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USA-Stipendiatin
Paula, 21, Kansas

15.08.2018 |

Kleidung einvakuumieren, Gastgeschenke kaufen - Paula ist mitten in den Vorbereitungen für ihre Abreise in die USA. Warum die PPP-lerin vor einigen Monaten noch um ihre Teilnahme bangen musste, erfahrt ihr in ihrem ersten Blogbeitrag.

August 2018: Kleidung einvakuumieren

Junge Frau

Paula freut sich auf die Herausforderungen, die in den USA auf sie warten. – © privat

Hallo, ich bin Paula, 21 Jahre alt und wohne in der schönen Altmark, einem Teil von Sachsen-Anhalt. Dort lebe ich in einem kleinen Dorf mit etwa 350 Einwohnern. Nach meinem Abitur 2015 habe ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau begonnen und diese auf unserem Landesweingut von Sachsen-Anhalt im Juni 2018 beendet.

Nun bin ich eine der 350 Stipendiaten des Bundestags. Ich werde für ein Jahr in Overland Park, Kansas, leben, einer Stadt mit 170.000 Einwohner. Meine Gastmutter ist eine älteren Dame, die schon viele Erfahrungen mit Austauschschülern hat. Das erste halbe Jahr werde ich am Johnson Community College (JCCC), einer Art Universität, im gleichen Ort absolvieren.

Wie habe ich von dem PPP erfahren?

2017 habe ich mich auf der Messe "Auf in die Welt" in Leipzig über Auslandsaufenthalte informiert und vom Parlamentarischen Patenschafts-Programm erfahren. Die Bewerbungsfrist war nur einige Wochen später (Ende September). Der Flyer hat mein Interesse an der Stelle: "für junge Berufstätige" geweckt und somit fing ich an, die Bewerbung zu schreiben.

Der glücklichste Moment

Nach einer Auswahltagung kam im Januar 2018 die Nachricht, dass ich "nur" Ersatzkandidatin bin. Da ich dachte, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist aufzurutschen, habe ich mich anderweitig für einen Auslandsaufenthalt in den USA beworben. Im Februar kam dann jedoch der Anruf, und ich wurde nachnominiert und darf jetzt doch teilnehmen. Das war einer der glücklichsten Momente für mich.

Was ich erwarte

Mein Wunsch war es, ein Programm für die USA zu finden. Warum? Schon in der Schulzeit lernten wir viel über das Land. In den unterschiedlichsten Fächern wurden Vergleiche zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland gezogen. Jetzt möchte ich erfahren, wie die Realität aussieht: Was sind Vorurteile, Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Ich freue mich darauf, für ein Jahr Teil dieser anderen Kultur zu sein und ein typisches amerikanisches Leben kennenzulernen und zu führen.

Außerdem möchte ich meine Persönlichkeit stärken. In einem Jahr ein soziales Umfeld in einem fremden Land aufbauen, klingt für mich nach einer wahnsinnig großen Herausforderung, der ich mich mit großer Lust stelle. Natürlich erhoffe ich mir nach dem Aufenthalt auch eine Verbesserung meiner Englischkenntnisse, da ich in der Zukunft international studieren möchte.

Heimweh?

Bei all diesen Erwartungen, mache ich mir natürlich auch Gedanken, ob das alles so klappt, wie ich mir das vorstelle. Besondere Angst habe ich vor dem Gefühl Heimweh. Doch 74 weitere junge Berufstätige machen das Gleiche durch. Das Wissen beruhigt mich sehr, und ich kann ein super Netzwerk mit ihnen aufbauen. Ich freue mich riesig auf die vielen tollen neuen Leute, die ich während der Zeit kennenlernen werde.

Gepäck für ein Jahr

In der letzten Woche in Deutschland konzentriere ich mich überwiegend auf mein Gepäck für die USA. Das ist für mich eine große Herausforderung. Ich werde für etwa zweieinhalb Wochen Kleidung (für warmes und auch kaltes Wetter) sowie eine Winterjacke mitnehmen. Diese werde ich einvakuumieren, um Platz zu sparen.

Freunde-Buch

Des Weiteren dürfen wichtige Dokumente wie Reisepass, Visaantrag, mein internationaler Führerschein, Kreditkarte etc. nicht fehlen. Wichtig ist auch das Gastgeschenk für die Host-Familie. Außerdem nehme ich ein Buch mit, das meine Freunde und Familie über mich geschrieben haben, um in schwierigen Situationen den Optimismus nicht zu verlieren.

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