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CBYX-Stipendiaten in Deutschland

Sydney, 16, von Illinois nach Lingen

6. Oktober 2026

Für ein Schuljahr tauscht Sydney ihre US-amerikanische High School gegen ein deutsches Gymnasium, das Auto gegen ein Fahrrad und Football gegen Rudern ein. In ihrem Blog erfährst du, wie es ihr in den Wirren der deutschen Sprache und in der neuen Kultur ergeht.

Eine Frau mit langen, violett gefärbten Haaren steht im Halbschatten vor einer Holzkonstruktion. Sie trägt ein glitzerndes, violettes Oberteil mit Spaghettiträgern. Im Hintergrund sind ein Fluss, Bäume ohne Laub und mehrstöckige Backsteingebäude zu sehen. Die Szene ist von warmem Sonnenlicht durchzogen, das lange Schatten wirft.

Sydney hat sich vor ihrer Abreise viel mit dem Leben in Deutschland beschäftigt. © privat

Zur Person

Hey!

Mein Name ist Sydney und ich bin mit dem Congress-Bundestag Youth Exchange- Programm (CBYX) als Austauschschülerin in Deutschland. Ich wollte schon immer im Ausland leben, eine neue Sprache lernen und wirklich in eine andere Kultur eintauchen. Nachdem ich einige Jahre in Neuseeland gelebt habe, habe ich mich in das Gefühl verliebt, mir in einem neuen Land ein Leben aufzubauen. Da ich mit deutschen Au-pairs aufgewachsen bin, wurde meine Neugier auf Deutschland schon früh geweckt: Aus meiner Komfortzone herauszutreten und Kontakte zu Menschen mit anderem Hintergrund zu knüpfen. Ich freue mich riesig darauf, neue Herausforderungen anzugehen, von den Menschen um mich herum zu lernen und zu sehen, wohin mich dieses Jahr führen wird. Vor allem bin ich gespannt darauf, wie ich mich weiterentwickeln werde – nicht nur als Schülerin, sondern auch als Mensch.

Drei Farbfotos sind in einer Collage angeordnet. Oben links steht eine Gruppe junger Frauen nebeneinander, einige mit verschränkten Armen, andere mit lockerer Haltung. Sie tragen sommerliche Kleidung und lächeln in die Kamera. Unten links posieren vier junge Frauen in einem Flur, zwei davon zeigen das Peace-Zeichen, eine hält einen gelben Ordner, alle blicken lachend oder lächelnd in die Kamera. Rechts ist aus einem Flugzeugfenster eine Start- oder Landebahn zu sehen, im Hintergrund stehen mehrere Flugzeuge und Gebäude eines Flughafens, der Himmel ist leicht bewölkt.

Sydney verbrachte den 4. Juli mit ihrer Freundesgruppe, nur wenige Wochen vor ihrer Abreise nach Deutschland. Sydney mit Marleigh, Anais und Lauren (ebenfalls CBYX-Stipendiaten) bei der Einführungsveranstaltung vor der Abreise. © privat

Als ich erfuhr, dass ich bei CBYX angenommen worden war, trat alles andere in den Hintergrund. Die letzten Monate vor meiner Abreise waren ein einziger Wirbel aus Aufregung und bittersüßen Momenten. Es kam mir unwirklich vor, dass ich schon bald auf der anderen Seite der Welt leben würde, weit weg von allem Vertrauten. Ich versuchte, jede Sekunde mit meinen Freunden und meiner Familie zu genießen, bevor ich mich verabschiedete. Dann kam die größte Herausforderung: das Packen. Ich habe stundenlang im Internet recherchiert, um herauszufinden, was deutsche Teenager eigentlich so tragen, was sie nach der Schule machen und wie sie ihre Haare stylen. Ich war einfach so neugierig darauf, wie mein neuer Alltag aussehen würde.

Start in Bonn

Der Start im Sprachcamp in Bonn zusammen mit 40 anderen CBYX-Schülern war der perfekte sanfte Einstieg. Bonn war super fußgängerfreundlich, was uns genug Freiheit gab, uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland vertraut zu machen und zu lernen, wie man sich in der Stadt selbstständig zurechtfindet. Wir unternahmen Tagesausflüge zu Museen und Sehenswürdigkeiten sowie in nahegelegene Städte wie Köln. Neben unserem täglichen Sprachunterricht gab es auch Veranstaltungen, die uns dabei helfen sollten, uns auf das kommende Jahr vorzubereiten – dabei wurden Themen wie Heimweh und Eingewöhnung besprochen. Es war ein großartiger Monat, in dem ich viel gelernt und neue Freunde gefunden habe. Ich habe immer noch Kontakt zu so vielen Leuten aus dem Camp und weiß, dass ich mich bei allem an sie wenden kann. Die vier Wochen in Bonn waren voller Lachen, toller Freundschaften und wichtiger Lektionen fürs Leben.

