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Erinnern in Berlin
Schlangen und Lochmänner

19.07.2017 |

Zahlreiche Installationen und Denkmäler erinnern in Berlin an die Wiedervereinigung, beziehungsweise an die Teilung Deutschlands. Vielleicht macht ihr in den Sommerferien mal eine kleine Tour, falls ihr vor Ort seid.

Berlin Statur

Vor 30 Jahren war Berlin noch eine geteilte Stadt. Trotzdem hat das Künstlerpaar Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff 1987 diese Skulptur namens "Berlin" im damaligen Westteil der Stadt errichtet. Auf dem Mittelstreifen der Tauentzienstraße, in der Nähe des Kaufhauses des Westens, steht die acht Meter hohe und neun Meter breite Installation – sie soll die damalige Situation von Ost- und Westberlin darstellen. – © dpa

der Rufer

"Der Rufer" vom deutschen Bildhauer Gerhard Marcks steht nicht nur in Berlin, sondern auch in Perth und anderen Orten der Welt. Während er in Australien zum Beispiel an Folteropfer erinnert, ist er in unserer Hauptstadt kurz vor der Wende auf der Straße des 17. Junis aufgestellt worden, um zum Frieden aufzurufen. – © dpa

Einheitsbrücke

Die "Sinkende Mauer" von Christophe Girot ist nicht nur ein Einheitsdenkmal, sondern erinnert auch an die frühere Gnadenkirche, die im heutigen Invalidenpark stand. Im Sommer fließt Wasser in zwei Kanälen über die Brunnenanlage, welche Ost- und Westberlin darstellen sollen. – © dpa

ewige Flamme

Der Theodor-Heuss-Platz ist seit mehr als 60 Jahren Standort der "Ewigen Flamme". Das von den Landsmannschaften der deutschen Heimatvertriebenen aufgestellte Mahnmal ist auch heute noch Denkmal für die Opfer von Flucht, Vertreibung und der Teilung Deutschlands. Ursprünglich sollte die Flamme nach der Wiedervereinigung erlöschen, doch sie brennt und mahnt bis heute weiter. – © dpa

molecule man

Ein berühmtes Einheitsdenkmal ist "Molecule Man". Diese zwei Stahlmänner stehen bereits seit 1999 auf der Spree mitten in der Hauptstadt. Sie sind von Löchern durchsetzt, die Moleküle symbolisieren sollen, aus denen sie gemacht sind. Jonathan Borofsky, der dieses Monumentalkunstwerk erschaffen hat, meinte selbst, dass das Ziel aller kreativen und geistigen Traditionen sei, Ganzheit und Einheit innerhalb der Welt zu finden. – © dpa