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IPS-Stipendiaten in Berlin angekommen

Aus aller Herren Länder: Am Donnerstag, 1. März 2012, trafen die Teilnehmer des diesjährigen Internationalen Parlaments-Stipendiums (IPS) zum ersten Mal aufeinander. In der Berliner Humboldt-Uni kamen nach und nach 115 junge Menschen aus 28 verschiedenen Ländern an, von Albanien über Israel und Polen bis zu den USA. mitmischen-Autorin Anne inspizierte mit den Stipendiaten deren neues Zuhause. Vor ihnen liegen nun fünf Monate Praktikum bei Bundestagsabgeordneten.


Der erste Tag in Deutschland


Berlin-Mitte, Humboldt-Uni, es ist kurz vor 10 Uhr. Trotz vorlesungsfreier Zeit drängen junge Menschen durch die offenen Türen des internationalen Clubs "Orbis Humboldtianus". Sie hieven schwere Taschen die Stufen hinauf oder ziehen große Koffer hinter sich her.

Andrea aus Ungarn nimmt für sich und ihr Gepäck lieber den Aufzug. Fast 700 Kilometer trennen die Stipendiatin nun von ihrer Heimat. "Kleidung, Laptop, Schuhe und natürlich Erinnerungsfotos von Freunden und Familie – eben das Wichtigste für die kommenden fünf Monate", zählt Andrea ihren Kofferinhalt auf. So lange werden die insgesamt 115 Stipendiaten ein Praktikum im Büro von Bundestagsabgeordneten machen.

Fremde Sprachen, bunte Pässe

Vor 26 Jahren startete das IPS mit elf Stipendiaten, die alle aus den USA kamen. Heute hat sich die Anzahl der Teilnehmer verzehnfacht. Amerikaner sind zwar immer noch in großer Anzahl vertreten, doch das Programm ist im Laufe der Zeit viel internationaler geworden: Junge Akademiker aus 27 weiteren Ländern können sich bewerben.

"Dieses Jahr haben wir erstmals auch geeignete Stipendiaten aus Montenegro dabei", berichtet Sabine Holthusen vom Referat Internationale Austauschprogramme des Bundestages. Dass die Gruppe multikulturell ist, hört man sofort: Lautes Gemurmel in den verschiedensten Sprachen und Akzenten erfüllt den Raum. Die Reisepässe, die viele Stipendiaten in den Händen halten, haben verschiedene Farben. Einzelne Teilnehmer werden zum Organisationsteam bestellt. Warmen Begrüßungsworten folgen Zeiten, Abläufe, Namen. So viele junge Leute müssen schließlich koordiniert werden: Wer ist schon da? Wer kommt wahrscheinlich später?

Praktikum plus Uni

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (CDU/CSU) ist der Schirmherr des IPS und wird sich Ende Juni mit den Stipendiaten treffen. In den nächsten Wochen werden sie erst mal von Abgeordneten und Vertretern drei Berliner Unis begrüßt. Denn die IPSler können neben ihrem Praktikum Vorlesungen besuchen: an der HU sowie an der Freien und Technischen Universität Berlin.

Hanna, 26, aus Weißrussland ist froh, zu den "Auserwählten" zu gehören. Sie ist schon vor zwei Wochen angereist und hat bis jetzt bei einer Freundin gewohnt. Die Politmetropole Berlin gefällt ihr schon jetzt – auch weil die ehemalige Linguistikstudentin hier ihre Deutschkenntnisse endlich richtig anwenden kann. Vom IPS hat sie durch eine Bekannte erfahren, die vor Jahren Stipendiatin war und Hanna mit ihren Erzählungen begeisterte.

Einmal die Bundeskanzlerin sehen

Die erste Gruppe von Stipendiaten wird nun mit dem Bus in ihr Wohnheim chauffiert. Die Fahrzeit nutzen alle für ein erstes Kennenlernen: Wie heißt du, wo kommst du her? Bryce, 22, kommt aus dem Bundesstaat New York. In Freiburg hat der Amerikaner bereits ein Auslandssemester gemacht. Nun will er Praxiserfahrung in Berlin sammeln. Von Angela Merkel (CDU) "als erste Bundeskanzlerin" sei er sehr beeindruckt. Wegen der Griechenland-Krise tauche sie oft in amerikanischen Medien auf. Vielleicht, so hofft Bryce, sieht er sie im Bundestagsplenum einmal live.

Die Chancen stehen gar nicht schlecht, denn in den nächsten Monaten wird er oft im Parlament sein. Bryce wird wie alle Stipendiaten einen Bundestagsabgeordneten bei dessen Arbeit unterstützen. Er wird nicht nur im Berliner Büro mithelfen und an Fraktions- und Ausschusssitzungen teilnehmen, sondern auch den Wahlkreisarbeit "seines" MdBs kennenlernen.

Schon fast wie zu Hause

Doch erst einmal werden nun die Unterkünfte inspiziert. Einige IPSler zücken schon jetzt die Kameras, um ihre Ankunft im fremden Land, aber auch in der neuen Wohnung festzuhalten. In voll ausgestatteten Drei-Zimmer-Wohnungen sind jeweils zwei Stipendiaten untergebracht, manche haben eine Einraumwohnung. Fernseher, einen Waschkeller und sogar Bettwäsche – es dürfte ihnen an nichts fehlen. "Da fühlt man sich doch schon angekommen. Jetzt bin ich nur noch auf meinen Mitbewohner gespannt ", raunt Bryce einem anderen Stipendiaten zu.


