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Internationales Stipendium
So funktioniert das Programm

24.08.2016 |

Europäer, Asiate oder Araber – junge Leute aus vielen Ländern der Welt können im deutschen Parlament ein Praktikum machen. Das "Internationale Parlaments-Stipendium" macht's möglich – und das seit nunmehr 30 Jahren.

Junge Menschen halten Schilder in die Kamera.

Vielfalt in Schildern: Die Programm-Teilnehmer zeigen, wo sie herkommen. – © Anna Rakhmanko

Happy Birthday im Bundestag: Das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) ist inzwischen 30 Jahre alt. Im Rahmen des Stipendiums haben jedes Jahr bis zu 120 Stipendiaten aus aller Welt die Möglichkeit, die Arbeit des deutschen Parlaments fünf Monate lang vor Ort zu beobachten. Der Bundestag vergibt jährlich Plätze an junge Hochschulabsolventen aus 41 Nationen in Mittel-, Südost- und Osteuropa, im arabischen Raum sowie Frankreich, Israel und den USA. Das Stipendienprogramm dauert jedes Jahr von Anfang März bis Ende Juli und steht unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten. Der Bundestag arbeitet dabei mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin zusammen.

Zum 30. – Stipendiaten sagen Danke


© Polina Spartyanova

So geht Demokratie

Ein Ziel des IPS ist es, dass die Beziehungen Deutschlands zu den Teilnehmerländern gefestigt und gefördert werden. Der Bundestag will außerdem erreichen, dass demokratische Werte wie Toleranz sowie die parlamentarische Demokratie in andere Länder getragen werden. Im Großen und Ganzen soll das Verständnis für kulturelle Vielfalt und ein friedliches Zusammenleben in der Welt gefördert werden.

IPS-Teilnehmer lernen das deutsche parlamentarische System und die politischen Entscheidungsprozesse im Deutschen Bundestag kennen und befassen sich insbesondere mit freien demokratischen Wahlen. Dabei sind sie einem Abgeordneten zugeteilt, unterstützen dessen Arbeit und begleiten ihn außerdem auf Wahlkreisreisen.

Die Teilnehmer besuchen zudem politische Stiftungen in Deutschland, tauschen sich in vielen Programmpunkten untereinander aus oder unternehmen gemeinsam Reisen innerhalb Deutschlands, um gelebte Demokratie kennenzulernen.

Was sie erleben und was sie umtreibt, schildern die Stipendiaten in ihren sehr persönlichen Blogbeiträgen.

Die kleine Schwester des IPS

Seit 2012 gibt es außerdem das Arabische Stipendienprogramm, also das arabische IPS. Dieses dauert nur vier Wochen und findet jährlich im Herbst statt. Der Bundestag möchte damit die arabische Demokratiebewegung unterstützen.

Wer sich also in seinem arabischen Heimatland aktiv für demokratische Grundwerte engagiert und bereits ein Studium abgeschlossen hat, kann sich bewerben.

Akademiker mit politischem Interesse gesucht

Für einen der begehrten Plätze müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Für beide Programme sind das:

  • die Staatsbürgerschaft des teilnehmenden Landes
  • ein abgeschlossenes Universitätsstudium
  • sehr gute deutsche Sprachkenntnisse
  • jünger als 30 Jahre zum Beginn des Stipendiums (beziehungsweise 35 bei Beginn des arabischen Stipendiums)
  • Interesse an politischen Zusammenhängen sowie gesellschaftliches und politisches Engagement

Mehr Informationen zur Bewerbung und zu aktuellen Ausschreibungsfristen gibt es auf den Seiten des Bundestages für das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) und das arabische IPS.

(sh/ah)

(erstmals veröffentlicht: 23.07.2014)

Beteiligte des Programms im Interview


© DBT

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