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Lexikon



Dritte Lesung

Wenn es im Bundestag um Gesetze geht, wird viel gelesen – zumindest dem Namen nach. Denn jeder Gesetzentwurf durchläuft drei Lesungen:

In der ersten Lesung wird der Entwurf zur Beratung an den federführenden Ausschuss geleitet. Eine Aussprache findet meist nicht statt. In der zweiten Lesung wird der Gesetzentwurf in der vom Ausschuss vorgelegten Fassung beraten. Jeder Abgeordnete kann Änderungsanträge stellen.

Wird der Gesetzentwurf in der zweiten Lesung unverändert angenommen, folgen eine dritte Lesung und die Schlussabstimmung unmittelbar. Ansonsten finden sie am zweiten Tag nach Verteilung der Drucksache mit den in zweiter Lesung beschlossenen Änderungen statt.

Nachdem ein Gesetzentwurf die parlamentarische Beratung in drei Lesungen durchlaufen hat, wird nach Ende der dritten Lesung über den Gesetzentwurf abgestimmt. In dieser Schlussabstimmung zeigen die Abgeordneten ihre Zustimmung (oder eben Ablehnung) des Gesetzentwurfs durch Aufstehen (oder eben Sitzen bleiben). Wenn es besonders beantragt wurde, kann es auch namentliche Abstimmungen geben. Dann stimmen die Abgeordneten mit Stimmkarten ab.

Noch informationsdurstig? Mehr zur Gesetzgebung im Bundestag findet ihr in unserem Video:

Was Gesetze mit euch zu tun haben

Darsteller: Kevin Wossen Aklilu und Vera Schwenk – © Katrin Cürük