Kommentare

 

Camila schrieb am 08.06.2012 12:32

Guten Abend,ebenso wie die anderen Teilnehmer dutfre ich einen sehr interessanten und lehrreichen Nachmittag in Ihrem Unternehmen verbringen. Vielen Dank an dieser Stelle daffcr!Mir gefiel die offene Atmosphe4re und die Einbindung der Mitarbeiter in die Organisation und Gestaltung der Arbeit. Nur so, denke ich, kann man es schaffen, dass eine Firma gemeinsam an einem Strang zieht und dass grodfe Projekte nicht nur realisiert, sondern auch gelebt werden.Ebenfalls hat mich gefreut, dass Sie Ihren Mitarbeitern viele Mf6glichkeiten bieten, ihre Arbeitszeiten und -prozesse flexibel und individuell zu gestalten. Als bemerkenswert habe ich auch Ihre Einstellung empfunden, dass allen Kunden der gleiche Respekt und die gleiche Hf6flichkeit entgegen gebracht werden sollte. Zu einer weiteren Veranstaltung in Ihrem Hause wfcrde ich gerne kommen und ich wfcrde mir wfcnschen, dass auch das viel diskutierte Thema Die Vereinbarkeit von Familiengrfcndung und Karriere zur Sprache kommt. Insbesondere in Bezug auf Ihr Unternehmenskonzept erhoffe ich mir hierbei neue Impulse und Perspektiven.Vielen Dank noch einmal ffcr die Vortre4ge und die Verpflegung!Beste GrfcdfeInsa Rf6pke

 

Aoi schrieb am 08.06.2012 14:57

Guten Abend,die Vortre4ge haben mir als Soziologistudenten sehr gut gefallen. Als ffcr Organisationssoziologie inesieesrerttr Student, fand ich sowohl das Wiki-Konzept, das sich sehr kontrastiv zu der klassischen Organisationstheorie darstellt, als auch den Ansatz der tribal leadership audferordentlich Bewusstseinserweiternd. Auch ich denke, wie einer meiner Vorredner, dass das Unternehmen auf einem guten Weg ist und zwar, weil es dem Zeitgeist demokratischer Partizipation entspricht.Hier steht der Mensch sehr zentral im Fokus. Dieses Konzept gewinnt scheinbar (vgl. Piratenpartei und Zuwachs kleinerer Parteien, zumindest nicht mehr klassischer Volksparteien ) immer mehr an Pre4gnanz.Die Organisationsstruktur ist ein e4udferst interessanter Vorreiter auf einem meiner Wahrnehmung nach zukunftsorientierten Gebiet der Organisationstheorie weiter so!Mit freundlichen Grfcdfen,Jan-Peter Mf6hle

 

Shericaa schrieb am 11.06.2012 02:43

Guten Abend,wie meinen Mit-Stipendiaten kann ich alle drei Vortre4ge nur loben. Die Vortagsart war sehr ahnneegm und ich konnte entspannt zu hf6ren. Es war spannend zu Erfahren wie Synaxon die Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung einbindet und offensichtlich damit auch sehr erfolgreich ist.Ich muss ehrlich zu geben, dass mir bisher noch nicht bewusst war wie viel Einfluss Wikis und auch soziale Netzwerke auf Unternehmensstrukturen haben. Ich bin wirklich fcberrascht wie gut das System eines Wikis bei Synaxon funktioniert und hoffe, dass ich in meinem spe4teren Berufsleben auch Erfahrungen mit innovativen Ideen zu Unternehmenskultur/-struktur konfrontiert werde.Mit freundlichen GrfcdfenSebastian Schulz

 

Agaro schrieb am 11.06.2012 03:33

Hallo zusammen,auch mir hat der Nachmittag sehr gut gelaefln.Ich muss gestehen, dass es mir beim ersten Durchlaufen des Gebe4udes erst etwas komisch und unangenehm ffcr die Mitarbeiter vorkam, dass alles nur verglast und damit sichtbar war. Es hatte ffcr mich erst den Eindruck gehabt, als kf6nnte in so einer Umgebung der Mitarbeiter am Besten beim Arbeiten kontrolliert werden.Allerdings hat sich dieses Bild durch die Vortre4ge vere4ndert nun ist mir klar geworden, dass die Architektur die Einstellung der Firma respre4sentiert. Besonders auch durch das Wiki, in dem fast alles ffcr jeden einsehbar ist, ist mir diese Offenheit deutlich geworden.Der Vortragsstil hat mir auch sehr gut gelaefln; besonders das die Entwicklung der Akzeptanz des Wikis nachvollziehbar dargelegt wurde (Mitarbeiter, der den beliebten Grundsatz eines Vorstandsmitgliedes lf6scht; Auszubildende, die einen ganzen Prozess umschreibt, an den sich dann alle halten mfcssen; ).Von daher vielen Dank ffcr die Einladung und den interessanten Einblick in die Unternehmenskultur und die Funktionsweise eines Wiki's!Viele GrfcdfeAndreas Lfccke

 

 

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