Bildung

Mehr Wohnheimplätze für Studenten?

07.11.2019 – Studenten finden in Uni-Städten nur schwer eine Bleibe. Deshalb fordern sowohl die Linken als auch die Grünen mehr Wohnheim-Plätze.
Studenten packen Umzugskisten aus
Endlich eine Wohnung gefunden. Aber das kann dauern.  shutterstock.com/Antonio Guillem

Die Wohnheime sind oft voll, WG-Zimmer überteuert und manch einer schläft wochenlang behelfsmäßig bei Freunden, weil er nichts findet. Nicht nur in München oder Berlin ist das Problem bekannt, auch in mittelgroßen Uni-Städten wird die Wohnungssuche für Studenten immer schwieriger. 

Laut dem Antrag der Linken gibt es aktuell 2,9 Millionen Studenten in Deutschland, aber nur 240.000 öffentlich geförderte Wohnheimplätze. Und die Grünen führen an, dass die Zahl der Studenten seit 2005 um 45 Prozent zugenommen habe, die der Wohnheimplätze aber nur um 8,5 Prozent. 

Deshalb haben beide Fraktionen je einen Antrag formuliert, der mehr bezahlbaren Wohnraum für Studenten fordert. 

Was fordern die Fraktionen? 

Die Linken nennen in ihrem Antrag eine konkrete Zahl: 50.000 neue Wohnheimplätze für Studenten sollen geschaffen werden. Und zwar innerhalb der nächsten vier Jahre.  

Die Grünen machen in ihrem Antrag Vorschläge, wie die Wohn-Situation für Studenten entschärft werden könnte. Zum Beispiel sollen Grundstücke, die dem Bund gehören, aber aktuell nicht genutzt werden, ihrer Ansicht nach umfunktioniert werden. Uni-Städte sollen dabei unterstützt werden, kreative Lösungen für das Wohnplatz-Problem zu entwickeln. Außerdem sollen der Nahverkehr und die Radwege besser ausgebaut werden, damit Studenten besser zur Uni kommen, auch wenn sie etwas außerhalb wohnen. 

Am 24. Oktober wurden die beiden Vorlagen erstmals im Plenum, also von der Vollversammlung der Abgeordneten, besprochen. Nun schauen sich die Experten des Ausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen die Vorschläge genauer an. 

Hier könnt ihr euch die Plenardebatte anschauen und sehen, was Vertreter anderer Fraktionen zu den Ideen und Forderungen sagen: 

(DBT/jk)

Kommentare