Rund 99 Prozent der Befragten zwischen 14 und 17 Jahren gaben bei der letzten Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an, schon einmal Wasserpfeife geraucht zu haben. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die Shisha zum Beispiel besteht aus einem Glasgefäß, das mit Wasser gefüllt ist, einer Rauchsäule mit Ventil, einem Schlauch mit Mundstück und einem Tongefäß für den Tabak. Der Tabak wird mit glühender Kohle erhitzt, der Rauch mit dem Schlauch durch das Glasbehältnis gezogen.
Schlagartiger Rausch
Auf diesem Weg lässt sich auch Cannabis rauchen, mit verschiedenen Wasserpfeifen. Mit der "Bong" etwa wird der Rauch nicht über einen Schlauch eingeatmet, sondern direkt aus dem Wassergefäß inhaliert. Und das mit voller Wucht – die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten: Das Rauscherlebnis kommt schlagartig und ist deutlich intensiver als bei einem Joint. Das liegt daran, dass mit der Wasserpfeife wesentlich mehr Rauch eingeatmet wird als mit einem Joint. "Aber letztlich kommt es darauf an, wie viel Tabak der Konsument verwendet und wie oft er an der Wasserpfeife zieht", sagt Georg Wurth, Sprecher des Deutschen Hanfverbandes.
Die häufigste Konsumform von Cannabis ist allerdings der Joint. Wurth geht davon aus, dass Wasserpfeifen nicht so oft dafür benutzt werden, weil dabei zu viel Cannabis nötig sei. Wie verbreitet dessen Konsum mit der Wasserpfeife tatsächlich ist, wurde bislang nicht untersucht.
Keine harmlose Alternative zur Zigarette
"Shisha", "Bong" oder auch "Blubber" werden die Pfeifen genannt – klingt ein bisschen nach Fruchtkaugummis. So weit hergeholt ist das gar nicht: Der Wasserpfeifen-Tabak ist mit Sirups oder Aromastoffen von Früchten versetzt, die dem Rauch zum Beispiel den Geschmack von Apfel oder Mango verleihen.
Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass der Konsum von Wasserpfeifen eine harmlose Alternative zu Zigaretten sei. Dabei wird über die Wasserpfeife deutlich mehr Nikotin aufgenommen als über Zigaretten, teilweise auch mehr Teer und Kohlenmonoxid. Die Gefahr abhängig zu werden, ist somit größer. Daneben sind weitere krebserregende Stoffe wie Arsen, Nickel und Chrom im Wasserpfeifenrauch höher konzentriert.
Wer viele Jahre lang Wasserpfeife raucht, kann damit seine Lungenfunktion verschlechtern und sein Risiko steigern, einen Tumor zu bekommen. Da die Pfeifen oft gemeinsam benutzt werden, besteht außerdem die Gefahr, sich zum Beispiel eine Pilzinfektion oder auch Tuberkulose einzufangen. Also überlegt euch den Besuch in einer Shisha-Bar gut. Erlaubt ist der Wasserpfeifenrauch hierzulande sowieso erst ab 18 Jahren.







