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Lexikon



Verhältniswahl

Nahaufnahme eines Stimmzettels von der Bundestagswahl

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Erst- oder Zweitstimme? – © picture allience/Sven Simon

Von einer Verhältniswahl spricht man, wenn die Besetzung der Wahlämter genau im Verhältnis der abgegebenen Stimmen erfolgt. Bei einer reinen Verhältniswahl erhält also eine Partei, die bei Parlamentswahlen 10 % der Stimmen erhält, auch 10% der Parlamentssitze. Wenn es eine Sperrklausel (z.B. Fünfprozenthürde) gibt, werden nur die Parteien berücksichtigt, die einen Mindestanteil an Stimmen erhalten.

Die Hälfte der Abgeordneten zieht über die Erststimmen in den Deutschen Bundestag ein. Die andere Hälfte der 598 Mandate wird nach dem Verhältniswahlrecht verteilt. Hierbei werden die Sitze entsprechend des Anteils der Stimmen vergeben, welche die Parteien gewinnen. Diese Kombination wird auch personalisiertes Verhältniswahlrecht genannt.

Das personalisiertes Verhältniswahlrecht, wie es momentan im Wahlgesetz geregelt ist, bringt aber ein paar Probleme mit sich, die sich am Ende in Überhang- und Ausgleichsmandaten niederschlagen. Deswegen hat der Bundestag aktuell nicht nur 598 Sitze, sondern 709.

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