Ehrenamt

Mehr Hilfe für Menschen, die sich engagieren

08.10.2019 – Ob in einer politischen Organisation, im Sportverein oder bei der freiwilligen Feuerwehr – viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich. Im Bundestag wurde diskutiert, wie man sie unterstützen kann.
Sport-Mannschaft mit Trainerin
Jugendliche trainieren macht Spaß. Aber wer kümmert sich im Verein um Versicherungsfragen? © shutterstock.com/Rawpixel.com

Manche trainieren die Jugend-Fußballmannschaft, manche setzen sich für den Umweltschutz ein, andere helfen alten Menschen, mit Computern umzugehen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Wenn jemand das tut, ohne damit Geld zu verdienen, nennt man das Ehrenamt. Im Bundestag gibt es den Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“, der sich mit den Rahmenbedingungen dafür beschäftigt. 

Papierkram fürs Ehrenamt

In einer Sitzung Ende September beschäftigte sich das Gremium damit, wie man Leuten, die sich ehrenamtlich engagieren, das Leben leichter machen könnte. 

Das Problem: Viele Engagierte sind gezwungen, sehr viel Zeit und Mühe dafür aufzubringen, den Papierkram für ihre ehrenamtliche Arbeit zu erledigen. So bleibt weniger Zeit für das, was sie eigentlich machen wollen. 

Wie ist mein Verein versichert, wenn etwas kaputt geht? Verletzt unsere Internetseite Datenschutz-Regelungen? Pro Stunde Engagement würde im Durchschnitt eine halbe Stunde für solche Verwaltungsarbeiten anfallen, berichtete eine Expertin von der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Das schrecke viele davon ab, sich überhaupt zu engagieren.

Was kann man tun? 

Die Experten forderten, dass rechtliche Fragen für Vereine deutlicher geklärt werden. Viele Vereine seien nämlich sehr verunsichert, welche Regelungen überhaupt für sie gelten und welche nicht. „Die Lage ist super unübersichtlich für Vereine“, meinte ein Experte für Jugendbildung. „Da sitzen keine Verwaltungsprofis.“ 

Außerdem schlugen die Gäste im Unterausschuss vor, dass diejenigen, die sich ehrenamtlich engagieren, steuerliche Vorteile bekommen sollten. Auch kostenlose Tickets für den öffentlichen Nahverkehr waren ein Vorschlag, um Engagierten ihre Arbeit zu erleichtern.  

(DBT/jk) 

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