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Europawettbewerb
Videos, Comics, Raps

Zwei junge Menschen unterhalten sich.

Treffen sich zwei Europäer... Im Bundestag konnten die Gewinner der Europäischen Wettbewerbs ihre Beiträge präsentieren und sich gegenseitig kennenlernen. – © Taiane Linhares

Rund 80.000 Schüler haben am Europäischen Wettbewerb teilgenommen und einen Beitrag eingereicht. 31 von ihn waren jetzt zu Besuch im Bundestag. Dort haben sie ihre Beiträge aus den Kategorien "Festung Europa", "Europa in der Welt", "Unternehmen in Europa" sowie "70 Jahre Frieden – Nie wieder Krieg?" vorgestellt und uns verraten, wie sie selbst Europa sehen und erleben...

Enes und Jamshed geben sich die Hand

– © Taiane Linhares

Enes, 18 Jahre alt, und Jamshed, 22 Jahre alt, beide aus Dortmund

Die beiden Freunde Jamsehd und Enes haben zusammen einen Rap-Song zum Thema Festung Europa eingereicht. Enes: "Im Song wird die Flucht von Jamsehd thematisiert, der ursprünglich aus Afghanistan stammt. Beim Blick auf die aktuellen Flüchtlingsströme empfinde ich die Haltung Europas als Gratwanderung. Denn man muss jedem eine Chance geben, gleichzeitig kann man aber auch nicht alle aufnehmen. Europa ist für mich Sicherheit. Verglichen mit meinem Heimatland Mazedonien haben wir hier eine wirtschaftliche Absicherung, die Familie ist sicher und jeder hat das Recht auf Bildung."

Florens lächelt in die Kamera und zeigt seine Arbeit

– © Taiane Linhares

Florens, 19 Jahre alt, aus Kiel

"Zum Thema "Unternehmen in Europa" habe ich eine Produkt-Entwicklung eingereicht, bei der es darum geht, wie man Reste der Baumwollpflanze besser nutzen kann. Europa ist für mich ein Zusammenschluss auf wirtschaftlicher und politischer Ebene, der die Länder zusammenhält. Es steht als Symbol für Gemeinschaft. Europa ist auch eine Art Familie, die alles zusammen löst und gemeinsam stärker ist. Europa ist relativ fern. Man hat zu Deutschland einfach den näheren Draht. Bei der EU hat man nicht so den Überblick, weil auch verschiedene Kulturen und politische Unterschiede zusammen kommen. Man kennt eher nur die deutsche Seite."

Julia lächelt in die Kamera und zeigt ein Bild

– © Taiane Linhares

Julia, 21 Jahre alt, aus Weiden

"Als Wettbewerbsbeitrag zum Thema "Festung Europa" habe ich ein Buch gemacht. Darin sind Aquarelle mit Gesichtern von Asylbewerbern, die in meiner Stadt wohnen. Für mich bedeutet Europa Gemeinschaft und Zusammenhalt. Selbst sehe ich mich als Europäerin. Mein Vater ist Bulgare, meine Mutter halb Russin und halb Finnin. Ich selbst wurde in Deutschland geboren, wuchs aber in Sofia auf und kam mit 12 zurück nach Deutschland. Ich stelle mir Europa gerne bunt vor, mit verschiedenen Gesichtern und als interessante Mischung."

Bianca lächelt in die Kamera

– © Taiane Linhares

Bianca, 20 Jahre alt, aus Weiden

"Ich wollte mit meinem Bild symbolisch zeigen, wie die Lasten verteilt sind, dass die Last der Europäer, beziehungsweise der Deutschen, auf den Schultern der Armen liegen. Dass wir unseren Reichtum von den Armen wegnehmen und das auch mit einer gewissen Arroganz. Ob ich mich als Europäerin fühle? Ich bin in Deutschland geboren, aber von aufgemalten Grenzen halte ich nichts. Ich sage lieber: Ich bin ein Mensch".

Jonas lächelt in die Kamera

– © Taiane Linhares

Jonas, 19 Jahre alt, aus Rostock

"Für mich ist Europa primär der Kontinent, auf dem wir leben. Gleichzeitig steht es aber auch für einen gewissen Gesellschaftsstandard, den es weitergeben will. Mein Beitrag zum Thema "Europa in der Welt" ist eine Collage, die ein Brecht Zitat ziert. Europa ist zwar eine Festung, ich würde aber unterscheiden von Land zu Land. Ich habe das Gefühl, dass Deutschland sich sehr engagiert. Und man versucht, das bestmögliche zu tun. Wichtig ist, dass es erst gar nicht dazu kommt, dass eine Festung entsteht und Leute gezwungen werden ihr Land zu verlassen."

Dolores lächelt

– © Taiane Linhares

Dolores, 18 Jahre alt, aus Eschenbach

"In meinem Wettbewerbsbeitrag habe ich verschiedene Kriegsszenarien aus der Geschichte aufgeführt. Ich wollte deutlich machen, dass es den Frieden so direkt nie gab. Europa ist relativ friedlich, es gibt zwar keinen Krieg, aber gerade die aktuelle Flüchtlingssituation ist auch kein Frieden. Europa ist für mich ein Zusammenschluss von Ländern und wir sollten Rücksicht aufeinander nehmen und Krisen zusammen meistern. Zurzeit zweifle ich etwas an Europa, weil dieser Zusammenhalt nicht so da ist, wie ich ihn mir vorstelle."

Eine junge Frau steht vor einem Bild und lacht.

– © Taiane Linhares

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