Links steht ein bronzefarbenes Denkmal auf einem steinernen Sockel, umgeben von Blumenbeeten. In der Mitte verläuft eine von Bäumen gesäumte Allee, auf der eine Frau mit langen, offenen Haaren, schwarzem Oberteil und hellblauer Hose steht. Rechts erhebt sich eine gotische Kathedrale mit filigranen Türmen und zahlreichen Verzierungen aus dunklem Stein.

Sydney spazierte durch Bonn und besichtigte das Geburtshaus von Ludwig van Beethoven sowie den Kölner Dom. © privat

Neues Leben im Emsland

Nach dem Sprachcamp bin ich in eine wunderschöne Stadt namens Lingen gezogen. Ich hatte Glück, denn ein paar Freunde aus dem Camp wohnen nur 30 Autominuten entfernt, aber auch hier in Lingen habe ich überraschend schnell neue Freunde gefunden. Es hieß immer wieder, dass die ersten Wochen sozial schwierig sein können, aber an meiner Schule gibt es viele freundliche Menschen, die gerne ins Gespräch kommen. Ich habe mich bereits ins lokale Leben integriert – ich war auf dem Altstadtfest (einem riesigen lokalen Festivalwochenende) und habe die Innenstadt erkundet. Außerdem können wir, da wir so nah an der niederländischen Grenze wohnen, schnell mal in ein anderes Land rüberfahren – das ist ein echt cooler Bonus!

Im Vordergrund sitzen zwei junge Frauen nebeneinander auf grünen Stühlen und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund stehen zahlreiche Menschen, die von buntem Licht beleuchtet werden. Rechts sind drei kleinere Ausschnitte zu sehen: Oben ein beleuchtetes Riesenrad bei Nacht, darunter ein Gebäude mit dem Schriftzug 'Candy House', und unten ein Teller mit frittiertem Gebäck, das mit Puderzucker bestreut und mit frischen Erdbeeren garniert ist.

Sydney traf sich mit einer Freundin, um sich „Footloose“ in einem Freiluftkino anzusehen. Sie genießt das Stadtleben beim Altstadtfest ebenso wie die berühmten niederländischen Poffertjes. © privat

Neuer Alltag: Fahrrad, Schule, Rudern

Ein ganz normaler Tag in Lingen beginnt für mich mit einem schnellen Frühstück, bevor ich mich auf den Weg zum Gymnasium mache. Ich liebe es, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Morgens sind die Straßen voller Schüler, die alle dieselbe Strecke mit dem Fahrrad zurücklegen, was ein tolles Gemeinschaftsgefühl vermittelt. Ich war begeistert davon, wie fahrradfreundlich die Stadt ist – Radfahrer haben tatsächlich Vorrang und überall gibt es eigene Radwege. Das macht das Radfahren so einfach, dass man das Auto gar nicht vermisst – was ohnehin gut für die Umwelt ist.

Die Schule selbst ist faszinierend. Es ist super interessant, die Schulsysteme vergleichen zu können. In einigen Fächern bin ich zwar immer noch etwas überfordert, aber die Lehrer sind sehr geduldig und entgegenkommend. Da es an meiner Schule vorher auch schon Austauschschüler gab, wissen sie wirklich, wie man einem bei der Eingewöhnung helfen kann. Nachmittags lerne ich meistens, treffe mich mit Freunden oder gehe zum Sporttraining.

Ich bin tatsächlich dem örtlichen Ruderverein beigetreten! Da ich keinerlei Rudererfahrung hatte und nicht fließend Deutsch spreche, dachte ich zunächst, das wäre unmöglich, aber ich habe es trotzdem versucht. Meine Teamkollegen sind so nett – sie bringen mir das Rudern bei und sorgen dafür, dass ich mich integriert fühle. Manchmal artet die Kommunikation in ein regelrechtes Pantomimenspiel aus, aber das gehört zum Spaß dazu, wenn man Sprachbarrieren überwindet!

