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Die Autorin

Ein braunhaariges Mädchen hält die Hände am Kopf und lächelt

Anne Juliane Wirth (25)
studiert Politikwissenschaft


Mitmischen Autorin: Anne
Auf Sendung

15.09.2015 |

Bei einem Interview mit Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (CDU/CSU) war Anne Juliane von zahlreichen TV-Kameras umgeben. Wie die mitmischen-Autorin mit dem Teleprompter warm wurde und wieso es am Ende sogar etwas geknistert hat, verrät sie hier.

Eine junge Frau geht über eine Straße und lächelt in die Kamera

Nervosität und eine schlaflose Nacht: Vor dem Interview mit dem Bundestagspräsidenten war Anne ziemlich aufgeregt. – © privat

Das neue Lebensjahr mit einem ganz besonderen Highlight begrüßen: Check! An meinem 21. Geburtstag wartete die bisher spannendste mitmischen-Mission auf mich – ein Interview übers Wählen mit Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (CDU/CSU). Doch damit nicht genug: Unser etwa 20-minütiges Gespräch sollte im Parlamentsfernsehen, dem hauseigenen Fernsehkanal des Deutschen Bundestages, zu sehen sein.

Hand aufs Herz: Trotz reichlich Interviewerfahrung hatte ich vor dieser Aufzeichnung Muffensausen. Gegen den Schweißausbruch half Deodorant, gegen die Müdigkeit von der schlaflosen Nacht zuvor gab's eine Kaffee-Infusion.

Es wird ernst

Im Studio des Parlamentsfernsehens angekommen, führte mich ein nettes Team durch die Räumlichkeiten und erklärte mir die wichtigsten Kabel, Knöpfe und Schalter. Ich bekam eingetrichtert, warum ein Teleprompter der "beste Freund aller Moderatoren" sei: Das Teil ermöglicht, dass auch Sprecher, die nicht mit einem phänomenalen Textgedächtnis auf die Welt gekommen sind, ihre Ansagen weitgehend fehlerfrei und ganz ohne Spickzettel hinbekommen. Selbst komplizierteste Schachtelsätze werden so zum Kinderspiel. Zudem erzeuge der direkte Blick in die Kamera Sympathie bei den Zuschauern, so die Erklärung. Zwar kannte ich meine Interviewfragen auswendig, doch es war gut zu wissen, dass ich im Falle eines Blackouts nur auf den Schirm schauen musste.

Mit besänftigten Nerven ging es schließlich in die Maske. Dort zupfte, bepinselte, betupfte eine Visagistin all das, was es noch zu optimieren gab – natürlich nicht viel ;-) Mein aufgetuntes Ich wollte nur noch eins: Raus aus dem Haarspraynebel, ab zum Bundestagspräsidenten.

Kamera läuft

Auftritt Lammert: entspannt, gelassen, freundlich mit dem Team plaudernd. Ganz der Profi eben. Händeschütteln und los ging's. Wir wurden auf zwei Sesseln platziert, dann hieß es "3,2,1... Kamera läuft".

Im Interview bezeichnete der Bundestagspräsident das Wahlrecht als "Königsrecht jedes Staatsbürgers" und auch persönliche Anekdoten kamen nicht zu kurz: So konnte er sich noch gut an sein allererstes Kreuz auf einem Wahlzettel erinnern.

Alles halb so wild

Das Fazit? Meine Nervosität war völlig unbegründet: Verhaspler, zu viele "Ähhs" oder peinliche Pausen fabrizierte ich nicht, der Bundestagspräsident schon gar nicht. Das Lob des Teams ging runter wie Öl. Mit Stolz geschwellter Brust verließ ich den Bundestag gen Geburtstagsdinner mit Freunden. Und obendrauf gab's ein Date mit dem Azubi, der mich zuvor ver- und entkabelt hatte.

Danke, mitmischen.de – für dieses Interview mit übergesprungenem Funken.

Kommentare

 

dave schrieb am 01.02.2017 15:24

hallo

 

 

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