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PPP-Stipendiatin in den USA

Amelie, 16, von Schleswig-Holstein nach Vermont

Für Amelie ging es in ihrem Austauschjahr zunächst nach Oklahoma, dann weiter nach Vermont. Hier erzählt sie von ungewöhnlichen Schulfächern und welche Überraschungen die USA sonst noch für sie bereithält.

Drei Mädchen stehen auf einem Football-Spielfeld und lächeln in die Kamera. Alle drei tragen Merchandise derselben Mannschaft, die Mädchen, die links und rechts stehen haben geflochtene Haare und tragen Cheerleading-Outfits.

Beim ersten Football-Spiel war Amelie (Mitte) begeistert vom Teamgeist der gesamten Schule. © privat

Hey!!

Ich bin Amelie, 16 Jahre alt und mache gerade mein Auslandsjahr in Vermont in einer Stadt, die Middlebury heißt. Ich komme aus Schleswig-Holstein und lebe ganz im Norden. In meiner Freizeit spiele ich Klavier, mache Theater und tanze. Ich habe mich für das PPP beworben, weil ich gerne eine neue Kultur kennenlernen wollte und sehen wollte, wie das Leben hier so ist.

1. Blogpost

Erster Stopp: Oklahoma

Ende August war mein Flug nach Chicago, um mein Abenteuer zu starten. Ich war sehr aufgeregt und habe mich mit anderen Austauschschülern von meiner Organisation YFU am Flughafen in Frankfurt getroffen. Nach ungefähr 20 Stunden bin ich endlich in Oklahoma bei meiner ersten Gastfamilie angekommen. Direkt am nächsten Morgen ging es für mich das erste Mal in die Schule. Ich durfte erstmal meine Kurse wählen (insgesamt sieben verschiedene). Ich habe neben Mathe, Englisch und Biologie auch noch Fashion Design, Psychologie, Spanisch und US-History gewählt. Ich war die einzige Austauschschülerin an der Schule, habe aber relativ schnell Anschluss gefunden, weil alle sehr offen waren, sich mit mir unterhalten haben oder mich eingeladen haben, beim Lunch bei ihnen zu sitzen. Ich konnte in Oklahoma viele Sachen sehen wie die Homecoming Parade, die Football Games und auch die Rallyes vor den Football Spielen.

Eine Collage zeigt drei Bilder nebeneinander. Den Eingang einer Schule, drei Mädchen auf einem Spielfeld, die für ein Foto posieren, ein Football-Spielfeld während eines Spiels.

An ihrer High School in Oklahoma hat Amelie zum ersten Mal ein Football-Spiel miterlebt. © privat

Mein erstes Football-Spiel war sehr aufregend! Es war ein Derby gegen die Nachbarstadt. In der Schule hatten sich alle ihre Football- oder Cheerleading-Uniformen angezogen, und wer nicht in einem der Teams war, hatte T-Shirts zur Unterstützung an. Als Erstes haben die Cheerleader performt und dann kamen auch schon alle Football-Spieler auf das Feld eingelaufen. Neben mir hat die Band gespielt und alle hatten richtig gute Laune und waren sehr gespannt auf das gesamte Spiel. Am Ende hat meine Schule das Spiel auch gewonnen!

Auf nach Vermont

Nachdem ich dann zwei Monate in Oklahoma war, musste ich aufgrund von Problemen in meiner Gastfamilie nach Vermont umziehen und jetzt bin ich schon einen Monat hier!

Ich war natürlich sehr traurig, dass ich die Leute, die ich in meiner Schule in Oklahoma kennengelernt hatte, zurücklassen musste, aber ich habe mich trotzdem gefreut, in Vermont nochmal eine neue Seite von Amerika kennenzulernen.