Familienleben

Abends verbringe ich Zeit mit meiner Gastfamilie. Wir tauschen uns immer darüber aus, wie unser Tag war. Meine Gastmutter und ich kochen jeden Abend gemeinsam das Abendessen – wir zaubern leckere Gerichte, während ich mein Bestes gebe, den komplett auf Deutsch verfassten Rezepten zu folgen. Danach spielen wir meistens Karten oder machen ein Puzzle. Ich habe gelernt, dass nicht jeder einzelne Tag ein großes Abenteuer sein muss. Manche Tage sind ruhiger oder laden einfach zu einem Nickerchen ein, und das ist völlig in Ordnung. Das gehört hier einfach zum normalen Leben als Teenager dazu.

Vier junge Menschen sitzen nebeneinander im Vordergrund und blicken lächelnd in die Kamera. Im Hintergrund sind weitere Personen und ein überdachter Außenbereich mit Holzkonstruktionen zu sehen. Rechts oben befindet sich eine kreisförmige Collage aus vielen kleinen, bunten Figuren auf hellem Grund. Darunter ist ein hoher, orangefarbener Turm mit Kuppeldach und Fenstern abgebildet, der von Bäumen und einem Zaun umgeben ist. Die beiden rechten Bilder sind von einem rosa Rahmen eingefasst.

Sydney genießt ihre Zeit in Lingen, besonders angetan ist sie von dem Wasserturm der Stadt. Sie verbringt gerne Zeit mit ihren engsten Freundinnen Safia und Elina sowie mit anderen Austauschschülern wie Ciao. Außerdem hat sie angefangen, mit ihrer Gastmutter zu puzzeln. © privat

Heimweh

Natürlich gibt es Heimweh wirklich! Nach zwei Monaten habe ich mich gut eingelebt, aber mein Leben zu Hause geht ohne mich weiter. Wenn ich Beiträge über Fußballspiele am Freitagabend oder Schilder zum Homecoming sehe, vermisse ich mein Zuhause manchmal. Es ist definitiv ein Balance-Akt – zu versuchen, das alte Leben im Hinterkopf zu behalten, damit man sich darauf konzentrieren kann, im Hier und Jetzt zu sein. Ich habe festgestellt, dass es mir wirklich hilft, weniger auf Social Media zu sein und ein- oder zweimal pro Woche zu Hause anzurufen. Immer wenn ich mich niedergeschlagen fühle, erinnere ich mich daran, was für ein Privileg es ist, auf dieser einmaligen Reise zu sein. Mein Zuhause und meine Freunde werden immer noch da sein, wenn ich zurückkomme. Ich habe bereits die Erfahrung gemacht, dass echtes Wachstum oft in ungewohnten und unangenehmen Momenten stattfindet.

Links ist ein prunkvoller Raum mit aufwendig verzierten Wänden, hohen Fenstern und einem Boden aus Marmorfliesen zu sehen. Rechts oben befindet sich eine Nahaufnahme von vier Personen, die in einem Spiegel posieren und dabei fröhliche Gesichtsausdrücke zeigen. Rechts unten stehen sieben Personen nebeneinander vor einer Leinwand mit einer Präsentation; sie blicken in die Kamera und lächeln.

Sydney unternimmt gerne viel mit ihren Freunden, zum Beispiel geht sie freitagabends bowlen. Sie trifft sich viel mit Safia und Elina, ihren besten deutschen Freundinnen. © privat

Interesse für Politik

Seit ich hier lebe, interessiere ich mich auch viel mehr für Politik. In Deutschland finden derzeit Kommunal- und Landtagswahlen statt, und das merkt man überall. Wenn meine Gastfamilie und ich samstags auf den Stadtmarkt gehen, gibt es unzählige politische Stände, an denen lokale Kandidaten für ihr Programm werben. Wenn man mit dem Fahrrad durch die Stadt fährt, sieht man an fast jeder Straßenecke Wahlplakate. Da ich aus den USA komme, wo ein intensives Zweiparteiensystem herrscht, finde ich es wirklich interessant zu sehen, wie eine Mehrparteienregierung funktioniert.

Da ich in den USA selbst an friedlichen Anti-ICE-Demonstrationen teilgenommen habe, macht mir die politische Entwicklung hier wieder deutlich, dass unsere tägliche Realität direkt davon geprägt wird, wer an der Macht ist. Politik ist nichts, was man einfach ignorieren kann – sie betrifft jeden, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Meine Zeit hier hat definitiv meinen Wunsch bestärkt, die Weltpolitik weiterhin zu verfolgen, und ich hoffe, dass es hier in Deutschland friedlich bleibt.


