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Lexikon



Repräsentative Demokratie

Deutschland ist eine repräsentative Demokratie: Für politische Entscheidungen oder die Kontrolle der Regierung müssen so nicht alle 82 Millionen Bürger an einen zentralen Sammelpunkt pilgern, um eine Entscheidung zu treffen, sondern überlassen diese Aufgabe den von ihnen auf Zeit gewählten Volksvertretern, die zusammen das Parlament bilden.

Die Ausübung der demokratischen Rechte der Bevölkerung ist in der repräsentativen Demokratie also auf die Beteiligung an Wahlen und die Mitwirkung in Parteien, Verbänden und Initiativen beschränkt.

Pro und contra direkte Demokratie

In einer direkten Demokratie sind Beteiligungsmöglichkeiten wie Volksabstimmungen vorgesehen. Das heißt, alle wahlberechtigten Bürger werden zu einem konkreten Thema an einem bestimmten Tag aufgefordert, abzutstimmen.

In Deutschland sieht das Grundgesetz keine Volksentscheide auf Bundesebene vor – es sei denn, es wird über eine neue Verfassung oder eine Veränderung des Bundesgebiets abgestimmt. In den einzelnen Bundesländern und Kommunen gehören Volksentscheide dazu. Seit 1945 fanden insgesamt 24 Volksentscheide auf Landesebene statt, diese wurden von Bürgern in die Wege geleitet.

Wie stehen die Fraktionen zu mehr direkter Demokratie durch Volksentscheide auf Bundesebene? Das haben wir im Frühjahr 2018 sechs Abgeordnete gefragt. Könnt ihr hier nachlesen.