Positiv-Beispiele

10 spannende Start-ups aus dem Osten

02.10.2019 – mitmischen-Autor Tim hat zehn ganz unterschiedliche Start-ups aus Ostdeutschland gesucht, die interessante Ideen auf den Markt gebracht haben.
Team mit Obstkorb
Frisches Obst, das lange hält: Eine interessante Geschäftsidee aus dem Osten. © Die Frischemanufaktur

1. Frisches Obst für zwischendurch, direkt aus Halle 

Obst ist gut für die Gesundheit. Als Snack eignet es sich jedoch nicht immer, da wir unterwegs selten eine ganze Wassermelone schneiden können. Das wollte Dr. Jenny Müller ändern. Deshalb gründete sie 2014 Die Frischemanufaktur

Natürlich gab es auch schon vorher in manchen Supermärkten einen Obstsalat to go, doch das bedeutete häufig, dass am Abend das unverkaufte Obst einfach weggeworfen wurde. Die Frischemanufaktur macht es anders, indem sie das Obst mit einer Vitamin-C-Schicht überzieht und es mit einer CO2-Atmosphäre schützt, sodass der natürliche Geschmack über längere Zeit erhalten bleibt.

2. Pinke Hände für mehr Hygiene

Hygiene ist gerade an Orten wie Krankenhäusern unverzichtbar, damit alle Menschen gesund bleiben. Deshalb hängen an solchen sensiblen Orten stets Spender für Desinfektionsmittel. Doch all das hilft nichts gegen Menschen, die sich nicht richtig desinfizieren. Das Jenaer Start-up Heyfair hat hierfür eine Lösung parat. Das Desinfektionsmittel färbt die Haut bei Hautkontakt pink ein, wodurch der Anwender direkt erkennen kann, ob er seine Hände ausreichend desinfiziert hat. Ist dann die ganze Hand desinfiziert, lässt sich die pinke Färbung mit einem zweiten Mittel einfach entfernen. Somit ist sichergestellt, dass sich Bakterien und Viren nicht weiterverbreiten. 

3. Zukunft des Fahrens made in Chemnitz?

Wenn wir über die Zukunft von Autos reden, reden wir oft über autonomes Fahren, also über selbstfahrende Autos. Autonomes Fahren kann uns dabei helfen, Staus zu reduzieren, Unfälle zu vermeiden und den Spritverbrauch der Fahrzeuge zu senken. Und oben drauf kommt eben noch die zusätzliche Freizeit für den Fahrer. Doch um all das möglich zu machen, braucht es präzise Satelliten-Technologie, die das Auto so genau es nur geht orten kann. Naventik aus Chemnitz hat hierfür den Satellitennavigationsreceiver „PATHFINDER" entwickelt, der helfen soll, das autonome Fahren schon bald Wirklichkeit werden zu lassen. Aktuell wird der „PATHFINDER“ noch getestet, doch ab 2022 kann er dann nach den Plänen der vier jungen Gründer von Naventik in Serie gefertigt werden.

4. Effizienteres Heizen

Das Start-up Wattron aus Freital bei Dresden hat ein Heizsystem für die industrielle Anwendung entwickelt, dass sich vor allem durch seine Effizienz auszeichnet. Wattrons Heizsystem spart nach eigenen Angaben nicht nur 30 Prozent des Materials ein, sondern auch 30 Prozent der Energie. Das bedeutet nicht nur weniger Kosten für die Unternehmen, sondern vor allem auch eine deutlich bessere Bilanz für das Klima. 

5. Früh den Krebs erkennen

Oncgnostics wurde 2011 durch Prof. Dürst der Universitätsfrauenklinik in Jena gegründet. Das Unternehmen stellt Tests her, die es ermöglichen, Krebskrankheiten früh und zuverlässig zu erkennen. Inzwischen hat es schon viele renommierte Gründerpreise gewonnen. Denn glücklicherweise ist Krebs, wenn er rechtzeitig erkannt wird, häufig heilbar. Und Oncgnostics sorgt mit seinem Produkt dafür, dass dies geschieht und mehr und mehr Menschenleben gerettet werden können.