Sydney's blog in english

Hey!

My name is Sydney Lang, and I’m an exchange student in Germany through the CBYX (Congress-Bundestag Youth Exchange) program. I’ve always wanted to study abroad, learn a new language, and really dive into another culture. After living in New Zealand for a few years, I fell in love with the feeling of making a life in a new country. Growing up with German au pairs also sparked my curiosity about Germany early on. Stepping out of my comfort zone and making connections with people from other backgrounds is what pushed me to come here. I’m so excited to take on new challenges, learn from the people around me, and see where this year takes me. Above all, I’m curious to see how I’ll grow – not just as a student, but as a person.

Drei Farbfotos sind in einer Collage angeordnet. Oben links steht eine Gruppe junger Frauen nebeneinander, einige mit verschränkten Armen, andere mit lockerer Haltung. Sie tragen sommerliche Kleidung und lächeln in die Kamera. Unten links posieren vier junge Frauen in einem Flur, zwei davon zeigen das Peace-Zeichen, eine hält einen gelben Ordner, alle blicken lachend oder lächelnd in die Kamera. Rechts ist aus einem Flugzeugfenster eine Start- oder Landebahn zu sehen, im Hintergrund stehen mehrere Flugzeuge und Gebäude eines Flughafens, der Himmel ist leicht bewölkt.

Sydney hung out with her friend group on the Fourth of July, just a short few weeks from departure. Sydney with Marleigh, Anais, and Lauren (other CBYX recipients) at the pre-departure orientation.  © privat

Once I found out I got accepted into CBYX, everything else took a back seat. The last few months before leaving were a total blur of excitement and bittersweet moments. It felt surreal that in just a bit, I’d be living on the other side of the world, away from everything familiar. I tried to soak up every second with my friends and family before saying goodbye. Then came the ultimate challenge: packing. I spent hours online trying to figure out what German teenagers actually wear, what they do after school, and how they style their hair. I was just so curious about what my new daily life would look like.

Starting out at language camp in Bonn with 40 other CBYX students was the perfect soft landing. Bonn was super walkable, which gave us enough freedom to figure out German public transit and learn how to navigate town on our own. We went on day trips to museums, monuments, and nearby cities like Köln, taking in the history and incredible architecture. Alongside our daily language classes, we had sessions to help us prepare for the year ahead – talking through things like homesickness and fitting in. It was such a great month of learning and making friends. I’m still in touch with so many people from camp, and I know I can reach out to them for anything. The four weeks in Bonn were packed with non-stop laughter, great friendships, and life lessons.

Links steht ein bronzefarbenes Denkmal auf einem steinernen Sockel, umgeben von Blumenbeeten. In der Mitte verläuft eine von Bäumen gesäumte Allee, auf der eine Frau mit langen, offenen Haaren, schwarzem Oberteil und hellblauer Hose steht. Rechts erhebt sich eine gotische Kathedrale mit filigranen Türmen und zahlreichen Verzierungen aus dunklem Stein.

Sydney walking around Bonn and seeing the birthplace of Ludwig van Beethoven as well as seeing the Koeln Cathedral. © privat

After language camp, I moved to a beautiful town called Lingen. I got lucky because a few friends from camp live only a 30-minute drive away, but making friends here in Lingen has gone surprisingly well too. People always warn you that the first few weeks can be tough socially, but my school has been full of welcoming people who were eager to chat. I’ve already gotten involved in local life – going to Altstadtfest (a huge local festival weekend) and exploring the town center. Plus, living so close to the Netherlands border means we can quickly pop over to another country, which is such a cool bonus!

Im Vordergrund sitzen zwei junge Frauen nebeneinander auf grünen Stühlen und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund stehen zahlreiche Menschen, die von buntem Licht beleuchtet werden. Rechts sind drei kleinere Ausschnitte zu sehen: Oben ein beleuchtetes Riesenrad bei Nacht, darunter ein Gebäude mit dem Schriftzug 'Candy House', und unten ein Teller mit frittiertem Gebäck, das mit Puderzucker bestreut und mit frischen Erdbeeren garniert ist.

