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Die Autorin

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Laura Heyer (25)
macht ein Volontariat bei bundestag.de und dem Parlamentsfernsehen

Hauptdarsteller
"Ich finde Politik spannend"

14.06.2017 |

In "Applaus für Felix", dem neuen Kinderfilm des Bundestages, schlüpft Maximilian (14) in die Rolle des Schülers Felix. Der träumt sich im Unterricht weg und ist plötzlich Abgeordneter im Bundestag. Laura hat den Jungschauspieler gefragt, was beim Dreh Spaß gemacht hat.

Junge Frau und Junge lächeln in die Kamera.

Kurz vor der Premiere des Films "Applaus für Felix" nimmt sich Hauptdarsteller Maximilian noch Zeit für ein Erinnerungsfoto mit Laura. – © Laura Heyer

Maximilian, du spielst den Schüler Felix, der in der Schule träumt und plötzlich Abgeordneter im Bundestag ist. Wie bist du zu dieser Rolle gekommen?

Der Regisseur Matthias Eder hat mich in einem anderen Film gesehen und gefragt, ob ich mitspielen möchte. Dann hat er mich beim Bundestag vorgeschlagen. Durch meine Schauspielagentur habe ich das Drehbuch bekommen und fand es super.

Wie bist du Schauspieler geworden?

Ich war in einer kleinen Theatergruppe im Berliner Stadtteil Lichterfelde und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Als die Gruppe sich aufgelöst hat, wollte ich gern weiter schauspielern. Freunde von uns haben gefragt, ob ich nicht in eine Schauspielagentur gehen möchte. Seit vier Jahren bin ich jetzt dabei und habe in Werbespots, Spielfilmen und Kinofilmen mitgespielt.

Wo hast du schon mitgespielt?

In "Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft" und "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft", zum Beispiel. Aber auch in einem Martin Luther Film mit dem Arbeitstitel "Himmel und Hölle", einem Zweiteiler für das ZDF.

Was macht dir beim Schauspielern besonders Spaß?

Mir macht es Spaß, mich in andere Rollen hineinzuversetzen und jemand anderes sein zu können. Damit kann ich Geschichten erzählen und erleben. Später möchte ich aber lieber Regisseur werden – das wäre mein Traum. Ich mache auch schon privat kleine Kurzfilme. Vielleicht kann ich dazu noch Schauspieler bleiben.

Was sagen deine Mitschüler dazu, dass du in einem Film über den Bundestag mitspielst?

Ich gehe jetzt in die achte Klasse und meistens, wenn ich Filme drehe, merken meine Mitschüler das nur, weil ich nicht da bin. Aber viele wissen, dass ich hier mitspiele und finden das echt spannend. Ich hoffe auch, dass ihnen der Film gefällt.

Wie war es, im Bundestag zu drehen?

Ich fand es total spannend, weil ich vorher noch nie dort gewesen bin und den Bundestag nur aus dem Fernsehen kannte. Besonders der Plenarsaal war sehr groß, so habe ich mir das gar nicht vorgestellt. Auch die Kuppel und die vielen anderen Gebäude zu besuchen, die unterirdisch verbunden sind, fand ich total aufregend.

Und welcher Platz im Bundestag hat dir am besten gefallen?

Auf jeden Fall der Plenarsaal. Da kommen sonst nur Abgeordnete rein. Wenn man nicht gerade in einem Film mitspielt, kann man nur auf die Besuchertribünen. Richtig in den Plenarsaal hineinzugehen war deshalb eine große Ehre für mich, es ist ein besonderer Platz.

Hast du echte Politiker getroffen während eures Drehs?

Wir haben letztes Jahr in den Sommerferien gedreht, deshalb waren nicht so viele Politiker da. Aber ich habe einmal den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert gesehen, der durch die Gänge gelaufen ist.

Am Ende des Films sieht man auch ein paar lustige Szenen vom Dreh. Welche Szene hat dir am meisten Spaß gemacht?

Am meisten Spaß gemacht hat mir die Szene, in der Felix zusammen mit dem Saaldiener Herrn Renger die russischen Schriftzeichen an einer Wand des Bundestages anschaut. Ich habe dann immer gefragt, ob man dort auch Einschusslöcher sieht. Es war total witzig, wie Uwe Ochsenknecht, der Herrn Renger spielt, immer so getan hat, als sei er total genervt.

Hast du beim Drehen etwas Neues über den Bundestag und Politik gelernt?

Ich habe viel gelernt über den Tagesablauf der Abgeordneten. Es ist wirklich fast erschreckend, wie viel sie zu tun haben. Für die Premiere und vorher habe ich mir schon Videos über die Arbeit im Parlament angeschaut, aber so stressig habe ich mir das nicht vorgestellt.

Im Film findet Felix den Politikunterricht langweilig und beginnt zu träumen. Wie ist der Unterricht an eurer Schule?

Das Fach Politikwissenschaften habe ich noch nicht. Aber wir haben Ethik und Geschichte und sprechen dort sehr viel über Politik. Das ist eigentlich nie langweilig, weil wir viel diskutieren und nicht nur Arbeitsblätter bearbeiten. Ich gucke auch Nachrichten im Fernsehen und schaue im Internet, was gerade passiert. Oft besprechen wir das dann im Unterricht. Ich finde Politik spannend.

Könntest du dir vorstellen, später mal Politiker zu werden?

Als ich klein war, wollte ich immer Arzt werden. Später fand ich dann die Idee, Politiker zu sein, total cool. Das ist schon ein spannender Job – aber auch sehr stressig. Inzwischen wäre ich lieber Regisseur.

Der Film endet damit, dass Felix vorschlägt, eine Klassenfahrt nach Berlin zu machen. Warum ist das eine gute Idee?

Damit man sieht, wie es eigentlich ist im deutschen Parlament und wie genau das Leben der Abgeordneten funktioniert. Man kann dort genau das erleben, was Felix im Film kennenlernt.

Über Maximilian Ehrenreich:

Der Nachwuchsschauspieler (geboren 2003) feierte 2013 sein Filmdebüt in der Satire "Der Minister" als Filmsohn von Kai Schumann, nachdem er bereits zuvor bei Werbespots und Fotoshootings mitgewirkt hatte. Es folgten Fernsehfilme und die Kinoproduktionen "Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft" und "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft". Maximilian lebt mit seiner Familie in Berlin.

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