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Junge Union
Partei und Party

10.08.2018 |

Warum sollten junge Leute bei der Jugendorganisation ihrer Partei mitmachen? Fragen wie diese haben wir jungen Abgeordneten aller Fraktionen gestellt. Diesmal: Ronja Kemmer (CDU) über die JU.

Themen der Jungen Union habem die CHance umgesetzt zu werden, das gefällt Ronja Kemmer besonders.

© Ronja Kemmer

Sie engagieren sich in der Jungen Union - warum?

Ich war schon immer politisch interessiert und mit meinem Schulabschluss und einem Freiwilligen Sozialen Jahr kam dann der Entschluss, nicht nur diskutieren, sondern mitgestalten zu wollen. Es war schnell klar, dass ich das in der Jungen Union (JU) machen möchte. Hier habe ich die größten inhaltlichen Übereinstimmungen gefunden.

Nur die Union setzt sich gleichzeitig für die individuelle Freiheit, eine christlich geprägte Gerechtigkeit und eine solidarische Selbstverantwortung ein. Für die Bildungspolitik heißt das Leistungs- und Chancengerechtigkeit sowie die individuelle Förderung statt Gleichmacherei. Dies hat mich bei meinem Eintritt in die JU überzeugt und tut es auch heute noch.

Zudem ist so eine Jugendorganisation auch nicht nur "Partei", sondern auch Freizeitvergnügen und Ehrenamt. Neben den inhaltlichen Dingen sind auch immer klassische Freizeitaktivitäten mit im Programm, oder man organisiert mal eine große Party für den ganzen Ort. Wenn man dann schon einmal selbst so viel Herzblut in eine Sache hineingesteckt hat, dann bleibt man auch gerne engagiert dabei.

Hilft Ihre Erfahrung von dort bei Ihrer Arbeit im Bundestag?

Der Kern von Politik ist es seine Meinung zu bilden, sie zu vertreten und zu versuchen, dabei Mitstreiter zu finden und zu überzeugen. Das passiert innerhalb der Jungen Union genauso wie in der Schülervertretung, dem Studentenparlament oder eben dem Bundestag. In der Unionsfamilie diskutieren wir die vielfältigen Themen allerdings auf einem gemeinsamen Wertefundament. Die Auseinandersetzung mit den Parteien am linken und rechten Rand erfordert dann noch etwas anderes. Allerdings kennt man das auch schon aus Wahlkämpfen und Podiumsdiskussionen.

Wie unterscheidet sich die Junge Union von der Mutterpartei CDU?

Innerhalb der CDU gibt es viele unterschiedliche Vereinigungen. Sie prägen in ihrer Bandbreite unsere CDU als Volkspartei. Der größte Unterschied ist damit gleichzeitig der Kern, den die Junge Union ausmacht: Denn in der Jungen Union kann man nur bis zum 35. Lebensjahr Mitglied sein. Das führt zwangsläufig dazu, dass andere Themen mehr im Fokus stehen und zudem die Sichtweise auf diese auch eine andere ist. Die Junge Union versteht sich als Lobby für junge Leute und so gibt sie Impulse in die CDU hinein.

Welche Rolle spielt die Junge Union aktuell für Sie? Oder Sie für die JU?

In der Jungen Union engagiere ich mich persönlich als Mitglied des Deutschlandrates. Sie ist damit neben anderen Vereinigungen der CDU ein wichtiger Teil meiner politischen Arbeit. Die jungen Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion tauschen sich darüber hinaus in der Jungen Gruppe aus. Hier bin ich auch im Vorstand. Ansonsten bringe ich mich natürlich inhaltlich in bestimmte Diskussionen ein und unterstütze die Gruppen der JU vor Ort.

Warum sollte ich bei der Jungen Union mitmachen?

Die Junge Union ist die größte politische Jugendorganisation. Hier hat man die Chance, dass über die Regierungsverantwortung der Union von der kommunalen Ebene an, politische Projekte auch tatsächlich umgesetzt werden können. Man lernt fürs Leben, übernimmt Verantwortung für sein Lebensumfeld und gestaltet die Freizeit mit sympathischen Menschen, die für ähnliche Themen brennen wie man selbst. Alles sehr gute Gründe hier mitzumachen.

Über Ronja Kemmer:

Ronja Kemmer, 29, geboren in der Nähe von Calw, hat nach dem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr Wirtschaftswissenschaften studiert. Seit 2014 ist sie Vorstandsmitglied der Jungen Union Baden-Württemberg und Mitglied des Bundestages. Aktuell ist sie Mitglied im Bildungsausschuss, im Ausschuss Digitale Agenda sowie stellvertretendes Mitglied im Wirtschaftsausschuss.

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