Inhalt

 

Lexikon



Volkszählung (Zensus)

Eine Lupe ist auf gelbe, schwarze und rote Spielfiguren gerichtet

© dpa/DeFodi

Vielleicht kennt ihr aus der Weihnachtsgeschichte den Begriff Volkszählung: Maria, die mit ihrem Josef hochschwanger nach Bethlehem reisen musste, weil König Herodes eine Volkszählung veranlasst hatte.

Warum lässt der deutsche Staat Volkszählungen – auch Zensus genannt – durchführen? Weil der Staat wissen muss, wie viele Menschen in seinem Land wohnen und wie die Bevölkerung strukturiert ist. Wie viele Alte gibt es, wie viele Kinder werden in Zukunft in die Schule kommen, welche Berufe sind die beliebtesten? Diese Informationen dienen als Grundlage für politische Entscheidungen, wie etwa in Fragen des Wohnungsbaus oder der Bildung.

Um die Daten dafür zu ermitteln, müssen Einwohner befragt oder entsprechende Verwaltungsregister ausgewertet werden. Dafür machen wir uns natürlich nicht mit Sack und Pack, Kind und Kegel auf den Weg, wie es zu biblischen Zeiten war. Die Fragen kommen viel mehr zu uns, flattern als Fragebögen in unsere Briefkästen oder werden uns persönlich von einem Zensusmitarbeiter gestellt.

Das ist natürlich unheimlich aufwändig. Aber die Volkszählung hat auch einen großen Nutzen, weil Politiker mit diesem Wissen viel genauer planen können. Die letzte Zählung des deutschen Volkes fand im Jahr 2011 statt.