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Ab in die Weihnachtspause!

Als Protestantin sind Kerstin Griese (SPD) der Gottesdienst und das Krippenspiel an Heilig Abend wichtig.

Als Protestantin sind Kerstin Griese (SPD) der Gottesdienst und das Krippenspiel an Heilig Abend wichtig.


Kerstin Griese, SPD:

Welcher Religion gehören Sie an?

Ich bin als Kind evangelisch getauft worden und gehöre gerne der evangelischen Kirche an. Ich gehe regelmäßig in den Gottesdienst und fahre zu Kirchentagen. Als Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland engagiere ich mich im Kirchenparlament und im Ehrenamt, zum Beispiel im Stiftungsrat der Kindernothilfe. Morgens lese ich die tägliche Losung auf meinem Handy, das ist ein guter Start in den Tag.

Wie feiern Sie Weihnachten?

Am Heiligen Abend ist es mir wichtig, in den Gottesdienst zu gehen und die Weihnachtsgeschichte zu hören, am besten mit einer klugen Predigt, schöner Liturgie und Musik. Früher habe ich Kindergottesdienste mitgestaltet, da haben wir das Krippenspiel für Weihnachten vorbereitet. Das Zusammentreffen mit meiner Familie und meinen Patenkindern gehört für mich zum Weihnachtsfest.

Welche Bedeutung hat Weihnachten für Sie?

Die Advents- und Weihnachtszeit ist für mich eine besondere Zeit, nicht nur weil ich am Nikolaustag geboren wurde. Das Fest der Geburt Jesu ist für mich der Beginn einer außergewöhnlichen Geschichte. Mit seiner Gewaltfreiheit und seinem radikalen Einsatz für die Menschen ist Jesus aus Nazareth für mich als evangelische Christin wichtig.

Welche Bedeutung hat Religion für Sie?

Meine Religion bildet mein Wertefundament. Dafür hat mich mein Vater, ein engagierter evangelischer Pfarrer, interessiert. Mich hat das Engagement in der evangelischen Jugendarbeit geprägt und die Begegnungen in Polen und in der DDR haben mich für Politik und Geschichte sensibilisiert. Der Glauben hat für mich eine politische Dimension. Mich für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen, das hat für mich mit Weihnachten und der Geburt Jesu zu tun. Der Einsatz für die Schwachen, für die Menschen, die Unterstützung brauchen, das ist für mich christliches Handeln.



Als Protestantin sind Kerstin Griese (SPD) der Gottesdienst und das Krippenspiel an Heilig Abend wichtig.
Ist nicht religiös, feiert aber trotzdem Weihnachten: Wolfgang Gehrcke (Die Linke).
Religion ist für den Muslim Omid Nouripour (Grüne) Privatsache.
Weihnachten ist für die Katholikin Anja Karliczek (CDU/CSU) ein willkommener Anlass, sich auf wichtige Werte zu besinnen.
Ein Element zurück

Kerstin Griese, SPD:

Welcher Religion gehören Sie an?

Ich bin als Kind evangelisch getauft worden und gehöre gerne der evangelischen Kirche an. Ich gehe regelmäßig in den Gottesdienst und fahre zu Kirchentagen. Als Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland engagiere ich mich im Kirchenparlament und im Ehrenamt, zum Beispiel im Stiftungsrat der Kindernothilfe. Morgens lese ich die tägliche Losung auf meinem Handy, das ist ein guter Start in den Tag.

Wie feiern Sie Weihnachten?

Am Heiligen Abend ist es mir wichtig, in den Gottesdienst zu gehen und die Weihnachtsgeschichte zu hören, am besten mit einer klugen Predigt, schöner Liturgie und Musik. Früher habe ich Kindergottesdienste mitgestaltet, da haben wir das Krippenspiel für Weihnachten vorbereitet. Das Zusammentreffen mit meiner Familie und meinen Patenkindern gehört für mich zum Weihnachtsfest.

Welche Bedeutung hat Weihnachten für Sie?

Die Advents- und Weihnachtszeit ist für mich eine besondere Zeit, nicht nur weil ich am Nikolaustag geboren wurde. Das Fest der Geburt Jesu ist für mich der Beginn einer außergewöhnlichen Geschichte. Mit seiner Gewaltfreiheit und seinem radikalen Einsatz für die Menschen ist Jesus aus Nazareth für mich als evangelische Christin wichtig.

Welche Bedeutung hat Religion für Sie?

Meine Religion bildet mein Wertefundament. Dafür hat mich mein Vater, ein engagierter evangelischer Pfarrer, interessiert. Mich hat das Engagement in der evangelischen Jugendarbeit geprägt und die Begegnungen in Polen und in der DDR haben mich für Politik und Geschichte sensibilisiert. Der Glauben hat für mich eine politische Dimension. Mich für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen, das hat für mich mit Weihnachten und der Geburt Jesu zu tun. Der Einsatz für die Schwachen, für die Menschen, die Unterstützung brauchen, das ist für mich christliches Handeln.

