Inhalt

 

Lexikon



Ausgleichsmandate

Ausgleichsmandate gibt es erst seit einer Änderung des Wahlrechts 2013. Um sie zu verstehen, müsst ihr euch, sorry, erst einmal über die Überhangmandate schlau machen.

Das Problem mit den Überhangmandaten ist: Gewinnt eine Partei nach dieser Regelung mehr Sitze, eine andere jedoch nicht, entspricht die Sitzverteilung im Bundestag nicht mehr dem Wahlergebnis über die Zweitstimmen. Beispiel: Partei X erhält bei der Bundestagswahl 20 Prozent der Zweitstimmen, bekommt aber fünf Überhangmandate. Im Bundestag hätte sie damit nicht nur 20 Prozent der Sitze, sondern mehr. Die Parteien, die keine Überhangmandate haben, wären damit im Nachteil. Sie bekommen genauso viele "Sitzprozente" wie "Zweitstimmenprozente", Partei X bekommt aber mehr "Sitzprozente" als "Zweitstimmenprozente".

Um dies wettzumachen, bekommen nun die Parteien ohne Überhangmandate so viele Ausgleichsmandate, bis die Verhältnisse wieder stimmen.