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Unterausschuss
(Kein) Kinderkram

07.06.2018 |

Ein Team aus Abgeordneten extra für Themen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen? Genau so etwas gibt es seit Juni wieder im Bundestag. Was hat es mit der sogenannten Kinderkomission auf sich und wer mischt mit?

Drei Frauen halten einen Plüsch-Adler.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD, Mitte), Sabine Zimmermann (Linke, links), Vorsitzende des Familien-Ausschusses, und Kiko-Vorsitzende Bettina Wiesmann (CDU/CSU, rechts) mit dem Maskottchen Karlchen Adler. – © DBT/Melde

Es geht los! Das Parlament arbeitet ja schon eine ganze Weile, die neue Legislaturperiode ist damit in vollem Gange – und so langsam sind auch alle Gremien vollständig. Seit dem 6. Juni gibt es nun auch eine neue "Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder", auch Kinderkommission genannt. Oder noch kürzer: Kiko.

Was hat es damit auf sich? Die Kinderkommission existiert schon seit 1988. Sie ist ein Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen im Parlament. Jede Fraktion entsendet ein Mitglied in die Kinderkommission, aktuell sind also sechs Abgeordnete in der Kiko. Diese haben jeweils einen Stellvertreter, falls sie mal keine Zeit haben. Bettina Wiesmann (CDU/CSU) ist die neue Vorsitzende der Kommission. Sie freut sich auf ihre neue Funktion, denn: "Dies ist eine verantwortungsvolle und schöne Aufgabe", wie sie bei der ersten Sitzung des Gremiums betonte.

Das macht die Kiko

Was aber macht so eine Kinderkommission eigentlich? Sie setzt sich für die Interessen von Kindern und Jugendlichen ein: Dazu gibt es Gespräche mit Expertinnen und Experten, um zu ganz unterschiedlichen Themen eine Meinung zu entwickeln. Hinzu kommt die Öffentlichkeitsarbeit zu Themen, die für Kinder und Jugendliche wichtig sind. Zum Beispiel zum sogenannten Red Hand Day, dem Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Außerdem kann die Kinderkommission eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft einfordern.

Chefsessel mit Rotationsmodus

Für die Kinderkommission gelten teilweise andere Regeln als für die Bundestagsausschüsse. Zum Beispiel wechseln sich die Mitglieder mit dem Vorsitz ab. Das bedeutet, dass in dieser Legislaturperiode Bettina Wiesmann den Chefsessel irgendwann für Sabine Rüthrich (SPD) freimacht, auf die dann Johannes Huber (AfD), Matthias Seestern-Pauly (FDP), Norbert Müller (Die Linke) und Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen) nacheinander folgen. Jeder von ihnen kann dann seine eigenen Themen und Ideen einbringen.

Kiko-Themen für die neue Legislatur

Die neue Kinderkommission wird sich in nächster Zeit vor allem mit Fragen einer kindgerechten Justiz, der Digitalisierung und des Kindeswohls beschäftigen. Was genau bedeutet das? Dazu werden wir der Kiko-Vorsitzenden Bettina Wiesmann demnächst ein paar Fragen stellen. Die Antworten gibt es dann auf mitmischen.de. Bleibt dran!

(DBT/ah)

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