Engagement
Kinderkommission
Kinder sind in unserer Gesellschaft besonders schwache und schutzwürdige Mitglieder. Ihre Interessen müssen deshalb in besonderem Maße berücksichtigt werden. Um dafür zu sorgen, wurde im Deutschen Bundestag die Kinderkommission, kurz KiKo, ins Leben gerufen. Die KiKo ist ein Unterausschuss des Familienausschusses. Sie will kinderpolitische Signale setzen und nach Möglichkeit mit Verbänden und Organisationen zusammenarbeiten, die sich für die Interessen von Kindern einsetzen…
© DBT/ A. JacobDie Mitglieder der KiKo in der 16. Wahlperiode - von links: Golze, Deligöz, Noll, Rupprecht, Gruß
Die Stimme der Kinder
Eingesetzt wurde die KiKo erstmalig im Frühjahr 1988 als ein parlamentarisches Gremium, das sich um die Belange von Kindern und Jugendlichen kümmert. Zuvor hatte jede Fraktion eine oder einen Kinderbeauftragte/n gestellt - jetzt sind sie in der Kinderkommission gemeinsam tätig. Für die KiKo ist die Kinderpolitik eine Querschnittsaufgabe, die sich durch alle Bereiche der Politik zieht. Das Ziel der KiKo ist es, Kinderpolitik stärker ins politische und gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken. Neben jeder politischen Entscheidung sollte die Frage stehen, ob die Folgen dieser Politik gut für Kinder sind.
Wichtige Schwerpunkte
Der KiKo gehörten in der 16. Wahlperiode fünf Abgeordnete an: Michaela Noll (CDU/CSU), Marlene Rupprecht (SPD), Miriam Gruß (FDP), Diana Golze (Die Linke.) und Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen). Der Vorsitz wechselt alle neun Monate. Konkret hat jede der fünf Abgeordneten in der KiKo mehrere Bereiche gewählt, in denen sie vornehmlich tätig ist. Zu diesen Bereichen zählen zum Beispiel die Schwerpunkte Kinder und Sport, Kinder und Gesundheit, Kinder und Kultur, Kinderarmut oder Kinder und Ernährung, aber auch Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, Vernachlässigung von Kindern und soziale Ausgrenzung sowie Kinderarmut.
Gemeinsam für Kinder und Jugendliche
Um die Interessen der Kinder wahrzunehmen, kann die KiKo verschiedene Instrumente einsetzen: Zum Beispiel lädt sie Experten ein, um Lösungsansätze zu problematischen Themen zu finden. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit will die KiKo allgemein und dauerhaft auf Themen aufmerksam machen, die für Kinder und Jugendliche von Interesse sind. Die KiKo fordert zudem eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft. Im Gegensatz zu den Bundestagsausschüssen handelt die KiKo aber immer einstimmig. Gibt es keine Einigung, kann jedes Mitglied für sich versuchen, ein Anliegen voranzubringen.
Das Arbeitsprogramm für die 16. Wahlperiode
Für die laufende Wahlperiode haben sich die Mitglieder der Kinderkommission die folgenden Arbeitsschwerpunkte gesetzt:
Michaela Noll (CDU/CSU):
Kinder und Sport
Kinder und Medien
Kinder und Gewalt
Marlene Rupprecht (SPD)
Kinder und Gesundheit
Kinder und Behinderung
Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention
Miriam Gruß (FDP):
Kinder und Mobilität
Kinder und Kultur
Kinder und Alltag
Diana Golze (Die Linke.):
Kinderarmut
Selbst- und Mitbestimmungsrechte von Kindern
Kinder- und Jugendhilfe/Kinder- und Jugendsozialarbeit
Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen):
Vernachlässigung von Kindern und soziale Ausgrenzung
Elementarbildung – frühkindliche Förderung
Kinder und Ernährung / Verbraucherschutz