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Bundestagswahl
Die Kandidaten in Zahlen

20.09.2016 |

Statistik ist öde? Muss nicht unbedingt sein. Wir haben für euch die wichtigsten Zahlen zu den Bewerbern für die Bundestagswahl herausgesucht. Lest und urteilt selbst!

Abakus

Die Bundestagskandidaten 2017: Der Bundeswahlleiter hat gerechnet und gezählt. – © picture alliance/chromorange

Wer von ihnen wird es schaffen? Bei der Bundestagswahl am 24. September bewerben sich 4.828 Menschen für einen Sitz im Parlament. Mehr als 4000 von ihnen werden jedoch leer ausgehen: Bei der Wahl vor vier Jahren schafften es 631 Abgeordnete ins hohe Haus, sehr viel mehr werden es auch 2017 nicht werden. Die genaue Zahl hängt nämlich nicht nur von der Anzahl der Direktkandidaten und der Landeslistenkandidaten ab, die in den Bundestag einziehen werden (jeweils 299), sondern auch von den Überhang- und Ausgleichsmandaten. Was das ist? Das erfahrt ihr bei uns im Lexikon.

Direktkandidaten und Listenkandidaten

Aber zurück zu den Kandidaten. Von den 4.828 Bewerbern für ein Bundestagsmandat kandidieren 885 Personen nur in einem Wahlkreis und 2.269 ausschließlich auf der Landesliste einer Partei. 1.674 Menschen tun beides.

Apropos Landeslisten: 34 Parteien von den 42, die zur Wahl antreten werden, tun das mit einer Landesliste. Die acht restlichen sind einfach zu klein. Manche Parteien haben auch nicht in jedem Land eine Landesliste, deshalb gibt es nur 272 solcher Listen. Die CSU zum Beispiel tritt sowieso nur in Bayern an, hat deshalb nur eine Landesliste statt 16, wohingegen ihre Schwesterpartei CDU in Bayern nicht antritt, also nur in 15 Bundesländern eine Landesliste hat.

Ein Drittel Frauen

Von all den Bewerbern sind 29 Prozent Frauen. Die konkrete Zahl: 1.400. Das ist schon ein kleiner Sprung nach vorn, bei der Wahl 2013 lag der Frauenanteil nur bei 25,8 Prozent. Dieser Prozentsatz ist bei den einzelnen Parteien allerdings sehr unterschiedlich. Bei den Grünen sind zum Beispiel rund 47 Prozent der Kandidierenden Frauen, bei der SPD rund 41 Prozent, bei der CDU und den Linken rund 36 Prozent, bei der CSU rund 22 Prozent, bei der FDP 21,5 und bei der AfD 12,1 Prozent. In 29 Wahlkreisen stehen übrigens parteienübergreifend nur männliche Direktkandidaten zur Wahl.

104 junge Bewerber

Der Bundestag, wenn er dann gewählt sein wird, ist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht unbedingt eine Jugendeinrichtung: Das Durchschnittsalter der Kandidaten liegt bei 46,9 Jahren. Allerdings sind 104 Bewerber in einem Alter, in dem sie erstmals kandidieren dürfen, also zwischen 18 und 22. Jüngster Bewerber ist der Schüler Floris Beer aus Fürstenwalde in Brandenburg, der erst zwölf Tage vor dem Wahltag 18 Jahre alt wird und im Wahlkreis Frankfurt (Oder)/Oder-Spree für "Die Partei" kandidiert. Den Anteil der Schüler, Auszubildenden und Studenten an allen Wahlbewerbern beziffert der Bundeswahlleiter mit 348, was einem Anteil von 7,2 Prozent entspricht. Der Bundeswahlleiter ist so etwas wie der oberste Wächter über die Wahl und von ihm stammen übrigens all diese Zahlen. Mehr Infos über dieses Amt und das Organisatorische der Wahl findet ihr hier https://www.mitmischen.de/diskutieren/topthemen/politikfeld_wahlpruefung/Bundestagswahl/v_Wahlserie/index.jsp

Älteste Bewerberin für einen Sitz im Parlament ist die Schauspielerin, Autorin und frühere Landtagsabgeordnete der Grünen Barbara Rütting aus Marktheidenfeld. Sie ist 89 Jahre alt und geht für die V-Partei3 an den Start. Die 50- bis 59-Jährigen sind die zahlenmäßig stärkste Bewerbergruppe, es folgen die 40- bis 49-Jährigen.

(DBT/ah)

Kommentare

 

finja schrieb am 06.11.2018 12:04

super, danke

 

 

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