Serie: Zahl des Tages (24)

300 Stipendiaten

01.08.2022 – Manchmal sagen Zahlen mehr als Worte: Die mitmischen.de-Zahl des Tages zeigt euch den Bundestag aus einem ganz anderen Blickwinkel – und nebenbei erfahrt ihr interessantes Schlaumeier-Wissen. Heute geht’s um das Parlamentarische Patenschafts-Programm.
eine große 300, darunter eine US-Flagge und jubelnde Figuren in Graduation-Kleidern
300 Jugendliche schickt der Bundestag jedes Jahr zum Austausch in die USA. © DBT, Grafik: Ronny Pietsch

Ein Jahr an einer Highschool oder einem College – das ermöglicht der Deutsche Bundestag jährlich etwa 300 Jugendlichen. Die Stipendiaten des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) leben in ihrem Austauschjahr in einer Gastfamilie, besuchen eine amerikanische Schule und nehmen an einem spannenden politischen Rahmenprogramm teil.

Der Jugendaustausch wird seit 1983 vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika durchgeführt und zwar beidseitig: Jedes Jahr verbringen auch junge Amerikaner ein Austauschjahr in Deutschland. So soll die Verbindung zwischen den beiden Ländern gestärkt werden. Das Programm steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas.

Das ist das PPP

Bewerben bis zum 9. September

Für das Schuljahr 2023/24 können sich Interessenten übrigens noch bis zum 9. September 2022 bewerben.

Dafür müssen sie Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums, einer Real- oder Sekundarschule sein und zwischen dem 1. August 2005 und dem 31. Juli 2008 geboren worden sein. Zum Zeitpunkt der Ausreise (31. Juli) darf man das Abitur noch nicht bestanden haben.

Wer schon mit der Schule fertig ist und bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat oder kurz vor dem Ende steht, kann sich für das Auslandsjahr für junge Berufstätige und Azubis bewerben. Teilnehmer müssen bei Ausreise ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben und dürfen höchstens 24 Jahre alt sind.

Alle Infos zur Bewerbung finden sich auf der PPP-Seite des Bundestages.

Eigentlich sind es ja 600 Stipendiaten…

…, denn im Rahmen des Programmes kommen jedes Jahr auch amerikanische Jugendliche nach Deutschland. Dieses Jahr sind es jeweils 300. Bundestagsabgeordnete betreuen sowohl die deutschen wie auch die amerikanischen Stipendiaten als Paten. Durch den Jugendaustausch soll ein Netzwerk persönlicher Verbindungen zwischen jungen Menschen in den USA und in Deutschland entstehen, um gemeinsame politische Werte zu festigen und die Kultur im jeweiligen Land kennenzulernen. 

Weitere Stipendienprogramme

Übrigens ist das PPP nicht das einzige Stipendienprogramm des Bundestages. Das Parlament lädt auch im Rahmen des Internationalen Parlaments-Stipendiums (IPS) jährlich junge Erwachsene aus vielen verschiedenen Ländern ein, die deutsche Demokratie im Rahmen eines mehrmonatigen Praktikums kennenzulernen.

(jk)

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