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Relative Mehrheit

Die relative Mehrheit spielt nur dann eine Rolle, wenn mehr als zwei Auswahlmöglichkeiten zur Debatte stehen. Wenn die Abgeordneten des Deutschen Bundestages über ein neues Gesetz entscheiden sollen, ist das aber nicht der Fall. Es gibt dann nur zwei Möglichkeiten: Sie sind dafür oder dagegen. Eine Ausnahme ist die Bundeskanzlerwahl, dritter Wahldurchgang. Hier kann die relative Mehrheit theoretisch wichtig sein, bisher ist das aber noch nie vorgekommen.

Eine wichtige Rolle spielt die relative Mehrheit bei der Bundestagswahl und zwar bei der Wahl der Direktkandidaten. Pro Wahlkreis gibt es hier in der Regel mehr als zwei Auswahlmöglichkeiten: Mehrere Parteien schicken ihre Direktkandidaten ins Rennen, manchmal gibt es auch parteilose Bewerber. Es gewinnt derjenige, der die meisten Stimmen bekommt, also mehr als jeder einzelne Konkurrent. Beispiel: 20 Prozent der Wähler wählen Kandidat X. Das ist zwar nicht viel, aber jeder der anderen Kandidaten hat weniger als 20 Prozent. Somit gewinnt X mit der relativen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und zieht in den Bundestag ein.

Was sind Mehrheiten?

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Wie funktioniert die Bundestagswahl?

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