3. Oktober

Wir feiern, dass wir eins sind

02.10.2019 – Dieses Jahr steigt die Bürger-Party zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel. Der Bundestag reist auch an. Und hat ein paar spannende Programmpunkte im Gepäck.
Feiernde Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Letztes Jahr wurde das Bürgerfest in Berlin gefeiert. Dieses Jahr ist Kiel dran. © picture alliance/POP-EYE

Heute kaum noch vorstellbar, dass unser Land 40 Jahre lang geteilt war. Aber so war es. Nach dem Zweiten Weltkrieg trennten die Nationen, die Deutschland besiegt hatten, es in zwei Teile: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. 

Irgendwann begannen viele Menschen in der DDR aber, sich gegen ihre undemokratische Regierung zu wehren. Es kam zur Friedlichen Revolution – und im Anschluss zur Wiedervereinigung Deutschlands. Die wurde vor genau 29 Jahren, am 3. Oktober 1990, besiegelt. Deshalb ist dieses Datum für unsere Geschichte so wichtig.   

Bürgerfest für alle 

Feiern kann den Tag der Deutschen Einheit natürlich jeder, wie er möchte. Es gibt aber auch jedes Jahr ein großes Bürgerfest für alle, die kommen mögen. Das findest immer in dem Bundesland statt, das gerade den Vorsitz im Bundesrat hat. Letztes Jahr war das Berlin. Dieses Jahr ist es Schleswig-Holstein. Und die Party steigt in der Landeshauptstadt Kiel. Vom 2. bis zum 3. Oktober. 

Es gibt natürlich jede Menge Programmpunkte, Musik, Bühnen-Acts, Gesprächsrunden und so weiter. Das komplette Programm findet ihr hier.  

Der Bundestag in Kiel  

Alle Bundesländer stellen sich in Kiel vor. Und auch alle sogenannten Verfassungsorgane. Das sind der Bundesrat, die Bundesregierung, das Bundesverfassungsgericht und der Bundestag

Für den Bundestag reist unter anderen sein Präsidenten an: Am 2. Oktober um 15.30 Uhr gibt Wolfgang Schäuble in Kiel ein öffentliches Interview auf der Bühne des Bundestages. Auch Vertreter aller Fraktionen sind dabei und beantworten Fragen der Bürger. 

Ein Highlight ist auch das „Forum Plenarsaal“: Dafür wird ein Saal aufgebaut, der an den Plenarsaal im Reichstagsgebäude erinnert. Darin können Besucher an einem interaktiven Rollenspiel teilnehmen und als fiktive Abgeordnete über aktuelle Themen diskutieren und abstimmen. 

Und damit ihnen die Freunde am Ende auch glauben, dass sie Abgeordneter waren, können die Besucher zum Schluss ein Erinnerungsfoto am Rednerpult machen. 

(DBT/jk) 

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