Vor meinem ersten Tag ist meine Gastmutter mit mir zur Schule und ich durfte wieder meine Fächer wählen. Ich habe hier jeden Tag vier Fächer und A und B Tage. An A Tagen habe ich Global Politics, Mathe, Spanisch und Business Management und an B Tagen habe ich Fotografie, Biologie, Spanisch und Englisch. An meinem ersten Schultag in Vermont bin ich direkt einem Schul-Club beigetreten, der Aktivitäten in der Schule plant und durchführt. Außerdem habe ich direkt zwei andere Austauschschülerinnen an meiner Schule kennengelernt, die mir geholfen haben, mich zurechtzufinden. Ich durfte sehr schnell auch beim Musical der Schule mithelfen und konnte so auch schnell neue Leute kennenlernen. Ich hatte wirklich Glück, dass das alles so geklappt hat, obwohl ich mitten im Schuljahr angekommen bin.

Eine Collage zeigt drei Bilder nebeneinander: Eine Bühne vom Backstage aus, drei Mädchen posieren für ein Foto, gelbe Schulbusse.

An ihrer High School in Vermont hat Amelie vor allem durch die Musical-Gruppe schnell neue Freunde gefunden. © privat

Die Musicalaufführungen waren sehr aufregend für mich. Die Schule hat das Broadway Musical „Newsies“ aufgeführt. Ich konnte leider keine Rolle mehr spielen, weil ich erst eine Woche vor der Aufführung an die Schule gekommen bin. Ich durfte aber mit dem Make-up helfen und im technischen Team durfte mich um das Set kümmern. Am Anfang hat alles sehr lange gedauert, aber wir hatten auch am Wochenende Proben und konnten uns alle tiefer einarbeiten und das hat Spaß gemacht. Wir hatten insgesamt drei Aufführungen und es war toll, mit allen im Team gemeinsam so was geschafft zu haben. Ich konnte so viele neue Leute kennenlernen!

Insgesamt war es bisher wirklich schön und ich freue mich schon auf die nächsten Monate – und auch darauf, mehr von den USA zu sehen!


2. Blogpost

New York City in der Weihnachtszeit!

Anfang Dezember ging es für mich und meine Gastfamilie für vier Tage nach New York City. Wir haben fünf Stunden mit dem Auto gebraucht, bis wir in New York City waren. Wir haben im Stadtteil Park Slope im Bezirk Brooklyn übernachtet. Mit der Subway sind wir nach Manhattan gefahren und haben uns beim Rockefeller Center den Weihnachtsbaum mit den vielen Dekorationen angeschaut. Danach sind wir die 5th Avenue entlang spaziert.

Eine Collage zeigt einen großen Weihnachtsbaum im Freien, eine große Bahnhofshalle und eine Straße mit Werbetafeln in einer Großstadt.

Darf bei einem Besuch in New York City nicht fehlen: Der berühmte Weihnachtsbaum am Rockefeller Center, die Bahnhofshalle der Grand Central Station und der Times Square. © privat

Wir sind zur Grand Central Station gelaufen und auch zum Times Square. Auf dem Times Square liefen gerade in dem Moment die Auslosungen zur WM, die dieses Jahr ja auch in den USA stattfindet. Das alles live zu sehen, war echt beeindruckend. Vor allem der Times Square war für mich besonders, weil ich ihn schon so oft auf Social Media gesehen habe. Es gibt auf jeden Fall sehr viel Trubel, aber ich hätte die Straße mit den vielen Leuchttafeln noch größer erwartet. Direkt neben dem Times Square ist ein M&M-Laden, wo wir uns M&Ms haben bedrucken lassen. Zurück in Brooklyn haben wir uns eine Lichtshow angesehen, die es dort in der Weihnachtszeit gibt. Zum Abendessen gab es dann richtig gute Pizza in einem italienischen Restaurant.

Am nächsten Tag bin ich mit meiner Gastmutter früh aufgestanden und wir sind über die Brooklyn Bridge rüber nach Manhattan gelaufen. Obwohl es gerade mal 7 Uhr morgens war, war es schon so voll! Von der Brücke aus konnte man Manhattans Skyline sehen und es sah richtig schön aus. In Manhattan sind wir erstmal hinüber zum One World Observatory, einer Aussichtsplattform, und haben einen Aufzug genommen, der uns ganz nach oben gebracht hat. Die Aussicht über die Stadt war super beeindruckend!

