Ein Kiosk für den kleinen Hunger
Wir haben an der Schule einen kleinen Kiosk, bei dem wir Brötchen und Müsliriegel sowie Getränke kaufen können. Die Lebensmittel sind günstig und ideal als Snack, also für den kleinen Hunger zwischendurch.
In unserer Kantine kochen Schüler der Oberstufe für uns, allerdings nur zwei Mal in der Woche. Um 13 Uhr können wir uns dort dann für 2,50 Euro eine warme Mahlzeit inklusive einem Getränk kaufen. Für jeden gibt es allerdings nur eine Portion. Nachschlag erhält man nur, wenn zu wenige Schüler zum Essen erschienen sind. Richtig satt wird man kaum.
Doch was machen Oberstufenschüler, die außerhalb der beiden Tage lange Unterricht haben und in der Schule nichts Warmes zu essen bekommen? Einige fahren schnell heim, andere futtern sich durch das Angebot diverser Fastfood-Restaurants. Dass das ungesund und kostenintensiv ist, könnt ihr euch denken.
Darum sollte die Kantine ausgebaut werden! Es sollte dort jeden Tag warmes Essen geben, damit wir Schüler nicht hungrig bleiben müssen. Ein voller Bauch fördert schließlich auch den Geist.
Gesund, lecker und von Mama
Das Frühstück ist für mich die wichtigste Mahlzeit des Tages. Es gibt mir die notwendige Energie für einen langen Schultag. Meine Mutter sorgt mit einem ausgewogenen Lunchpacket täglich dafür, dass die gesunde und zugleich schmackhafte Ernährung auch beim Pauken nicht zu kurz kommt. Zwischen Mathe und Englisch, Biologie und Sport überkommt einen der kleine Appetit aus Langeweile nämlich ganz schön schnell.
Viele meiner Klassenkameraden eilen in den Pausen zum Schulkiosk und vergeuden die wenigen freien Minuten des Vormittags mit Anstehen. Mir genügt ein schneller Griff in den Rucksack. In meinen Butterbrotdosen sind meistens die klassischen Butterstullen. Dazu gibt es Obst oder selbstgekochtes Kompott, um auch den Vitaminbedarf des Tages zu decken. Für den süßen Zahn zwischendurch steckt ein Müsliriegel in der Seitentasche.
Kostengünstiger ist Selbstgemachtes nicht immer. Auch Brot, Obst und Beilagen müssen einzeln gekauft werden – das macht aber glücklicherweise Mama. Die Schulverpflegung am Schulkiosk müsste ich selbst bezahlen, das Geld investiere ich lieber in Klamotten. Dabei ist unser Schulkiosk vergleichsweise günstig: Ein belegtes Brötchen mit Käse gibt es schon für siebzig Cent. Trotzdem entscheide ich mich jeden Morgen aufs Neue dafür, mein Frühstück von zu Hause mitzubringen. So kann ich darauf achten, dass ich mich auch während meiner langen Schultage ausgewogen ernähre.
Regionales aus der Traumkantine
Mensaessen besteht aus fettiger Pizza, Pommes und kalten Schnitzeln? Nicht bei uns. Seit einem Jahr steht unsere supermoderne Essenskantine nun auf unserem Schulhof und wird von allen Schülern gerne genutzt. In der einstündigen Mittagspause, die extra in den Stundenplan eingeführt wurde, wird hier ein gesundes Essen angeboten. Jeden Tag gibt es Nudeln, ein Salatbuffet und ein Hauptgericht.
Zwei Mal die Woche kommen noch ein Wok-Gericht und Nachtisch hinzu. Der von allen geliebte Koch lockt außerdem damit, dass er nur Zutaten aus unserer Region verwendet. Für 3,50 Euro als Abo-Preis kann man also aus drei Gerichten auswählen und bekommt dafür ein ausgewogenes Mittagessen. Schmecken tut es meistens auch, manchmal sind die Schulköche für Teenagergeschmäcker allerdings etwas zu experimentierfreudig – beispielsweise bei Orangensoße mit Tintenfischen oder Pistazien-Ingwer-Creme. Den größten Zulauf hat die Mensa, wenn es Pizza mit Biotomaten oder Spaghetti mit einer feinen Hackfleischsoße gibt.
Auch der Durst wird gestillt und da Trinken ja bekanntlich wichtig ist, gibt es für alle Schüler einen kostenlosen Sprudelautomaten, der auch zwischen den Mensazeiten genutzt werden darf. Unser Fazit nach einem Jahr? Zwar ist das Schulessen relativ teuer, doch dafür geht man gesättigt und mit einer gesunden Mahlzeit im Bauch in die nächste Schulstunde.