Gedenkveranstaltung anlässlich des 27. Januar
Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. 51 Jahre zuvor, am 27. Januar 1945, hatten die Soldaten der sowjetischen Armee die Überlebenden des nationalsozialistischen Vernichtungs- und Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau befreit, in dem seit 1940 mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet worden waren. Auschwitz steht seither wie kein anderer Ort für die unermesslichen Verbrechen der Nationalsozialisten.
Der damalige Bundespräsident Roman Herzog hatte den 27. Januar zum nationalen Gedenktag erklärt, die Initiative dazu war vom damaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, ausgegangen.
Gedenken im Bundestag
Seit 1996 wird im Deutschen Bundestag anlässlich des 27. Januars in einer Gedenkstunde der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. In der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag hält der Bundestagspräsident oder die Bundestagspräsidentin eine Ansprache und Zeitzeugen oder Holocaust-Überlebende werden als Gastredner eingeladen. So sprachen in den letzten Jahren unter anderem die Holocaust-Überlebenden Tova Friedman (2026), Roman Schwarzman (2025), Eva Szepesi (2024) und Rozette Kats (2023) im Plenarsaal.
Ebenfalls zu diesem Anlass findet seit 1997 eine vom Bundestag organisierte mehrtägige Jugendbegegnung statt.
Zur Gedenkstunde am 28. Januar 2026 sprach die Holocaust-Überlebende Tova Friedman zum Plenum und den anwesenden Gästen im Deutschen Bundestag. © Florian Gaertner / photothek
Seit 2006 internationaler Gedenktag
Am 1. November 2005 erklärte auch die Vollversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar zum „International Day of Commemoration in Memory of the Victims of the Holocaust“. Seit 2006 wird an diesem Tag weltweit mit Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen, Konferenzen und Gebeten an die Opfer der nationalsozialistischen Judenvernichtung erinnert.