USA-Stipendiatin

Kathi, 15, Colorado

07.08.2019 – Kathi verbringt mit einem Bundestags-Stipendium ein Jahr in den USA. Inzwischen ist sie schon Cheerleader und erfreut sich an interessanten Traditionen.

November 2019: Cheerleading und Tag der Toten

Nach mehr als 3 Monaten in den USA melde ich mich nun auch mal wieder zurück. 

Es ist verrückt, wie schnell die Zeit vergeht: Es fühlt sich so an, als wäre ich gerade vor ein paar Wochen bei meiner Gastfamilie angekommen, aber jetzt sitze ich bereits im Flugzeug auf dem Weg nach Washington D.C. zur Bildungswoche, zur “Civic Education Week”.

Endlich Cheerleader 

In den letzten Monaten ist so einiges passiert. Zuerst einmal hatte ich „Cheerleading Tryouts“ und habe es tatsächlich ins Team geschafft. Um unsere Uniformen und das Zubehör zu finanzieren, machen wir Fundraising, wir verkaufen Schokolade und Schul-Merchandise. Mir gefällt das sehr gut, weil so keine Kosten auf unsere Eltern zukommen.

Ein Tag für die Toten 

Am 2. November war der “Dias de los muertos”, der Tag der Toten. Das ist eine mexikanische Tradition. Man glaubt, dass an diesem Tag die Toten ins Diesseits kommen und ihre Hinterbliebenen besuchen können. Dafür errichtet jede Familie einen Altar mit Bildern aller verstorbenen Familienmitglieder und schmückt diesen mit Blumen und dem Lieblingsessen der Toten. So können sie bei ihrem Besuch alles mitnehmen und sich daran erfreuen.

Meine mexikanische Gast-Mutter hat mir gezeigt, wie man das spezielle Brot für diesen Tag backt und meinte, dass ich das sehr gut gemacht hätte. Außerdem hat sie mir schon beigebracht, wie man Tortillas selbst macht. Die mexikanische Kultur kennenzulernen, macht mir unheimlich viel Spaß und ich genieße jede Sekunde mit meiner Familie. Deshalb macht es mich auch ein bisschen traurig, sie jetzt eine Woche nicht zu sehen, aber ich bin gespannt auf die Zeit in Washington und freue mich umso mehr darauf, sie danach wiederzusehen.

September 2019: Neuer Schulalltag

Seit nunmehr drei Wochen lebe ich in Denver bei meiner Gastfamilie und es könnte nicht besser sein. Meine zweite Schulwoche habe ich nun auch schon hinter mich gebracht. Der Alltag an meiner Highschool unterscheidet sich stark von jenem an meiner Schule in Deutschland, aber inzwischen habe ich mich gut an die kurzen Pausen und das häufige Raumwechseln gewöhnt. Es gibt verschiedene Sportangebote, ich würde gerne ins Cheerleader-Team, es ist aber noch nicht sicher, ob eines zustande kommt. Wenn nicht, probiere ich gerne einen anderen Sport aus.

Meine Gastfamilie 

In der Schule alles zu verstehen, habe ich mir aufgrund der sprachlichen Hindernisse sehr schwer vorgestellt, aber ich komme gut mit – und falls das mal nicht der Fall ist, kann ich immer meine Freunde oder meinen großen Bruder fragen. Wir sind nämlich beide "Sophomores" und haben überwiegend die gleichen Lehrer. In unserer Freizeit gehen wir gemeinsam ins Fitnessstudio und schauen Filme. 

In den ersten Tagen habe ich meine Familie in Deutschland sehr vermisst, aber durch verschiedenste Ausflüge und Familientreffen mit meiner Gastfamilie wurde es immer leichter für mich. Ich habe mich inzwischen sehr gut eingelebt und fühle mich hier zuhause. 

August 2019: Denver, here I come!

Hallo, ich heiße Kathi und bin 15 Jahre alt. Noch wohne ich in Rheinland-Pfalz, wo ich ein Gymnasium besucht habe. Aber in nunmehr 4 Wochen trete ich mein Auslandsjahr an. Ich werde 10 Monate in Denver in Colorado leben. Diese riesige Chance habe ich durch das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) bekommen, ein Stipendium des Deutschen Bundestages.

Eine Woche England, ein Jahr USA 

Reisen hat mir schon immer sehr gut gefallen und nachdem ich einen einwöchigen England-Austausch absolviert hatte, war mir klar, dass ich gerne einmal länger im Ausland leben und lernen möchte. Die USA zu entdecken, war dabei ein großer Wunsch von mir.

Durch eine ehemalige Stipendiatin wurde ich auf das PPP aufmerksam und habe mich im Mai 2018 beworben. Mehr als ein Jahr später stand dann auch meine Gastfamilie, mit der ich nun in regelmäßigem Kontakt stehe, fest. In wenigen Wochen werde ich Deutschland verlassen. Bei dem Gedanken verspüre ich nicht ausschließlich Vorfreude. Natürlich kann ich es kaum erwarten, meine Familie kennenzulernen, Denver zu entdecken und eine Highschool zu besuchen. Aber meine Familie, meine Freunde und meine Heimat hinter mir zu lassen, macht mich doch trauriger als erwartet. 

Dennoch überwiegt das Positive und ich kann es kaum erwarten, meine Reise anzutreten.

Das ist das PPP
So funktioniert die Bewerbung
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