Eine Collage zeigt eine junge Frau in einer Großstadt-Straße, den Blick von einer Brücke auf eine Skyline von Hochhäusern und den Blick über Manhattan.

Über die Brooklyn Bridge laufen und Manhattan von oben - absolute Highlights für Amelie während ihres Besuchs in der Stadt an der amerikanischen Ostküste. © privat

Vor dem Observatory befindet sich das 9/11-Denkmal. Es standen sehr viele Leute drumherum, sodass man nicht wirklich nah heran konnte. Trotzdem konnte man viele Namen sehen und viele Rosen. Neben dem Denkmal gibt es noch ein Museum. Leider hatten wir jedoch keine Zeit, es zu besuchen. Denn wir haben uns noch mit der Familie meiner Gastfamilie getroffen und sind mit ihnen Essen gegangen. Das war auch schon der letzte Abend für uns, denn wir sind am nächsten Tag gegen Mittag losgefahren, wieder zurück nach Vermont. New York City wird aber bestimmt eine meiner Lieblingsstädte bleiben und ich bin sehr dankbar, dass ich sie sehen durfte!


3. Blogpost

Anfang Februar ging es für mich mit der Organisation Belo für eine Woche nach Hawaii. 

Ich bin am Sonntagmorgen um fünf Uhr morgens mit meiner Gastmutter zum Flughafen gefahren, weil mein Flug schon um sieben Uhr war. In Hawaii angekommen, haben wir erstmal unsere Koffer abgeholt und wurden von der Organisation am Flughafen begrüßt. Mit ein paar der anderen Leute bin ich danach das erste Mal am Strand entlang gelaufen. Gegen 17 Uhr sind wir wieder zurück zum Hotel, weil es dort Abendessen gab und wir alle anderen, die wir noch nicht kannten, kennenlernen konnten.

Am ersten Tag stand der Diamond Head Hike auf dem Plan - eine Wanderung auf einem der bekanntesten Berge auf Hawaii. Von oben hatten wir die beste Sicht auf Honolulu und den Waikiki Beach. Nach ein paar Stunden sind wir zurück ins Hotel gegangen, um uns für den Strand umzuziehen und Mittagessen zu besorgen. Dafür haben wir uns eine der typischen Smoothie Bowls geholt, die echt lecker waren. Nach dem Mittagessen durften wir mit ein paar anderen Honolulu erkunden und weiter in der Stadt herumlaufen.

Eine Collage aus sechs Farbfotografien zeigt verschiedene Szenen auf Hawaii. Oben links ein belebter Sandstrand mit Palmen, Menschen und Hochhäusern im Hintergrund. Oben rechts stehen zwei Personen auf einer Straße vor grüner Vegetation, beide Gesichter sind unkenntlich gemacht. Unten links eine Meeresaufnahme mit Wellen und bewölktem Himmel. In der Mitte unten zwei Schalen mit buntem Obst, Müsli und roten Streifen, daneben ein Arm mit rotem Armband. Unten rechts ein Bootsausflug mit Blick auf das Meer und eine Küstenlinie mit Gebäuden am Horizont.

Auf Hawaii hat Amelie Surfen gelernt, Smoothie Bowls gegessen und eine unvergessliche Zeit mit neuen Freunden verbracht. © privat

Während wir auf Hawaii waren, hatten wir auch Surf-Unterricht am Strand, was viel Spaß gemacht hat, aber auch sehr anstrengend war. Es hat ein bisschen gedauert, bis man den Dreh raus hat. Wir durften morgens auch Yoga am Strand machen und sind alle zusammen Katamaran gefahren.

Die gesamte Woche ist super schnell vorbei gegangen, weil wir immer etwas zu tun hatten. Wir haben uns alle untereinander gut verstanden und es hat super viel Spaß gemacht, sich mit anderen Leuten aus so vielen verschiedenen Ländern zu unterhalten, vor allem weil wir alle gerade ein Auslandsjahr machen. Nach sieben Tagen mussten wir dann alle wieder abreisen. Auf dem Rückweg ging es für mich durch San Francisco und Washington, D.C., bis ich dann gegen Mittag wieder Zuhause in Vermont war. 