Wolfgang Gehrcke, Die Linke:

Welcher Religion gehören Sie an?

Im Refrain eines Liedes, das Linke gerne singen, heißt es: Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun ... Ich gehöre keiner Religion an, weil ich an kein höheres Wesen glaube.

Wie feiern Sie Weihnachten?

Ohne Tannenbaum kein Weihnachten: Der gehört auch für einen Atheisten dazu. Ich habe eine tolle Sammlung von sehr alten bemalten Weihnachtskugeln. Tannenbaum + Weihnachtsbraten + Rotwein – das ist doch eine schöne Feier.

Welche Bedeutung hat Weihnachten für Sie?

Die gleiche wie Ostern. Nur, dass ich Ostern immer auf den Ostermärschen der Friedensbewegung zu finden bin.

Welche Bedeutung hat Religion für Sie?

Viele in meiner Umgebung sind gläubig. Ich gehe tolerant mit ihrem Glauben und ihren Überzeugungen um, und sie sind tolerant mit meinem Nicht-Glauben. Mich beeindruckt immer wieder die Weihnachtsbotschaft: Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Nur: Es herrscht kein Friede auf Erden und die Welt ist nicht so eingerichtet, dass sie für die Menschen wohlgefällig ist.

Omid Nouripour, Bündnis 90/Die Grünen

Welcher Religion gehören Sie an?

Ich wurde im Iran geboren und bin mit 13 Jahren nach Deutschland gekommen. Wie viele Menschen im Iran bin ich Moslem, also quasi qua Geburt. Wann und wie ich meine Religion praktiziere, ist für mich eine Privatsache. Das kläre ich mit meinem eigenen Gott.

Wie feiern Sie Weihnachten?

Weihnachten habe ich schon mit meinen Eltern im Iran gefeiert, Jesus Christus ist ja auch ein Prophet der Muslime. Das haben wir in Deutschland natürlich fortgesetzt, denn im Weihnachten feiern ist Deutschland tatsächlich sehr gut. Und auch dieses Jahr werde ich Weihnachten ganz klassisch feiern, mit Baum und Kugeln und allem Drum und Dran. Mittlerweile habe ich auch eine wirklich interkonfessionelle Familie. Wenn es gut geht, haben wir dann sogar ein bisschen Schnee auf der Fensterbank.

Welche Bedeutung hat Weihnachten für Sie?

Weihnachten ist für mich das Fest der Besinnung, an dem man sich Zeit nimmt, für die Familie und all die schönen Dinge, die im Rest des Jahres zu kurz kommen. Es ist auch eine Zeit der Dankbarkeit dafür, dass ich in Frieden und Sicherheit mit meiner Familie und meinen Freunden feiern kann. Genau deshalb denke ich in dieser Zeit auch an die vielen Menschen, die unsere Hilfe brauchen, aber eben nicht in einer warmen Wohnung sitzen, mit ihrer Familien, mit Weihnachtsbaum, Festessen und vielen Geschenken.

Welche Bedeutung hat Religion für Sie?

Religion gibt mir Halt, sie zeigt mir, wie wichtig Vertrauen ist.

Anja Karliczek, CDU/CSU:

Welcher Religion gehören Sie an?

Ich bin römisch-katholisch und lebe meinen Glauben gern. Aus meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Kirche St. Peter und Paul in meiner Heimatgemeinde Tecklenburg-Brochterbeck habe ich in der Vergangenheit viel Energie gewonnen. Es hat mir Freude gemacht, zum Beispiel als Kommunion- und Firm-Katechetin meinen Glauben an junge Menschen weiterzugeben.

Wie feiern Sie Weihnachten?

Ich verbringe das Weihnachtsfest wie in jedem Jahr im Kreise meiner Familie. Mit meinem Ehemann und unseren drei Kindern werde ich am Heiligen Abend den Gottesdienst besuchen. Danach werden wir mit meinen Eltern, meinen Brüdern und deren Familien gemeinsam den Heiligen Abend feiern. An den weiteren Weihnachtsfeiertagen bleibt dafür leider keine Zeit, da in unserem familiengeführten Hotel und Restaurant in unserer Heimatgemeinde Hochbetrieb herrscht.

Welche Bedeutung haben Weihnachten und Religion für Sie?

Weihnachten ist als Geburtsstunde Jesus von Nazareth für uns Christen von besonderer Bedeutung: Gott hat uns seinen Sohn geschickt. Er ist für uns zum Menschen geworden und ist über Jesus Christus mit uns in Kontakt getreten. Es ist daher ein willkommener Anlass, sich im Kreise der Familie auf die wichtigen Werte zurückzubesinnen.

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