Sydney met up with Lauren to see Footloose at an outdoor theatre. She enjoys her town life at Altstadtfest, as well as the famous Netherlands poffertjes. © privat

A normal day for me in Lingen starts with a quick breakfast before heading off to Gymnasium (the German high school). I love riding my bike to school. In the morning, the streets are filled with students all biking the same route, and it gives you this awesome sense of community. I was amazed by how bike-friendly the town is – cyclists actually get the right of way and have dedicated paths everywhere. It makes riding a bike so easy that you don't even miss taking a car, which is great for the environment anyway.

School itself has been fascinating. Being able to compare school systems firsthand is super interesting. I’m definitely still lost in some of my classes, but the teachers are very patient and accommodating. Since our school has hosted exchange students in the past, they really know how to help you adjust. In the afternoons, I usually study, hang out with friends, or go to sports practice.

I actually joined the local rowing team! Having zero rowing experience and not being fluent in German made me think it was going to be impossible, but I gave it a shot anyway. My teammates have been so kind – they’ve been teaching me how to row and making sure I feel included. Sometimes communication turns into a full-blown game of charades, but that’s all part of the fun of breaking through a language barrier!

In the evenings, I spend time with my host family. We always catch up on how our days went. My host mom and I cook dinner together every night – making delicious meals while I try my best to follow recipes written entirely in German. Afterwards, we usually play cards or work on a puzzle. I’ve learned that not every single day has to be a giant adventure. Some days are quieter or just call for a nap, and that’s completely okay. That’s just part of living a normal teenage life here.

Vier junge Menschen sitzen nebeneinander im Vordergrund und blicken lächelnd in die Kamera. Im Hintergrund sind weitere Personen und ein überdachter Außenbereich mit Holzkonstruktionen zu sehen. Rechts oben befindet sich eine kreisförmige Collage aus vielen kleinen, bunten Figuren auf hellem Grund. Darunter ist ein hoher, orangefarbener Turm mit Kuppeldach und Fenstern abgebildet, der von Bäumen und einem Zaun umgeben ist. Die beiden rechten Bilder sind von einem rosa Rahmen eingefasst.

Lingen is such a beautiful town, especially with the water tower. She enjoys spending time with her closest friends Safia and Elina, as well as other exchange students like Ciao. This is the first puzzle she completed with her host mom! © privat

Of course, homesickness is real! Two months in, I’ve settled into a good routine, but my life back home keeps going on without me. Seeing posts of Friday night football games or homecoming signs makes me miss home at times. It’s definitely a balancing act – trying to keep your old life in the back of your mind so you can focus on being present here. I’ve found that staying off social media a bit more and sticking to calling home once or twice a week really helps. Whenever I feel down, I remind myself what a privilege it is to be on this once-in-a-lifetime journey. My home and friends will still be there when I get back. It reminds me of that quote from Kung Fu Panda where Master Oogway says, „Yesterday is history, tomorrow is a mystery, but today is a gift. That is why it is called the present.“ I have already started learning that real growth often happens in unfamiliar and uncomfortable moments.

Links ist ein prunkvoller Raum mit aufwendig verzierten Wänden, hohen Fenstern und einem Boden aus Marmorfliesen zu sehen. Rechts oben befindet sich eine Nahaufnahme von vier Personen, die in einem Spiegel posieren und dabei fröhliche Gesichtsausdrücke zeigen. Rechts unten stehen sieben Personen nebeneinander vor einer Leinwand mit einer Präsentation; sie blicken in die Kamera und lächeln.

Sydney enjoys many activities with her friends such as Friday night bowling. She is so lucky to have great friends. She is found once again hanging out with Safia and Elina, her German best friends. © privat

Living here has also made me pay way more attention to politics. Germany is currently holding local and state elections, and you see it everywhere. When my host family and I go to the Saturday city market, there are tons of political booths where local candidates pitch their platforms. Biking through town, you see campaign posters on almost every street corner. Coming from an intense, two-party system in the US, seeing how a multi-party government works is really interesting.

(I’ve been following the election results, seeing how the CDU party is doing, and watching the local protests against the AfD. Many citizens, including my classmates, speak out loudly against the AfD, and it’s powerful to watch people use their voices like that. Seeing other parties refuse to ally or work with the AfD is eye-opening too. Comparing all of this to what I've seen back home with MAGA makes the experience even more striking.)

As someone who has participated in peaceful Anti-ICE protests back in the US, watching politics unfold here is a good reminder that our daily reality is directly shaped by who holds power. Politics isn't something you can just ignore – it affects everyone, regardless of age, gender, or background. My time here has definitely made me want to keep following global politics, and I hope things stay peaceful here in Germany.