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Junge Alternative
"Jugendliche Wildheit"

24.08.2018 |

Warum sollten junge Leute bei der Jugendorganisation einer Partei mit­mach­en? Fragen wie diese haben wir jungen Abgeordneten aller Fraktionen gestellt. Diesmal: Matthias Büttner (AfD).

Matthias Büttner schätzt die offene Debattenkultur in der Jungen Alternative.

Schätzt die offene Debattenkultur in der Jungen Alternative: Matthias Büttner (AfD). – © Matthias Büttner

Sie engagieren sich in der Jungen Alternative. Warum?

Kurz gesagt: Die Jugend und junge Erwachsene sind unsere Zukunft. Das kann man nicht oft genug hervorheben. Die Junge Alternative (JA) beinhaltet viele junge, gleichgesinnte Menschen, welche voller Elan und Tatendrang sind. Aus ihr heraus entspringen folglich regelmäßig tolle Ideen und es ist wichtig, genau solche Ideen und Eindrücke aufzunehmen und zu versuchen, diese in die Politik einfließen zu lassen.

Weiterhin ist es mir wichtig, junge Menschen zu ermutigen, sich für das politische Geschehen zu interessieren, statt wegzusehen, weil man vielleicht den Eindruck hat, man könne dort eh nichts bewirken und verändern. Sich in jungen Jahren bereits stark zu machen für Gerechtigkeit und Identität, das kann einen Charakter ja nur positiv prägen und im zukünftigen Leben vielmals nützlich sein. Genau das möchte ich vermitteln.

Hilft Ihre Erfahrung von dort bei Ihrer Arbeit im Bundestag?

Natürlich! Gerade der offene Gedankenaustausch innerhalb der JA und die klaren Worte, zum Glück auch mal fern jeglicher politischer Korrektheit, helfen mir dabei, mich nicht zu sehr von der (leider) viel zu etablierten Verschwommenheit und Theatralik im Bundestag vereinnahmen zu lassen. Seit vielen Jahren herrschen zunehmend Heuchelei und künstliche Skandalisierungen im politischen Alltag. Dabei hatten die deutschen Parlamente einst großartige Diskussionen, eine regelrechte Streit- und wirkliche Debattenkultur. Man konnte noch erkennen, wer Opposition war. Genau diese Art der Streitbarkeit ist den Altparteien, bis auf wenige Ausnahme-Sitzungen, vor lauter Bequemlichkeit und Eigennutz in den letzten 15 bis 20 Jahren abhanden gekommen.

Erst seit dem Einzug der AfD gibt es wieder eine erkennbare Opposition und offene Debatten. Diese sind wichtig für unser Land und unsere Zukunft und die JA kann so einigen Alteingesessenen noch zeigen, was Meinungsfreiheit, Pluralismus und der Kampf dafür bedeuten. Auch ich nehme etwas von dieser erfrischenden Art der Diskussion mit.

Wie unterscheidet sich die Junge Alternative von der Mutterpartei AfD?

Wie Sie wissen, lassen wir, von der Mutterpartei AfD, uns ja schon wirklich sehr selten den Mund verbieten. Die Junge Alternative hat da allerdings noch einmal wesentlich mehr Spielraum und erhält sich hoffentlich auch in Zukunft eine gewisse jugendliche Wildheit und Unbekümmertheit. Denn offene Worte beinhalten immer mehr Wahrheiten als ein zunehmend beschnittener, weil politisch korrekter, Wortschatz. Ansonsten teilen wir selbstverständlich die gleichen Ansichten und Wertvorstellungen.

Welche Rolle spielt die Junge Alternative aktuell für Sie? Oder Sie für die Junge Alternative?

Nun ja, ich bin 28 Jahre jung und somit glücklicherweise noch ganze sieben Jahre lang befähigt, Mitglied in der JA zu sein. Seit vergangenem November engagiere ich mich zusätzlich auch im Landesvorstand der JA Sachsen-Anhalt. Dank des Umstands, dass ich als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mitwirken darf, kann ich mich natürlich auch im besonderen Maße für unsere jungen Mitmenschen einsetzen. Somit profitiert die JA von mir persönlich, als einem ihrer Vertreter im Bundestag und den Ausschüssen, so wie ich von der JA als einem tollen Ideengeber und zukünftigem Gestalter profitiere.

Warum sollte ich bei der Jungen Alternative mitmachen?

Um einstige Wertevorstellungen und Tugenden, welche Deutschland in der Vergangenheit zu einem großartigen, fairen und sicheren Land machten, wiederzubeleben, nachdem diese so sträflich von den Altparteien vernachlässigt wurden. Um aktiv mitzuhelfen, ein freies Europa der Vaterländer wiederzubeleben und ein Deutschland zu schaffen, in dem auch die Deutschen wieder gut und gerne leben.

Und natürlich, um eine gesunde Alternative zu der Naivität der Jusos, zur Gewaltbereitschaft der Linksjugend und der verqueren Ideologie der Grünen Jugend zu haben. Wirklich niemand in Deutschland braucht Parteien und deren Nachwuchsorganisationen, die weder mit deutscher Geschichte noch mit deutscher Kultur etwas anfangen können. Und wer dieses, sein eigenes, Land nicht liebt, der wird auch nie jemanden integrieren können.

Über Matthias Büttner:

Matthias Büttner, 27, geboren in Stendal, absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum IT-Kaufmann. 2017 zog er mit der AfD in den Bundestag ein. Büttner ist Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sein Wahlkreis ist Altmark.

Kommentare

 

Hendrik Arnst schrieb am 02.09.2018 23:58

Auch für nur halbwegs intelligente Menschen war es ja wohl offensichtlich, wie die Afd den schrecklichen Tod eines jungen Chemnitzers für Iihre fremdenfeindliche Politik, zu instrumentalisieren versuchte. Nach Allem, was man über den Getöteten weiß, würde er sich die Anteilnahme dieser Partei wohl verbitten, Deshalb sollten sich junge Menschen besser nicht für diese Partei engagieren, die eben keine Alternative für unser Land bedeutet, sondern einen Albtraum!

 

 

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