Falls ihr die Möglichkeit während eurem Auslandsjahr habt, mit einer Organisation zu verreisen, würde ich euch das auf jeden Fall empfehlen!!


4. Blogpost

Ich bin jetzt seit neun Monaten hier in den USA und ich habe nur noch einen Monat, bevor ich wieder nach Deutschland zurückreise. 

Ende Februar hatten wir unsere einwöchigen Februarferien, in denen ich mit meiner Gastfamilie nach Phoenix, Arizona, geflogen bin. Wir sind in einer Stadt namens Mesa geblieben und sind auf viele Wanderungen gegangen und haben alte Western-Städte besucht. Arizona hat eine sehr beeindruckende Natur und es war auf jeden Fall einer meiner Lieblings-Staaten von denen, die wir besucht haben. 

Fünf Farbfotografien sind durch gelbe Linien voneinander getrennt. Oben links ist eine Landschaft mit Wüste, Kakteen und einem Haus zu sehen. Oben rechts liegt ein großer See vor einer Felslandschaft, darüber ziehen Wolken. Unten links sitzen Menschen an Holztischen unter Bäumen, im Hintergrund leuchtet eine Lichterkette. In der Mitte unten stehen Menschen auf einem sandigen Platz zwischen Holzhäusern im Westernstil. Unten rechts ist ein alter Bus mit amerikanischer Flagge und ein großer Kaktus zu erkennen.

In Arizona war Amelie sehr von der Natur beeindruckt. © privat

In unseren Aprilferien habe ich mit meiner Gastfamilie und ein paar von meinen Freunden einen Road-Trip gemacht. Wir sind in Vermont gestartet und durch New Hampshire, Massachusetts, Connecticut und New York gefahren, bis wir am Abend in Ocean City, New Jersey, angekommen sind. Am nächsten Morgen sind wir dann durch Delaware und Maryland weiter nach Washington, D.C., gefahren, wo wir die nächsten paar Tage verbracht haben. Wir haben die vielen Memorials besucht und sind auch durch die kleinen Shopping Straßen in Georgetown spaziert. 

Jetzt bin ich gerade in meinen letzten zwei Schulwochen, bevor ich offiziell nicht mehr Schülerin hier in Amerika bin. Die letzte Woche hatten wir viele Senior-Abschluss-Aktivitäten wie unseren Senior Sunset, was eine Tradition hier ist, bei der alle Seniors sich versammeln und beim Sonnenuntergang Bilder machen und zusammen auf dem Football-Feld Spiele spielen. Am Abend durften wir noch in die Schule rein für unseren Senior Prank, bei dem wir alle Schilder in der Schule umgedreht und auch in manchen Klassenräumen alle Stühle rausgenommen haben.

Vierfarbige Collage mit vier Fotos. Oben links sitzen mehrere Jugendliche auf Decken und Campingstühlen auf einer Wiese, im Hintergrund Bäume. Oben rechts liegen auf einem Tisch bunte Stifte, Scheren, Klebeband und bemalte Pappschilder mit dekorativen Schriftzügen. Unten links unterhalten sich drei Personen im Gegenlicht vor einem Gebäude bei Sonnenuntergang. Unten rechts halten zwei Personen einen großen, weiß gerahmten Papprahmen mit bunten Verzierungen und Schriftzügen vor sich, ihre Gesichter sind unkenntlich gemacht. Die Szene spielt im Freien bei Tageslicht.

Mit der Senior-Woche endet Amelies Schulzeit in den USA. © privat

Außerdem haben wir uns alle am nächsten morgen um vier Uhr beim Haus des Schulleiters getroffen, um ihn zu überraschen. Jeder hat was zum Frühstücken mitgebracht und es gab Pancakes und Bagels. An dem Tag sind wir auch nicht zur Schule gegangen, da sich der ganze Jahrgang an einem Fluss getroffen hat, wo wir den ganzen Tag verbracht haben.

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