Jugendbegegnung

Auf Spurensuche in der Nazizeit

13.02.2019 – 80 Jugendliche, eine Woche, jedes Jahr eine andere Stadt – die Jugendbegegnung des Bundestages hat Tradition. Junge Menschen erfahren dabei viel über die Zeit des Nationalsozialismus.
Der Besuch von Mahnmalen, wie dieses "Denkmal der heldenhaften Verteidiger Leningrads", oder Vorträge stehen auf dem Programm der jährlichen Jugendbegegnung. © DBT/Saldern

Zu Beginn jeden Jahres gedenkt der Bundestag in besonderer Weise den Opfern des Nationalsozialismus: Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar findet jährlich eine Jugendbegegnung statt. Etwa 80 Jugendliche erleben eine gemeinsame Woche und reisen zu bestimmten Schauplätzen des Zweiten Weltkrieges.

Teilnehmer sind Jugendliche zum Beispiel aus Deutschland, Russland, den USA, Polen, Frankreich und anderen Nachbarstaaten Deutschlands. Sie alle engagieren sich in Projekten und Initiativen zur Geschichte des Nationalsozialismus oder gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus.

Fast 20 Jahre Tradition

Jedes Jahr widmet sich die Begegnung einem anderen Thema: Um sich mit der Geschichte der Leningrader Blockade auseinanderzusetzen, reisten Jugendliche bereits nach Sankt Petersburg. Ziel war auch schon Kiew in der Ukraine, um vor Ort etwas über die nationalsozialistischen Verbrechen wie Besatzung, Zwangsarbeit und Völkermord in Osteuropa zu erfahren.

Auf dem Programm stehen Besichtigungen, Vorträge und Gespräche sowie Treffen mit Zeitzeugen. Am Gedenktag selbst, dem 27. Januar, sind die Jugendlichen wieder zurück in Berlin und erleben traditionell die Gedenkstunde des Bundestages zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" sowie eine Podiumsdiskussion mit ganz besonderen Gastrednern.

Mit der internationalen Jugendbegegnung beweist der Bundestag, dass sich junge Menschen für Geschichte interessieren: Schon seit 1997 lädt er zu diesem Treffen ein – in ganz unterschiedliche Städte.

Teilnahme nur auf Einladung

Wer selbst in einem der kommenden Jahre an der Jugendbegegnung teilnehmen will, muss sich dafür von der Organisation, bei der er sich engagiert, vorschlagen lassen. Diese wiederum muss allerdings zuvor vom Bundestag für das Programm ausgesucht werden. Dann gibt es eine Einladung vom Bundestagspräsidenten, der Schirmherr der Begegnung ist.

(sh)

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