Countdown

In Sicht: Die Bundestagswahl

11.09.2020 – 2021 wählen die Deutschen den nächsten Bundestag. Wann genau? Wissen wir noch nicht. Aber alles, was schon feststeht, erfahrt ihr hier.
Junge Frau schaut neugierig in die Zukunft
Blick in die Zukunft: Nächstes Jahr steht ein politisches Großereignis an. © shutterstock.com/Khosro

Der Bundestag ist das Parlament Deutschlands. Er ist unsere Volksvertretung. Seine Mitglieder, die Abgeordneten, werden von den deutschen Bürgern gewählt – in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl.

Die Abgeordneten treffen wichtige Entscheidungen für uns alle. So wählen sie die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler und beschließen neue Gesetze oder ändern bestehende Gesetze. Sie bestimmen auch, wieviel Geld die Bundesregierung für was genau ausgeben darf und kontrollieren die Regierung.

Nächstes Jahr ist es wieder soweit: 2021 wählt Deutschland den 20. Deutschen Bundestag.

Wann wird gewählt?

Wie gesagt: Wir wissen es noch nicht. Was wir wissen: Der Termin wird irgendwann zwischen dem 25. August und dem 24. Oktober liegen. Warum? Weil das Grundgesetz einen Zeitrahmen vorgibt, in dem eine Bundestagswahl stattfinden muss. Nämlich frühestens 46 und spätestens 48 Monate nach Beginn der aktuellen Wahlperiode. Und die hat am 24. Oktober 2017 begonnen.

Was wir noch wissen: Der Wahltag wird ein Sonntag oder ein gesetzlicher Feiertag sein. So steht es im Bundeswahlgesetz.

Sobald der genaue Termin steht, wird der Bundespräsident ihn bekanntgeben.

Wer tritt zur Wahl an?

Auch das wissen wir noch nicht genau. Der Auswahlprozess vorab läuft gerade und ist ein bisschen kompliziert.

Bei der Bundestagswahl wählen die Wähler mit der sogenannten Erststimme einen Direktkandidaten für ihren Wahlkreis. Wer für ein solches Direktmandat kandidiert, muss nicht unbedingt Mitglied einer Partei sein. Viele sind es aber. Mehr über die Voraussetzungen für eine Kandidatur erfahrt ihr hier.

Mit der Zweitstimme wählen die Bürger eine Partei. Die Parteien stellen Landeslisten mit Kandidaten auf. Dafür kommen zunächst Vertreterversammlungen der Parteien zusammen. Das dürfen sie frühestens 29 Monate nach dem Beginn der aktuellen Wahlperiode tun – in diesem Fall: ab 25. März 2020. Mit der Aufstellung von Bewerberinnen und Bewerben dürfen sie dann frühestens 32 Monate nach Beginn der Wahlperiode beginnen – diesmal ab 25. Juni 2020. Das alles regelt das Bundeswahlgesetz.

Die Parteien sind also noch mitten drin im Auswahlprozess. Übrigens muss der Bundeswahlausschuss auch noch formal feststellen, welche Parteien an der Wahl teilnehmen dürfen. Diese werden nach strengen Kriterien geprüft. Wer etwa die Demokratie abschaffen möchte, darf zum Beispiel nicht antreten. Spätestens am 79. Tag vor der Wahl gibt es grünes Licht für alle, die mitmachen dürfen.

Wer hilft bei der Wahl?

Die deutschen Bürger wählen nicht nur die Abgeordneten des Bundestages, sondern sie organisieren die Wahl auch zu großen Teilen selbst. Ohne die tausenden freiwilligen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer wäre der Organisationsaufwand am Wahltag nämlich gar nicht zu stemmen.

Als Wahlhelfer kann man erstens unmittelbar zum Gelingen der Wahl beitragen, zweitens erlebt man hautnah, wie unser Wahlsystem funktioniert. Ein wirklich spannender Job also. Wie er im Einzelnen aussieht, erfahrt ihr hier.

Wer wahlberechtigt ist, kann sich bei seiner Gemeinde freiwilllig melden – auch jetzt schon.

Wer passt auf, dass alles korrekt abläuft?

Das macht der Bundeswahlleiter. Er bekommt dabei Unterstützung vom Bundeswahlausschuss. Der Bundeswahlleiter wird vom Bundesinnenminister ernannt. Traditionell übernimmt der Präsident des Statistischen Bundesamtes diese Aufgabe. 

Auf seiner Internetseite findet ihr noch mehr Infos zur Bundestagswahl 2021.

(jk)

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