Bundeskanzleramt eine ganz persönliche Musical-Darbietung zum Besten. Der Schüler verpackte seine Eindrücke des vergangenen Jahres in Musical-Klassiker und versetzte so die anderen Stipendiaten und die Bundeskanzlerin in Lachen und Begeisterung. James hatte vorher bereits einen Rap über seine Gaststadt Warburg gemacht und ins Internet gestellt. Das Video hat viele Klicks bekommen. Organisatoren des Bundestags hatten ihn daraufhin gefragt, ob er im Bundeskanzleramt auftreten wolle. "Rappen ist ein Hobby von mir. Ich war auch im A-Capella-Chor in der High School und habe bei Musical-Projekten mitgemacht. Aber das erste Rap-Video habe ich dann erst hier in Deutschland gemacht", erzählt James. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU/CSU) fand die mutige Darbietung "wunderbar" und bemerkte, dass James eigentlich einen Auftritt im amerikanischen Congress bekommen sollte.

Bewerbt Euch!

Wer nächstes Jahr als PPP-Stipendiat in die USA fliegen möchte, kann sich bereits jetzt für das Austauschjahr 2016/2017 bewerben. Die Bewerbungsphase läuft vom 7. Mai bis 11. September 2015 und ist offen für Schüler zwischen 15 und 17 Jahren sowie junge Berufstätige bis 24 Jahre. Weitere Informationen zum Austausch-Programm findet ihr auf mitmischen.de

Kommentare

 

katharina schrieb am 02.06.2016 17:19

sehr geehrte Damen und Herren ich würde mich für ein ppp-Stipendium interessieren. welche Umkosten kämen da auf meine Eltern zu? freundliche Grüße Katharina

 

 

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