60 Jahre Grundgesetz

Konstituierende Sitzung des Parlamentarischen Rates am 1. September 1948.

1. September 1948

UnterzeichnungAdenauer_107x

23. Mai 1949

Ein Reisender gibt am 14. August 1949 in einem Wahllokal im Frankfurter Hauptbahnhof seine Stimme ab.

14. August 1949

Theodor Heuss (FDP) wird am 12. September 1949 durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Erich Köhler, zum ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland vereidigt.

12. September 1949

Die Mitglieder des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts erheben sich zu einer Urteilsverkündung von ihren Plätzen.

28. September 1951

Fotografen dokumentieren den historischen Moment, als der britische Außenminister Anthony Eden am 23.Oktober1954 im Palais de Chaillot die Vereinbarung zum Beitritt der Bundesrepublik Deutschland in die Nato unterzeichnet.

5. Mai 1955

Bundesverteidigungsminister Theodor Blank bei seiner Ansprache an die ersten freiwilligen Soldaten am 12. November 1955 in Bonn.

6. März 1956

12. September 1949:
Erste Bundespräsidentenwahl

Aufgrund der in der Weimarer Republik gemachten Erfahrungen haben sich die Väter und Mütter des Grundgesetzes bewusst gegen ein starkes Präsidentenamt entschieden. Das protokollarisch höchste Amt des deutschen Staates soll politisch neutral sein. So lautet Artikel 55 Absatz 1 des Grundgesetzes: "Der Bundespräsident darf weder der Regierung noch einer gesetzgebenden Körperschaft des Bundes oder eines Landes angehören." Eine Parteimitgliedschaft ruht während der Amtszeit. Gewählt wird der Bundespräsident für die Dauer von fünf Jahre von der Bundesversammlung. Diese besteht aus den Bundestagsabgeordneten und einer gleichen Anzahl von Wahlmännern und -frauen, die von den Landesparlamenten im Vorfeld gewählt werden. Wie viele Vertreter ein Bundesland in die Versammlung schickt, hängt von seiner Bevölkerungszahl ab.

In der ersten Bundesversammlung am 12. September 1949 kommen im Bundeshaus in Bonn die 402 Abgeordneten des Bundestages und 402 Vertreter der Bundesländer zusammen. Sieben Kandidaten treten bei der Wahl zum Bundespräsidenten an. Während die SPD ihren Parteivorsitzenden Kurt Schumacher in die Wahl schickt, sprechen sich CDU und CSU für den FDP-Politiker Theodor Heuss aus. Mit 416 Stimmen gewinnt Heuss im zweiten Wahlgang. Das ehemalige Mitglied des Parlamentarischen Rates wird der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.