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Unbekannte Unterwasserwelt

17.09.2021 – Schwimmen, Surfen, Strandspaziergänge. Für viele von uns bedeutet das Meer vor allem eines: die pure Erholung. Was manch einer nicht weiß: Der größte Teil des Ozeans ist bisher vollkommen unerforscht. In unserer Bildergalerie erfahrt ihr weitere spannende Fakten.
Wellen und Strand
Das Meer kann viel mehr als schöne Wellen... © picture alliance / Markus Mainka | Markus Mainka

Blauer Planet

Ob in der Badewanne, in der Sprudelflasche oder aus der Leitung: Wasser ist farblos. Das Meer aber sehen wir blau – woran liegt das? Zu tun hat das mit dem Sonnenlicht und der Wassertiefe. Nah am Ufer, wo das Wasser sehr flach ist, ist es farblos. Erst ab einer gewissen Tiefe bekommt es einen Blauschimmer und der wird immer stärker, je tiefer das Wasser wird. Und daran liegt’s: Moleküle im Wasser filtern bestimmte Farben aus dem Sonnenlicht heraus. Das Meer sieht dann blau aus. Allerdings nur, wenn das Wasser relativ sauber ist.

Tiefste Tiefe

Die tiefste Stelle im Meer geht weiter hinab als der höchste Berg der Erde hoch ist: nämlich rund elf Kilometer. Dieser größte Abgrund des Ozeans liegt im Marianengraben im Pazifik. Ab etwa 200 Metern spricht man üblicherweise von Tiefsee. Die Temperaturen liegen knapp über null Grad, es ist finster und der Wasserdruck ist enorm. Man mag es kaum glauben, aber auch in dieser ziemlich ungemütlichen Gegend existiert Leben. Und zwar zum Teil ziemlich eindrucksvolles, so wie diese leuchtende Tiefseequalle.

Große Unbekannte

Die Welt unter Wasser ist bisher nur bruchstückhaft erkundet. Gerade einmal fünf Prozent der Tiefsee sollen bisher erforscht sein, schätzen Fachleute. Die Vereinten Nationen wollen das ändern: Das Jahrzehnt der Weltmeere soll den Ozean stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und die Forschung voranbringen.

Müll im Meer

Jedes Jahr landen Tonnen von Plastikmüll in den Meeren. Das hat Folgen: Eine Studie des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2016 zeigte zum Beispiel, dass rund 70 Prozent der Fische in Ost- und Nordsee Plastik im Magen haben. Auch für uns Menschen könnte das schädlich sein, weil wir über die Tiere winzige Kunststoffteilchen aufnehmen. Wie gelingt es, Plastikmüll zu vermeiden? Mit dieser Frage hat sich auch der Bundestag beschäftigt. Anfang Mai beschloss er einen Gesetzentwurf der Regierung, nach dem unter anderem die Pfandpflicht für Getränkeflaschen aus Kunststoff ab 2022 ausgeweitet werden soll und Caterer, Lieferdienste und Restaurants ab 2023 verpflichtet werden, außer Einweg- auch Mehrwegbehälter für Essen und Getränke zum Mitnehmen anzubieten.

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