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Koalition

Bei der Frage "Was ist eine Koalition?" hilft der Blick ins Latein-Wörterbuch: "coalescere" bedeutet "zusammenwachsen". Und genau das geschieht mit Parteien – zumindest für die Dauer einer Wahlperiode: Sie schließen sich zusammen.

In einem Mehrparteiensystem wie unserem sind meist Koalitionen nötig, um stabile Mehrheiten und Regierungen bilden zu können. Dass eine Partei allein über die im Parlament notwendige absolute Mehrheit der Mandate verfügt, ist fast ausgeschlossen. Aber nicht unmöglich: Auf Landesebene ist das auch bei uns schon vorgekommen, in Bayern ist es fast normal.

Zusammenraufen

Im Bundestag verfügen selbst traditionelle Volksparteien wie Union und SPD einzeln nicht annähernd über mindestens die Hälfte der Sitze. Deshalb müssen sich mindestens zwei zusammenraufen, sie schließen ein Bündnis, die Einzelheiten sind im Koalitionsvertrag geregelt.

Es gibt große Koalitionen, in denen sich die stärksten Parteien zusammentun. "Rot-Grün" wir die Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen genannt. "Jamaica" (wegen der Fahne des Landes) steht für ein Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen. Die "Ampel"-Koalition meint SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen. Rot-Rot-Grün wäre SPD, Linke und Grüne, Schwarz-Grün wäre Union und Grüne.

Koalitionen müssen übrigens nicht zwingend über parlamentarische Mehrheiten verfügen: Es gibt auch Minderheitsregierungen, die sich auf Koalitionen stützen.

Den Koalitionsvertrag, auf den sich CDU, CSU und SPD am 7. Februar 2018 geeinigt haben, könnt ihr hier nachlesen. Die Partner haben den Vertrag am 12. März 2018 unterschrieben.

Was ist eine Koalition?

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