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Fragestunde

Wer nicht fragt, bleibt dumm. Das wissen wir spätestens seit der Sesamstraße. Genauso halten es auch die Abgeordneten im Bundestag. Jedes Bundestagsmitglied kann zwei Fragen pro Sitzungswoche an die Bundesregierung stellen, die diese dann in der sogenannten Fragestunde im Plenum mündlich beantworten muss - alles live übertragen im Parlamentsfernsehen.

In die Zange nehmen

In der Regel antworten die Parlamentarische Staatssekretäre oder Staatsminister der Bundesministerien, mitunter aber auch die Minister selbst. Indem die Abgeordneten die Regierungsvertreter in die Zange nehmen, erledigen sie eine ihrer wichtigsten Aufgaben als Parlamentarier: die Kontrolle der Bundesregierung.

Wie üblich in der Politik geht auch hier alles tief ins Detail. So ist die Frage nicht bloß eine Frage, nein: Der Fragesteller kann eine Frage in zwei Unterfragen unterteilen. Und natürlich ist auch Nachfragen erlaubt: Die Abgeordneten können Zusatzfragen zu den Antworten der Bundesregierung stellen und das kann sowohl der ursprüngliche Fragesteller als auch die übrigen Abgeordneten im Bundestag.

Wenn ein Abgeordneter nicht zur Fragestunde erscheinen kann oder die Zeit für alle Antworten nicht gereicht hat, werden Fragen schriftlich beantwortet. Überhaupt: Alle Fragen und Antworten können in den Plenarprotokollen auch nachgelesen werden.

Was ist eine Fragestunde?

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