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Veteranentag

Verbindung zwischen Bürgern und Bundeswehr

Lisa Kayser

Lisa kommt aus einer Soldatenfamilie und weiß, dass der Dienst bei der Bundeswehr auch den Familien viel abverlangt. Am 21. Juni hat sie sich bei der Veranstaltung zum Nationalen Veteranentag umgesehen, der rund um den Bundestag stattgefunden hat. Ihr Fazit: Der Veteranentag schafft Anerkennung und ermöglicht Begegnungen.

Drei Fahnen wehen vor einem historischen Steingebäude mit großen Fenstern und Säulen. Von links nach rechts sind die Europaflagge mit gelben Sternen auf blauem Grund, eine weiße Fahne mit einem stilisierten »V« in Schwarz-Rot-Gold und der Aufschrift »Nationaler Veteranentag«, sowie die deutsche Nationalflagge in Schwarz-Rot-Gold zu sehen. Der Himmel ist bewölkt.

Der Nationale Veteranentag ist ein Gedenktag für alle aktiven Soldaten und Soldatinnen sowie für alle, die ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden sind. Er fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. © Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Schon zum zweiten Mal wurde der Nationale Veteranentag rund um den 15. Juni in vielen deutschen Städten gefeiert. Mit großer Mehrheit hatten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages im April 2024 beschlossen, einen Gedenktag einzuführen, an dem der Dienst und die Leistungen aller aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gewürdigt werden sollen. Der Tag soll die gesellschaftliche Wertschätzung für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehrangehörigen sichtbarer machen und das Band zwischen Streitkräften und der Gesellschaft stärken.

Wen wir an diesem Gedenktag ehren, scheint zunächst eindeutig: alle Veteranen und Veteraninnen unseres Landes. Dazu zählen alle noch aktiven Soldaten und Soldatinnen im Dienst sowie auch alle, die ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden sind. Sie stehen im Mittelpunkt des Veteranentages. Sie waren und sind bereit, die Freiheit, den Frieden und die Demokratie in Deutschland zu wahren und im Ernstfall mit ihrem eigenen Leben zu verteidigen. 

Zentrale Gedenkveranstaltung am Bundestag

Um sie geht es auch bei der zentralen Gedenkveranstaltung, die am 21. Juni 2026, wie im vergangenen Jahr, rund um das Reichstagsgebäude stattgefunden hat. Und dort habe ich mich umgesehen.

Es gab viele Stände, die auch Besucherinnen und Besucher ansprechen sollten, die bisher nur wenig oder keine Berührung mit der Bundeswehr hatten. An zahlreichen Ständen haben verschiedene Bereiche der Bundeswehr wie das Heer, die Luftwaffe, die Feldpost und die Marine ihre Aufgaben, Einsatzbereiche und Ausrüstung vorgestellt. Auch spezialisierte Abteilungen wie der Sanitätsdienst waren vertreten, haben ihre Arbeit erklärt und standen bei Fragen Rede und Antwort. Darüber hinaus haben viele Organisationen über Unterstützungsangebote für Veteranen und deren Familien informiert.

Im Vordergrund stehen mehrere Personen in militärischer Uniform und ziviler Kleidung. Eine Person trägt eine Bundeswehruniform mit Deutschlandflagge und Abzeichen am Ärmel, eine andere Person trägt einen Anzug mit Krawatte, daneben steht eine Frau mit hellblauer Bluse und rosafarbenem Blazer. Im Hintergrund sind weitere Menschen und Bäume zu sehen. Die Szene spielt im Freien.

Bei der zentralen Veranstaltung zum Veteranentag rund um das Reichstagsgebäude waren auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner vor Ort. © Deutscher Bundestag / Xander Heinl

Wertschätzung für die Veteranen…

Gerade diese Offenheit fiel mir besonders auf, da sie der Bevölkerung eine Möglichkeit bietet, die Bundeswehr besser kennenzulernen und zu verstehen, warum in der aktuellen geopolitischen Lage, angesichts internationaler Konflikte und Spannungen die Bundeswehr eine so wichtige Rolle spielt, um die Sicherheit Deutschlands zu gewährleisten. Vor Ort wurde gleichzeitig aber auch die Wertschätzung für die Veteranen deutlich – für mein Gefühl herrschte eine unvergleichliche Atmosphäre.

Auch die Auftritte vieler bekannter Persönlichkeiten wie beispielsweise The BossHoss, HeavySaurus oder Heinz Rudolf Kunze haben ein starkes Zeichen der Anerkennung für alle Veteranen und Veteraninnen gesetzt. Dies zeigt, dass die Wertschätzung auch über politische Kreise hinausgeht.

…und ihre Familien

Doch der Veteranentag richtet sich nicht nur an die Soldatinnen und Soldaten. Auch ihre Familien und Angehörigen spielen eine wichtige Rolle – denn sie stehen hinter den Soldatinnen und Soldaten und tragen die Auswirkungen des Dienstes mit.

Vor Ort wurde die Wertschätzung für die Familien besonders deutlich. Man spürte diese vor allem in den Reden der Bundestagspräsidentin und des Generalinspekteurs der Bundeswehr, die beide betont haben, dass nicht nur die Soldatinnen und Soldaten selbst, sondern auch deren Angehörige einen Preis für unsere Sicherheit zahlen und deshalb eine besondere Würdigung verdienen.

Mir persönlich gefiel gut, wie viele Organisationen für Angehörige und Familien der Veteranen ihre Arbeit vorgestellt haben.

Verbindung zwischen Bundeswehr und Bevölkerung

Zusammenfassend lässt sich für mich sagen: Ich finde, dass der Nationale Veteranentag eine wichtige und schon lange überfällige Anerkennung für die Leistung der Soldatinnen und Soldaten ist. Viele Jahre hat meines Erachtens so ein wichtiger Tag gefehlt, weshalb es umso bedeutender ist, dass dieser unvergleichliche Tag nun jährlich stattfindet, um vor allem eine Verbindung zwischen der Bundeswehr und der Bevölkerung zu schaffen.

Gerade deshalb lohnt es sich genauer hinzuschauen:  Der Veteranentag ist mehr als nur ein Ehrentag. Er zeigt, wie viele Menschen hinter dem Dienst stehen und was sie bereit sind, für unsere aller Sicherheit zu opfern.

mitmischen-Autorin

Lisa Kayser

ist 16 Jahre alt und kommt aus Rheinland-Pfalz. Sie besucht derzeit die 11. Klasse und macht ihr Abitur. Besonders interessiert sie sich für die Bundeswehr und verfolgt Themen rund um Sicherheit und Politik.