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Stipendienprogramm Vom Ausland in den Bundestag zum Praktikum

Bis Ende Juli können sich junge Ausländer noch für ein fünfmonatiges Stipendium des Deutschen Bundestages bewerben. Die nächste Runde startet im März 2020. Was die Teilnehmer erwartet.

Junge Menschen ausländischer Herkunft im Bundestag

Im Bundestag: Junge Stipendiaten aus dem Ausland lernen den deutschen Parlamentarismus kennen. © Tim Lüddemann

Habt ihr in eurem Freundeskreis junge Leute mit ausländischem Pass, die sich für Politik interessieren? Dann leitet diese Information gerne an sie weiter! Denn das Internationale Parlaments-Stipendium des Deutschen Bundestages (IPS) ist eine tolle Gelegenheit, einen Einblick in die deutsche Demokratie und unser politisches System zu bekommen – und außerdem spannende Menschen von überall her zu treffen.

Worum geht es?

Das IPS gibt es schon seit 1986. Jedes Jahr lädt der Bundestag von Anfang März bis Ende Juli engagierte junge Ausländer ein, die Lust haben, die demokratische Zukunft in ihrer Heimat mitzugestalten.

Hier arbeiten sie in den Büros von Bundestagsabgeordneten mit und reisen mit ihnen in ihre Wahlkreise – und erleben so die parlamentarischen Abläufe von Nahem. Sie können außerdem Vorlesungen an den drei Berliner Universitäten besuchen und politische Stiftungen kennenlernen.

Woher kommen die Stipendiaten?

Aktuell nehmen 44 Länder an dem Programm teil. Welche das sind, wie die Bewerbung genau abläuft und wie die jeweiligen Bewerbungsfristen sind, das alles erfahrt ihr auf der IPS-Seite des Bundestages.

Ein paar der Stipendiaten, die seit März hier sind, hat Mitmischen.de getroffen. Hier könnt ihr von ihren ersten Eindrücken lesen.

Übrigens gibt es zusätzlich auch eigene Stipendienprogramme für afrikanische und arabische Staaten.

Junge Menschen in verschiedenen Trachten auf einer Bühne

Bunte Bühne: Bei der Abschlussveranstaltung des Programms stellten die Stipendiaten ihre Heimatländer vor. © Tim Lüddemann

Welche Voraussetzungen müssen Bewerber erfüllen?

Bewerber müssen logischerweise Bürger des Landes sein, für das sie sich bewerben. Wichtig: Auch wer eine doppelte Staatsbürgerschaft hat, darf teilnehmen.

Außerdem müssen sie ein abgeschlossenes Universitätsstudium in der Tasche haben und sollen zum Beginn des Stipendiums jünger als 30 Jahre sein. Und die letzte Voraussetzung: Damit das Stipendium Sinn ergibt, müssen die Teilnehmer gut Deutsch sprechen. Das bedeutet konkret: Sprachniveau B2.

Wer wird ausgewählt?

Wer das Stipendium bekommt, das entscheidet eine unabhängige Auswahlkommission des Bundestages. Auch die drei Berliner Universitäten wählen mit aus. Sie achten dabei vor allem auf das Politikwissen, die Sprachkenntnisse sowie soziale und interkulturelle Kompetenzen.

(DBT/jk)

Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm für Deutsche und US-Amerikaner

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