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Lexikon



Vorlage

Wenn die Abgeordneten in großer Runde – also im Plenum – etwas diskutieren, steht am Anfang dessen meistens eine Vorlage. Die heißt so, weil sie den Abgeordneten vorliegt, auch in Papierform.

"Vorlage" ist ein Sammelbegriff und kann alles Mögliche sein: ein Gesetzentwurf, ein Antrag, eine Beschlussempfehlung, Berichte zur Unterrichtung des Bundestages, Große Anfragen, Zwischenberichte der Ausschüsse und so weiter. Als Vorlagen gelten aber auch Kleine Anfragen, obwohl sie im Plenum nicht diskutiert werden. Alle Vorlagen, die im Bundestag behandelt werden, erscheinen als sogenannte Drucksache.

Das bedeutet: Die Vorlagen werden zunächst in einem speziellen Büro geprüft (das heißt Parlamentssekretariat), und bekommen eine Nummer. Zusammen mit der Nummer der aktuellen Wahlperiode ergibt sich zum Beispiel die Nummer 18/1234. Mit dieser Nummer lässt sich alles wieder gut auffinden, etwa über bundestag.de.

Fast alle Drucksachen werden tatsächlich gedruckt und an die Abgeordneten, die Mitglieder des Bundesrates sowie an alle Bundesministerien verteilt. In einer vierjährigen Wahlperiode entstehen im Schnitt mehr als 10.000 Drucksachen.

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