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USA-Stipendiat
Fabian, 17, Texas

07.08.2018 |

Trotz der stressigen Tage vor der Abreise, versucht Fabian seine verbleibende Zeit in Deutschland noch zu genießen. Bald gehts ins sonnige Texas, wo der Sommer noch länger hält als bei uns.

August 2018: Bald geht es los!

Fabian in blauem Shirt.

Vor der Abreise trifft Fabian sich nochmal mit Freunden und Verwandten. – © privat

Hallo, ich heiße Fabian, bin 17 Jahre alt und wohne in Unterfranken, in der Nähe von Würzburg. Ich werde das kommende Schuljahr 2018/2019 in den USA im Bundesstaat Texas verbringen, denn ich bin Teilnehmer des Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) vom Deutschen Bundestag. Zusammen mit meiner Gastfamilie werde ich in einer Stadt namens Round Rock mit circa 70.000 Einwohnern leben. Meine Gastfamilie, das sind meine Gasteltern, ihr 16-jähriger Sohn und ihre 10-jährige Tochter. Sie kommen ursprünglich aus Indien und leben seit circa zehn Jahren in den USA.

Erst im zweiten Anlauf

Auf das PPP bin ich durch eine Bekannte aufmerksam geworden, die selbst mit dem Programm in die USA gereist ist. Ich hatte mich schon im Vorjahr für das PPP beworben und bin im Verfahren auch in die zweite Auswahlrunde gekommen. Leider hat sich mein Abgeordneter für einen anderen Bewerber entschieden. Dann habe ich beschlossen, es einfach noch einmal zu versuchen - und diesmal hat es geklappt.

Vorfreude überwiegt

Meine Wünsche an das Auslandsjahr sind vor allem, Erfahrungen zu sammeln und mich persönlich weiterzuentwickeln. Ich versuche, nicht zu viel zu erwarten. Denn ich habe gelernt, dass sie einen oftmals daran hindern, sich für Neues zu öffnen und einen vielleicht sogar bremsen könnten. Natürlich freue ich mich aber auch darauf, neue Kontakte knüpfen zu können und mit verschiedensten Menschen ins Gespräch zu kommen.

Die Vorfreude überwiegt momentan eindeutig vor meinen Befürchtungen. Natürlich hoffe ich, schnell Anschluss zu finden, die Sprachbarriere zu überwinden und mich möglichst problemlos dort einzuleben. Dennoch glaube ich fest daran, dass man sehr weit kommen kann, wenn man einfach versucht, Tag für Tag offen und vor allem man selbst zu sein.

Letzte Tage genießen

Es gibt so vieles, an das ich vor dem Abflug noch denken muss. Sei es, die wichtigsten Dokumente zusammenzustellen, die Gastgeschenke noch rechtzeitig einzupacken oder die letzten Einkäufe für das Auslandsjahr zu erledigen. Es setzt einen schon ein wenig unter Druck, wenn man genau weiß, dass bis zu einer gewissen Deadline alle Vorbereitungen getroffen werden müssen. Häufig stelle ich mir die Frage, ob ich denn nicht doch noch irgendetwas vergessen habe oder ob ich das überhaupt alles schaffen kann.

Deutschland genießen

Trotz allem versuche ich dennoch, meine letzten Tage in Deutschland zu genießen. Da ich mich dazu entschieden habe, keine Abschiedsfeier zu organisieren, treffe ich mich vor allem noch einmal mit meinen einzelnen Verwandten und mit meinen besten Freunden.

Auf der anderen Seite freue ich mich aber auch wirklich auf die kommende Zeit. Momentan ist alles so aufregend, spannend und neu für mich, ich habe schon jetzt einige Erfahrungen gesammelt und bin sehr dankbar, dass ich diese großartige Chance bekommen habe. Ich glaube, dass ich mich für die USA nun wirklich bereit fühle.

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