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Energie
Regierung mit Sparplan

16.05.2017 |

Um das Klima zu retten, müssten wir Energie einsparen. Das hat die Bundesregierung auch vor, nur klappt das leider noch nicht so richtig gut.

Energielabel und Geldscheine

Mit effizienteren Geräten lässt sich nicht nur Energie sparen, sondern langfristig auch bares Geld. – © dpa

Wollen wir das Klima retten, müssen wir weniger CO2 in die Luft blasen – beim Heizen, beim Autofahren, bei der Produktion von Konsumgütern. Das bedeutet: Unsere Energie muss in Zukunft sozusagen CO2-frei sein – und/oder wir müssen sparen. Letzteres ist 2015 leider schiefgegangen. Die Bundesregierung ist dennoch überzeugt, dass der Endenergieverbrauch in Zukunft sinken wird. So steht es in dem Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan 2017, den die Bundesregierung kürzlich dem Bundestag vorgelegt hat.

Was will der Aktionsplan?

Die EU ist fest entschlossen, den Energieverbrauch in den nächsten Jahren zu senken, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Also muss auch Deutschland Energie einsparen. Von 2014 zu 2015 (neuere Daten gibt es noch nicht) ist der Energieverbrauch allerdings um rund zwei Prozent gestiegen. "Gründe sind vor allem der kräftige Anstieg der Wirtschaftsleistung, ein Bevölkerungszuwachs sowie die im Vergleich zum Vorjahr ungünstigere Witterung", heißt es in dem Bericht der Regierung. Die ist dennoch optimistisch, dass es so nicht weitergeht, und schätzt, dass der Energieverbrauch bis 2020 um zwölf Prozent gegenüber 2008 sinken wird.

Glaubt die Regierung an ein Wunder oder daran, dass sie physikalische Gesetze umschreiben kann? Das nun nicht. Sie will die Einsparungen vor allem durch eine effizientere Nutzung der Energie erreichen. So etwas kann zum Beispiel durch sparsamere Autos geschehen oder durch die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei wird auch die bei der konventionellen Erzeugung von Strom entstehende Wärme genutzt.

Tausche alt gegen neu

Eine weitere wichtige Stellschraube sieht die Bundesregierung in der Energieberatung. Die zielt darauf ab, Unternehmen und Privatleuten zu zeigen, mit welchen Maßnahmen sie Energie (und damit auch Geld) einsparen können. Das kann zum Beispiel der Austausch von alten stromfressenden Maschinen und Geräten gegen neue sparsame sein. Oder auch der Austausch einer alten Heizung gegen eine moderne, die mit weniger Brennstoff genauso gut heizt. Spannend bleibt die Frage, ob das reicht. Denn bis 2020 ist es nicht mehr lange hin und zwölf Prozent Einsparung sind nicht gerade wenig.

(DBT/ah)

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