6. Mehr Biomasse = mehr erneuerbare Energie

Biomasseanlagen produzieren mit landwirtschaftlichen Abfallprodukten Energie beziehungsweise Biogas. Hierdurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da Biomasse erneuerbar ist und Abfallprodukte wiederverwendet. Die LXP Group aus Marienwerder in Brandenburg ist genau in diesem Bereich tätig. Durch ihr Verfahren lässt sich die Effizienz einer Biogasanlage erheblich steigern und dem Klima wird noch einmal mehr geholfen.

7. Smarte Medizin-Technologie aus Jena

Das Team des im Jahr 2017 gegründeten Start-ups Redwave Medical aus Jena hat es sich zum Ziel gesetzt, die Blutdruck-Messung zu revolutionieren. Durch einen smarten Algorithmus kann das Blutdruck-Messgerät von Redwave den Blutdruck der Aorta bestimmen, der größten Schlagader in unserem Körper. Diesen vergleicht es mit dem Blutdruck im Oberarm, um das Schlaganfall-Risiko zu ermitteln. Das ist vor allem für Menschen mit erhöhten Schlaganfall-Risiko von Bedeutung, da durch das Blutdruck-Messgerät der Arzt bereits bei Anzeichen für einen sich ankündigenden Schlaganfall reagieren und möglicherweise das Leben des Patienten retten kann.

8. Innovatives Fahrradschloss aus Leipzig

Gerade bei jungen Menschen ist das Fahrrad ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel. Umso ärgerlicher ist es, wenn es gestohlen wird. Zum Glück gibt es Fahrradschlösser, doch jeder weiß, dass auch diese manchmal nicht weiterhelfen. Die einzige wirksame Hilfe gegen gestohlene Fahrräder sind häufig große schwere Schlösser. Die Gründer von Texlock wollten der qualvollen Wahl zwischen gestohlenem Fahrrad oder Schloss-Schleppen ein Ende setzen und entwickelten ihr eigenes Schloss – aus Textilien. Das Texlock ist robust, sicher und gleichzeitig leicht. Muss man sein Fahrrad gerade nicht abschließen, kann man sich die stilvollen Fahrradschlösser einfach umhängen und ist so sicher und elegant mit seinem Fahrrad unterwegs.

9. Grüne Energie auch an abgelegenen Orten 

Das Dresdener Unternehmen Sunfire wurde 2010 gegründet. Durch die Nutzung von Festoxid-Zellen lassen sich mit den Produkten von Sunfire erneuerbare Gase und Kraftstoffe erzeugen, die dann im Industrie-, Energie- und Verkehrssektor eingesetzt werden. Das Besondere an Sunfire ist, dass all das auch an abgelegenen Orten funktioniert. Im letzten Jahr brachte Sunfire nämlich einen grünen Generator auf den Markt, der klimaneutral Energie liefern kann. Dank ihrer Innovationskraft haben es die drei Gründer von Sunfire geschafft, dass ihr Unternehmen inzwischen mit großen Unternehmen wie Audi, Boeing oder ThyssenKrupp kooperiert.

10. Energiesparende Systeme für eine vernetzte Welt 

Als das Unternehmen Intel 2015 seinen Standort in Dresden schloss, gründeten zwei ehemalige Intel-Ingenieure das Start-up CommSolid. Das Ziel ist es vor allem, kleine Geräte mit möglichst geringem Energieverbrauch mit dem Internet zu verbinden und miteinander zu vernetzen. Durch diese smarte Technologie können Abläufe aller Art optimiert und verbessert werden. Von der Logistik-Branche über Landwirtschaft und Gesundheitswesen bis hin zur Industrie sind die Einsatzmöglichkeiten smarter Technologie schier grenzenlos.

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