Engagement
Kinderkommission
© DBT/Studio KohlmeierMitglieder und Stellvertreter der Kinderkommission aus der 17. Wahlperiode
Kinder sind in unserer Gesellschaft besonders schwache und schutzwürdige Mitglieder. Ihre Interessen müssen deshalb in besonderem Maße berücksichtigt werden. Um dafür zu sorgen, wurde im Deutschen Bundestag die Kinderkommission, kurz KiKo, ins Leben gerufen. Die KiKo ist ein Unterausschuss des Familienausschusses. Sie will kinderpolitische Signale setzen und nach Möglichkeit mit Verbänden und Organisationen zusammenarbeiten, die sich für die Interessen von Kindern einsetzen.
Die Stimme der Kinder
Eingesetzt wurde die KiKo erstmalig im Frühjahr 1988 als ein parlamentarisches Gremium, das sich um die Belange von Kindern und Jugendlichen kümmert. Zuvor hatte jede Fraktion eine oder einen Kinderbeauftragte/n gestellt - jetzt sind sie in der Kinderkommission gemeinsam tätig. Für die KiKo ist die Kinderpolitik eine Querschnittsaufgabe, die sich durch alle Bereiche der Politik zieht. Das Ziel der KiKo ist es, Kinderpolitik stärker ins politische und gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken. Neben jeder politischen Entscheidung sollte die Frage stehen, ob die Folgen dieser Politik gut für Kinder sind.
Wichtige Schwerpunkte
Der KiKo gehören in der 17. Wahlperiode fünf Abgeordnete an: Eckhard Pols (CDU/CSU), Marlene Rupprecht (SPD), Nicole Bracht-Bendt (FDP), Diana Golze (Die Linke.) und Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen). Der Vorsitz wechselt alle neun Monate. Konkret hat jede und jeder der fünf Abgeordneten in der KiKo mehrere Bereiche gewählt, in denen sie vornehmlich tätig ist. Zu diesen Bereichen zählen zum Beispiel die Schwerpunkte Kinder und Sport, Kinder und Gesundheit, Kinder und Kultur, Kinderarmut oder Kinder und Ernährung, aber auch Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, Vernachlässigung von Kindern und soziale Ausgrenzung sowie Kinderarmut.
Gemeinsam für Kinder und Jugendliche
Um die Interessen der Kinder wahrzunehmen, kann die KiKo verschiedene Instrumente einsetzen: Zum Beispiel lädt sie Experten ein, um Lösungsansätze zu problematischen Themen zu finden. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit will die KiKo allgemein und dauerhaft auf Themen aufmerksam machen, die für Kinder und Jugendliche von Interesse sind. Die KiKo fordert zudem eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft. Im Gegensatz zu den Bundestagsausschüssen handelt die KiKo aber immer einstimmig. Gibt es keine Einigung, kann jedes Mitglied für sich versuchen, ein Anliegen voranzubringen.