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Stromverbrauch
Internet frisst Energie

14.09.2017 |

Smartphones, Tablets und Laptops sind mittlerweile sehr sparsam, weil es aber immer mehr davon gibt, verbrauchen sie in der Summe dennoch jede Menge Energie. Nach einer Kleinen Anfrage der Grünen, wissen wir jetzt auch wie viel.

Rechenzentrum

Das Internet verschlingt mehr Energie als viele denken - sowohl beim Nutzer daheim als auch in den Rechenzentren der Anbieter. – © dpa

Mehr als drei Stunden sind Jugendliche und junge Erwachsene im Schnitt am Tag online, sagt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Dass das alles auch Strom verbraucht, ist uns erst bewusst, wenn der Akku mal wieder leer ist und wir hektisch nach dem nächsten Ladekabel kramen.

Verbrauch steigt

Die Bundesregierung rechnet deshalb auch mit einem zunehmenden Energiebedarf von Telekommunikationsnetzen und Rechenzentren. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen schreibt sie, bis 2025 werde der Energiebedarf auf 25 Terawattstunden steigen. 2015 waren es "nur" 18 Terawattstunden. Zum Vergleich: Ein normaler Haushalt verbraucht im Jahr nur einen winzigen Bruchteil dieser Menge.

Energiehungrig wie vor 30 Jahren

Die 25 Terawattstunden für Netze und Rechenzentren sind aber nur die Spitze des Eisbergs, dazu kommt mittlerweile eine gigantische Anzahl von Endgeräten und wenn sich das "Internet der Dinge" mehr und mehr durchsetzt, wird sie weiter steigen. Außerdem werden die Geräte zwar einerseits immer energieeffizienter, aber sie warten auch mit viel mehr Rechenleistung auf. Deswegen verbraucht ein moderner Computer heute beinahe genau so viel Strom wie seine schwächlichen Vorfahren vor 30 Jahren.

Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom Rebound-Effekt: Bei steigender Leistung sinken die Kosten für ein Produkt. Dies kann dazu führen, dass sich das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer ändert: Sie verbrauchen mehr – die ursprünglichen Einsparungen werden teilweise wieder aufgehoben. Das alles sind Gründe dafür, dass wir 2025 im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien einen Energieverbrauch von rund 46 Terawattstunden haben werden – auch diese Zahl nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Anfrage der Grünen.

Keine Angaben zu CO2

Die Grünen-Fraktion hatte auch Fragen zum Ausstoß von Kohlendioxid gestellt, der durch das Internet und Telekommunikation verursacht wird. Dieser ist schädlich fürs Klima, darin sind sich Wissenschaftler weitgehend einig. Die Bundesregierung kann in ihrer Antwort allerdings nicht mit Zahlen zum CO2-Ausstoß dienen. Die Antworten der Bundesregierung im Detail findet ihr hier.

(DBT/fb/ah)

Kommentare

 

Kuchen schrieb am 29.09.2017 15:52

Kann das negative Folgen haben? (vorausgesetzt es geht so weiter)

 

 

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