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Gabriel Rinaldi (15)
Schüler

Politische Laufbahn – was sonst?

18.02.2013 |

Philipp hat zwei Praktika im Bundestag gemacht und ist schon auf dem Weg zum Super-Politiker. Wie es ihm bei den Abgeordneten gefallen hat, erzählt er mitmischen-Autor Gabriel. Dieser stellt das politische Multitalent vor.

Ein dunkelhaariger Junge sitzt auf einem Sofa im Paul-Löbe-Haus

Philipp brennt für Politik. Nach seinem Abitur will er Politikwissenschaften studieren. – © DBT/Schrobenhauser

Philipp Schrobenhauser aus Villingen-Schwenningen ist 18 Jahre alt und hat bereits mehrfach im Deutschen Bundestag gearbeitet. Bei Praktika in den Büros von Siegfried Kauder (CDU/CSU) und Sebastian Edathy (SPD) war er als Schreibkraft im Regierungsviertel Berlins beschäftigt.

Beim Fußball politisch Feuer gefangen

Mit einem sozialen Schulpraktikum in der zehnten Klasse fing alles an. Da Philipp sich zunehmend für Politik und Soziales interessierte, fragte er nach einem Fußballspiel des Fünftligisten FC 08 Villingen, dessen Präsident Siegfried Kauder ist, ob er sich für ein Praktikum in dessen Berliner Büro im Deutschen Bundestag bewerben darf. Er durfte und so ging es im Juli 2010 erstmals für zwei Wochen in die Hauptstadt.

"Alles in allem waren die Praktika eine sehr spannende und interessante Zeit", resümiert Philipp. Während der Sitzungswochen, wenn alle Politiker im Bundestag sind, sei viel los und es gäbe viel zu tun. "Die Arbeit eines Politikers ist meist ziemlich stressig, zeitintensiv und umfangreich, aber keinesfalls langweilig." Seine Arbeitszeit war von acht Uhr morgens bis 17 Uhr. Es konnte aber schon mal vorkommen, dass er sogar um halb sechs in der Früh aufstand, weil Sitzungen früher stattfanden.

Abenteuer Bundestag: Von Kanzlerin bis Dresscode

Wer Glück hat, kann dem einen oder anderen Polit-Promi begegnen. Philipp traf sogar die "mächtigste Frau Deutschlands" – Angela Merkel. "Das war schon ein besonderes Erlebnis", erzählt Philipp stolz. Sie sei noch kleiner, als man denkt. Aber das liegt wohl eher daran, dass Philipp mit 1,83 Metern ziemlich groß ist. Genau so groß sind auch seine Visionen. Sein Ziel ist es, im Leben etwas aus seinem Namen zu machen.

Vergleicht Philipp seine ersten Praktika bei den beiden großen Volksparteien Deutschlands, stellte er zum Beispiel Etiketten-Unterschiede fest: Als Philipp beispielsweise bei der SPD mit Anzug auftauchte, wurde er kritisch beäugt, während bei der CDU/CSU der Anzug Standard war.

Er habe immer noch Kontakt zu den Abgeordneten und Mitarbeitern. Sie seien alle "gut drauf" gewesen. Auch die anstrengenden Erfahrungen hätten ihn nicht abgeschreckt, das sagt er ganz klar. Er empfiehlt jedem, der politisches Interesse hat, in den Bundestag zu gehen. Das sei eine einmalige Erfahrung.

Einsatz für wirtschaftlich vernünftige Politik

Der Gymnasiast Philipp, der dieses Jahr am St. Ursula-Gymnasium in Villingen sein Abitur macht, bekam von seinem Schulleiter und einigen Lehrern Unterstützung und wurde jederzeit vom Unterricht freigestellt. Seine Lieblingsfächer sind Sport, Gemeinschaftskunde und Englisch. Er ist ziemlich sportlich und spielt leidenschaftlich Fußball, fährt Ski und trainiert im Fitnessstudio.

Sein Studiumswunsch war lange Zeit Sportmanagement. Aber seit seiner Zeit im Bundestag kann er sich auch sehr gut vorstellen, Politikwissenschaften zu studieren. Aus diesem Grund ist er nach einem der Praktika auch den Jusos, der Jugendorganisation der SPD, beigetreten. Dort wurde er gleich zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Er setzt sich für soziale Gerechtigkeit, wirtschaftlich vernünftige Politik und gegen Rechtsextremismus ein.

Einsatz gegen Rechts

Philipp ist Hauptorganisator einer Veranstaltung gegen Rechtsextremismus in Villingen-Schwenningen, die im Mai stattfindet. Dieses Projekt ist Teil des Wahlkampfes für seinen SPD-Bundestagskandidaten Jens Löw. Dort wird Philipp selbst auch ein Referat halten. Gastredner ist unter anderem Sebastian Edathy, sehr zur Freude Philipps.

Kurzum: Die Voraussetzungen zu Philipps politischen Träumen sind vorhanden. Er ist politisch interessiert und sehr aktiv, aufgeschlossen, vertritt seine Meinung, kann Stress aushalten und vieles organisieren. Mit diesen Fähigkeiten ist eine politische Laufbahn für ihn ohne Frage erstrebenswert. So ein Praktikum im Bundestag empfiehlt er jedem, der ähnlich tickt.

Kommentare

 

Dynamo schrieb am 07.09.2013 21:31

Generation Praktikum lässt Grüßen. Mama und Pappa werden es schon bezahlen.

 

 

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