Auslandsjahr

Jetzt bewerben: Mit dem Bundestag ein Jahr in die USA

04.05.2021 – Ab sofort könnt ihr euch für den deutsch-amerikanischen Jugendaustausch des Deutschen Bundestages und des Kongresses der USA bewerben. Die Bewerbungsfrist für das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) endet am 10. September.
Junge Frau mit USA-Fahne
Erste Besorgung vor dem Stipendium in den USA: eine USA-Fahne. © shutterstock.com/Romanets

Gibt es so etwas wie „typisch amerikanisch“? Ist das Highschool-Leben tatsächlich so wie in US-Serien dargestellt? Wie läuft es in der Politik in den Staaten im Vergleich zu Deutschland? Antworten auf diese Fragen findest du mit etwas Glück und Bewerbungsgeschick höchstpersönlich vor Ort: in den USA.

Jugendliche können sich wieder um die Teilnahme am deutsch-amerikanischen Jugendaustausch bewerben – und zwar beim Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP). Träger des Programms sind der Deutsche Bundestag und der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika.

Was steckt im Stipendium?

Ein Jahr lang leben die Stipendiaten in den USA bei einer Gastfamilie und besuchen eine Highschool oder ein Community College und können ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb machen. Die Teilnehmer bekommen als Paten oder Patin einen Parlamentarier oder eine Parlamentarierin zur Seite gestellt. So erhalten sie nicht nur Einblicke in die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern vor allem auch in die Politik und die unmittelbaren Abläufe dort.

Das PPP gibt es bereits seit 1983. Zeitgleich sind junge US-Amerikaner für ein Austauschjahr zu Gast in Deutschland.

DAS IST DAS PPP

Wer kann sich bewerben?

Die Bewerbungsphase für das 39. PPP des Schuljahres 2022/23 hat am 3. Mai begonnen und endet mit dem 10. September 2021. Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler und junge Berufstätige. Schüler müssen zum Zeitpunkt der Ausreise (Stichtag: 31. Juli 2022) mindestens 15 und dürfen höchstens 17 Jahre alt sein, junge Berufstätige maximal 24 Jahre.

Voraussetzung ist außerdem, dass Bewerberinnen und Bewerber ihren ersten Wohnsitz und Lebensmittelpunkt in Deutschland haben. Wer nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, sollte so sehr mit der deutschen Sprache und Kultur vertraut sein, dass er oder sie als Junior-Botschafter teilnehmen könnte.

Wie könnt ihr euch bewerben?

Ab sofort könnt ihr euch online oder per Post bewerben. Neben guten Noten und guten Englischkenntnissen kommt es vor allem auch auf das sogenannte Persönlichkeitsbild an: die soziale Kompetenz, das politische Allgemeinwissen und das Interesse am politischen und gesellschaftlichen Leben.

Für die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeitet der Bundestag mit bekannten Austauschorganisationen zusammen. Im ersten Bewerbungsschritt meldet ihr euch bei der Austauschorganisation, die für euren Wahlkreis zuständig ist. Wenn ihr hier überzeugt, werdet ihr zu einem Termin eingeladen. Dort gibt es Vorstellungsgespräche, eine Diskussionsrunde und einen Test der allgemeinen politischen Bildung. Die Austauschorganisation entscheidet, welche sehr guten Bewerberinnen und Bewerber weiterkommen.

Im zweiten Schritt des Verfahrens wählt der oder die für den Wahlkreis zuständige Bundestagsabgeordnete einen Kandidaten aus der Liste der Austauschorganisation aus. Er oder sie entscheidet, wen er am besten dafür geeignet hält, Deutschland in den USA als Junior-Botschafter oder Botschafterin zu vertreten. Diese Entscheidung fällt in der Regel in der Zeit von Januar bis Mitte Februar des Ausreisejahres.

Die Abgeordneten können die nominierten Kandidaten auch zu einem Gespräch einladen. In den 299 Bundestagswahlkreisen stehen 285 Stipendien für Schülerinnen und Schüler sowie 75 Stipendien für junge Berufstätige zur Verfügung. 

Habt ihr diese Hürde geschafft, steht eurem Abenteuerjahr in den USA nichts mehr im Wege. Die Stadt oder den Bundesstaat kann man sich dabei nicht aussuchen.

Das Auslandsjahr beginnt Ende August oder Anfang September im Jahr 2022. Übrigens: Sämtliche Reise- und Programmkosten sowie die notwendigen Versicherungen werden von den Veranstaltern übernommen.

SO FUNKTIONIERT DIE BEWERBUNG

Mehr Infos & Corona-Vorbehalt

Ob und wie das 39. PPP stattfindet, steht unter Vorbehalt aufgrund der Coronapandemie. Es wird nur dann stattfinden können, wenn sowohl deutsche als auch US-amerikanische Stipendiatinnen und Stipendiaten uneingeschränkt ein- und ausreisen können und das Programm „angemessen und verantwortungsvoll umgesetzt werden kann“, heißt es auf www.bundestag.de/ppp. Auf dieser Seite erfahrt ihr auch noch mehr zur Bewerbung.

Einblicke und Rückblicke

Um einen konkreten Eindruck vom Stipendium, dem US-amerikanischen Alltag und dem politischen Begleitprogramm zu bekommen, könnt ihr euch hier bei mitmischen.de durch die Blogs einiger Stipendiaten des Jahrgangs 2019/20 klicken:

(DBT/loh)

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