© Christian Ditsch
Mona Bünnemann darf als eine der jüngsten Delegierten am 30. Juni 2010 den zukünftigen Bundespräsidenten oder die zukünftige Bundespräsidentin wählen. Die 19-jährige Dortmunderin studiert Psychologie und engagiert sich bei der Partei Die Linke in Nordrhein-Westfalen für Schul- und Jugendpolitik. mitmischen.de stellt sie vor.
Wie bist du zur Politik gekommen?
Gesellschaftlich bin ich schon seit etwa fünf Jahren aktiv, zur Parteipolitik kam ich durch den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und die Einführung der Kopfnoten in NRW. Auch wenn die beiden Punkte ziemlich unabhängig von einander erscheinen, so politisierten sie mich beide auf ihre Weise.
Seit wann engagierst du dich politisch, was sind deine Schwerpunkte und Ziele?
Seit 2007. Meine Schwerpunkte sind eindeutig die Jugend- und Schulpolitik. Mein Ziel in der Schulpolitik ist, ein gerechtes Bildungssystem zu schaffen, in dem jeder und jede die gleichen Chancen hat. Im jugendpolitischen Bereich setze ich mich für mehr Freiräume für junge Menschen und für mehr Mobilität ein.
Was machst du neben deinem politischen Engagement?
Ich studiere Psychologie im zweiten Semester.
Wie kam es zu deiner Teilnahme an der Bundesversammlung? Wie hast du von deiner Wahl erfahren?
Der Landesvorstand hat mich für die Teilnahme gewählt. Ich war dabei.
Wie wird die Bundesversammlung für dich ablaufen? Im Vorfeld der Wahl gibt es noch eine Fraktionssitzung. Was passiert dabei genau?
Ich werde Dienstagabend anreisen, da ich noch eine Klausur an der Uni schreiben muss. Mittwochmorgen gibt es dann eine Fraktionssitzung, bei der noch einmal alle Delegierten meiner Partei zusammenkommen.
Was ist es für ein Gefühl, eine solche Verantwortung zu übernehmen, indem Sie als Volksvertreterin den Bundespräsidenten wählen?
Ich finde das Wort Volksvertreterin im Zusammenhang mit der Bundesversammlung wenig geeignet. Der Altersdurchschnitt ist zum Beispiel so gar nicht repräsentativ. Für mich ist es daher ein gutes Gefühl, eine junge Stimme in die Bundesversammlung zu tragen, damit auch junge Menschen dort vertreten sind.
Was planst du für die Zukunft? Wirst du dich weiterhin politisch engagieren?
Natürlich möchte ich mich weiterhin politisch engagieren. Mein Herz hängt an den Menschen, den Kindern, den Benachteiligten in unserer Gesellschaft. Für die Zukunft plane ich den Abschluss meines Studiums und dann die Suche nach einem Masterplatz, denn der steht ja leider nicht jedem Absolventen zur Verfügung.