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Europa
Wie es euch gefällt

Man sieht eine Gruppe von Jugendlichen.

Zur Präsentation waren die Beiträge der Teilnehmer im Bundestag ausgestellt. – © Polina Spartyanova

Über 80.000 Schüler nehmen jedes Jahr am Europäischen Wettbewerb teil und reichen Bilder, Texte und multimediale Arbeiten ein. 29 Gewinner aus den insgesamt 8.073 Beiträgen in der Gruppe der älteren Teilnehmer wurden nun nach Berlin eingeladen. Im Bundestag stellten sie am 20. September ihre Arbeiten zu den Themen "Frauen tragen die Hälfte des Himmels", "Wir sind Europa" und "Gewalt im Alltag" vor. Uns haben sie verraten, was sie zu ihren Werken inspiriert hat und was für sie das Thema des Wettbewerbs "Gemeinsam in Frieden leben" bedeutet …

Man sieht zwei Mädchen.

Mehriban, Anne Sophie, Veronika (alle 17) – © Polina Spartyanova

Mehriban, Anne Sophie und Veronika, alle 17 Jahre alt, aus Thüringen:

Die drei Schülerinnen haben ein Video zum Thema "Gewalt im Alltag" eingereicht, das sie im Kunstunterricht produziert haben. "Da wir aus unterschiedlichen Kulturen kommen, haben unsere Frauenbilder den Inhalt stark beeinflusst", sagt Mehriban. "Wir wollen auf die Unterdrückung von Frauen aufmerksam machen und die Selbstbestimmung von Frauen stärken." Europa ist für die Teilnehmerinnen eine Kombination aus Einheit, Sicherheit und Zusammenhalt, die so viel Frieden sichert wie nirgendwo sonst. Aber es gibt gerade viel Unstimmigkeiten und eine starke Parteienbildung – es wirkt schon wie eine neue Art von kaltem Krieg", sagt Veronika.

Das Video könnt ihr euch online anschauen.

Ein Junge schaut in die Kamera.

Johannes, 18, Straubing – © Polina Spartyanova

Johannes, 18 Jahre alt, aus Straubing:

Der Schüler hat die Europa Hymne, Beethovens Ode an die Freude, analysiert. "Beethoven hat seinen Text geschrieben, als es Europa noch gar nicht gab. Aber mit seiner Idee und seinem Text, dass alle Menschen Brüder werden, war er ein echter Vordenker. Ich habe meine Arbeit im Zuge der Flüchtlingskrise im August und September 2015 verfasst. Wir sollten keine Angst haben vor den Menschen, die hierher kommen, weil sie nach Frieden suchen – Europa ist schließlich eine Friedens- und eine Solidaritätsgemeinschaft."

Ein Mädchen schaut in die Kamera.

Celine, 16, aus Erfurt – © Polina Spartyanova

Celine, 16 Jahre alt, aus Erfurt:

"Ich mache schon seit vielen Jahren beim Wettbewerb mit und habe jedes Jahr den Ansporn, mein Thema noch besser umzusetzen. In meinem Beitrag zum Thema 'Gewalt im Alltag' habe ich mich mit Cybermobbing auseinandergesetzt. In Zeiten des Internets kann jeder jeden mit nur einem Mausklick verletzen. Frieden bedeutet für mich nicht nur keinen Krieg – sondern auch Gleichheit. Zwischen Männern und Frauen, aber auch im Internet zwischen allen Teilnehmern."

Ein Junge schaut in die Kamera.

Tung, 20, aus Wildhagen – © Polina Spartyanova

Tung, 20 Jahre alt, aus Windhagen:

"Warum ich eine Rede geschrieben habe? Es ist ein appellierender Text, nicht nur für mich, sondern für einen Adressaten – an die Europäer. Gerade herrschen unruhige Zeiten und es gibt viele Herausforderungen für die Politik. Ich rufe die Bürger auf, das Heft in die Hand zu nehmen. Für mich ist Frieden essentiell als Teil der europäischen Identität, aber auch außerhalb."

Ein Mädchen schaut in die Kamera.

Laura, 19, Gröbenzell – © Polina Spartyanova

Laura, 19 Jahre alt, aus Gröbenzell:

"Als Künstlerin ist es spannend und eine große Herausforderung ein Thema zu Europa darzustellen. Zu meinem Bild hat mich die Flüchtlingskrise und das Verhalten der Menschen inspiriert. Europa ist eine Gemeinschaft unterschiedlicher Staaten und Kulturen, die in Frieden leben sollten."

Ein Junge schaut in die Kamera.

Lukas, 21, aus Karlsruhe – © Polina Spartyanova

Lukas, 21 Jahre alt, aus Karlsruhe:

"Ich habe zum Thema 'Wir sind Europa!' ein Bild eingereicht, das wie ein ironisches Propagandaplakat wirken soll. Es zeigt einen Wunsch nach Sicherheit, der aber zu hundert Prozent nicht mehr erfüllt werden kann – trotz Technik und Überwachung. Das Bild ist nach den Anschlägen in Paris entstanden und nimmt darauf auch Bezug. Frieden leben bedeutet für mich keine Gewalt und keinen Rassismus mehr in der Welt, in einer Gemeinschaft der Staaten, in der man sich vertrauen kann."

Kommentare

 

Daniela schrieb am 27.09.2016 09:01

Gänsehaut pur:(

 

 

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