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22.06.2018 |

Fünf Flächen, Licht und Laser: Bis zum 3. Oktober läuft im Berliner Parlamentsviertel allabendlich ein Film-Ton-Licht-Spektakel über die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland – effektvoll, unterhaltsam und leicht verständlich.

Projektion

Film-Licht-Ton-Spektakel: Fünf Projektionsflächen werden bespielt: die größte ist 300 Quadratmeter groß, die kleinste 21 Quadratmeter. – © DBT/Larmann

"Dem deutschen Volke" ist das Reichstagsgebäude gewidmet. So steht es in Großbuchstaben über dessen Portal, seit beinahe hundert Jahren. "Dem deutschen Volke" heißt auch die effektvolle Multimedia-Show, die ab 25. Juni allabendlich über die Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses im Berliner Parlamentsviertel flimmert und deren Sound über die Spree schallt. Mit dem Zusatz: "Eine parlamentarische Spurensuche. Vom Reichstag zum Bundestag". Im Zentrum des Geschehens steht die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland und des Reichstagsgebäudes – einfach und unterhaltsam dargeboten.

Fünf Flächen, Licht und Laser

Das Film-Ton-Licht-Spektakel ist alles andere als eine klassische Filmprojektion. Die "Haupthandlung" läuft im Zentrum der Spielfläche am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, außerdem werden vier weitere Projektionsflächen bespielt. Die größte Fläche ist 300 Quadratmeter groß, die kleinste 21 Quadratmeter. Zusätzlich werfen Laserprojektoren verschiedene Motive auf diverse Gebäudeteile des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses und Scheinwerfer tauchen dessen Architektur in ein besonderes Licht.

In der Hauptrolle: Der Reichstag

Das Reichstagsgebäude ist dabei sozusagen der Hauptdarsteller. Der Film macht erlebbar, wie es gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Parlamentssitz erbaut, im Zweiten Weltkrieg zerstört, instandgesetzt, verhüllt und schließlich umgebaut wurde. Vom Friedrich-Ebert-Platz und vom Reichstagsufer aus könnt ihr so über die Spree hinweg wichtige Meilensteine und Ereignisse deutscher Parlamentsgeschichte kennenlernen.

Los geht's in der Kaiserzeit, es folgt die parlamentarische Entwicklung in der Zeit der Weimarer Republik und dann die finsterste Epoche Deutschlands nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. 1933 war erst einmal Schluss mit Parlament. Der Reichstagsbrand machte das Haus unbrauchbar, die Nazis hatten dafür sowieso keine Verwendung mehr, denn Mitbestimmung über eine Volksvertretung war in deren Weltbild nicht vorgesehen.

30 Minuten

Später zeichnet der Film den weiteren Verlauf der Geschichte nach – bis zur Teilung Deutschlands nach dem Krieg, deren Überwindung mehr als 40 Jahre später und der Vollendung der deutschen Einheit. Seit 1999 ist das Reichstagsgebäude nun wieder Sitz eines gesamtdeutschen Parlaments.

Eine Vorführung dauert rund 30 Minuten. An jedem Abend des Sommers und Frühherbstes bis zum 3. Oktober wird der Film zwei Mal hintereinander gezeigt. Platz nehmen könnt ihr auf den Freitreppen am südlichen Spreeufer beim Friedrich-Ebert-Platz. Der Besuch ist kostenlos!

Beginn der Vorführungen:

  • ab 25. Juni um 22.15 Uhr
  • ab 16. Juli um 22.00 Uhr
  • ab 30. Juli um 21.45 Uhr
  • ab 13. August um 21.15 Uhr
  • ab 3. September um 20.45 Uhr
  • ab 17.September um 20.15 Uhr


(DBT/ah)

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Kommentare

 

Elias. Bredow schrieb am 23.06.2018 12:10

Ihr seit ein bischen dum

 

 

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